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Themen

01.07.2026

RÜCKBLICK: UnternehmerAbend „Wettbewerbsvorteil Lernen: Vorsprung für den Mittelstand“

Lernen. Vernetzen. Fachkräfte sichern.

Autorin: Gertrud Hilser

Am Dienstag, den 30. Juni 2026, kamen in der Abendakademie Mannheim Unternehmerinnen und Unternehmer, Personalverantwortliche sowie Bildungs- und Fachkräftepartner aus der Region zum BVMW UnternehmerAbend „Wettbewerbsvorteil Lernen: Vorsprung für den Mittelstand“ zusammen. Im Mittelpunkt stand die Frage, wie mittelständische Unternehmen Qualifizierung, Weiterbildung und regionale Netzwerke gezielt nutzen können, um Fachkräftepotenziale zu erkennen, Mitarbeitende weiterzuentwickeln und langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben.

Die Veranstaltung machte deutlich: Fachkräfte sind häufig bereits vorhanden – doch ihre Potenziale werden im Unternehmensalltag nicht immer systematisch erkannt oder genutzt. Gerade für den Mittelstand gewinnt deshalb die gezielte Entwicklung von Kompetenzen zunehmend an Bedeutung. Nicht allein die Suche nach neuen Mitarbeitenden entscheidet über Zukunftsfähigkeit, sondern auch die Fähigkeit, vorhandene Talente zu fördern, Qualifizierung strategisch einzusetzen und konkrete Unterstützungsangebote in der Region zu nutzen.

Nach dem Empfang begrüßte Gertrud Hilser, Leitung Wirtschaftsregion Nordbaden-Rhein-Neckar, die Gäste und führte in den Abend ein. Ein besonderer Dank galt dem Eventpartner des Abends, dem BZE Mannheim. Als zentraler Akteur der regionalen Weiterbildungslandschaft begleitet das BZE Unternehmen und Fachkräfte bei Qualifizierung, beruflicher Entwicklung und Neuorientierung. Geschäftsführerin Ute Boba stellte das BZE Mannheim vor und zeigte damit zugleich den direkten Bezug zum Thema des Abends auf: die Verbindung von Wirtschaft, Bildung und Fachkräftesicherung.

Im Anschluss gab Gertrud Hilser einen Einblick in aktuelle Themen aus dem BVMW und leitete danach in den inhaltlichen Teil des Abends über. Den ersten Impuls setzte Norbert Hölscher, operativer Geschäftsführer der Bundesagentur für Arbeit Mannheim, mit seinem Vortrag „Fachkräfte von morgen: Potenziale erkennen und nutzen“. Er brachte die Arbeitsmarktperspektive ein und zeigte auf, warum Unternehmen künftig noch stärker darauf angewiesen sind, vorhandene Kompetenzprofile zu erkennen, Entwicklungswege zu eröffnen und Fachkräftesicherung nicht nur als Recruiting-Aufgabe zu verstehen.

Daran anschließend richtete Karin Brückner, The Chänce Weiterbildungsscout Rhein-Neckar, den Blick auf konkrete Angebote und Wege in der Region. Unter dem Titel „Weiterbildung in der Region: Angebote, Wege und Partner“ zeigte sie, wie Unternehmen und Beschäftigte Orientierung in der vielfältigen Weiterbildungslandschaft erhalten können. Im Fokus standen unabhängige Beratung, passende Qualifizierungsangebote und die Vernetzung mit relevanten Akteuren, die Unternehmen beim nächsten Schritt unterstützen können.

Den dritten Impuls gestaltete Christian Amon, Geschäftsführer der Reinhard Kissler Energiemontagen GmbH & Co. KG. Er berichtete aus der Unternehmenspraxis und zeigte anhand konkreter Erfahrungen, wie Umschulung und Qualifizierung im Betrieb umgesetzt werden können. Sein Beitrag machte deutlich, dass Fachkräfteentwicklung dann besonders wirksam wird, wenn Unternehmen bereit sind, Potenziale im eigenen Betrieb zu erkennen, Mitarbeitende gezielt zu begleiten und Qualifizierung als praktischen Bestandteil der Unternehmensentwicklung zu verstehen.

In der anschließenden moderierten Diskussionsrunde führte Gertrud Hilser die verschiedenen Perspektiven zusammen. Auf dem Podium diskutierten Ute Boba, Geschäftsführerin des BZE Mannheim, Norbert Hölscher, operativer Geschäftsführer der Bundesagentur für Arbeit Mannheim, Christian Amon, Geschäftsführer der Reinhard Kissler Energiemontagen GmbH & Co. KG, sowie Harald Pfeiffer, Fachkräfte und Talente, Geschäftsführung Arbeitskreis ESF und Geschäftsführung Welcome Center Rhein-Neckar. Gemeinsam wurde diskutiert, welche Hebel Unternehmen bei Fachkräftesicherung, Weiterbildung, Integration und regionaler Vernetzung nutzen können.

Ein zentraler Gedanke zog sich dabei durch den Abend: Unternehmen müssen nicht auf die perfekte Lösung warten, sondern sollten den ersten Schritt machen, Fragen stellen und vorhandene Netzwerke aktiv nutzen. Ob Arbeitsagentur, Weiterbildungsscout, BZE Mannheim, Welcome Center Rhein-Neckar oder weitere Bildungs- und Hochschulpartner – in der Region gibt es zahlreiche Ansprechpartner, die Unternehmen konkret unterstützen können. Entscheidend ist, ins Gespräch zu kommen, Bedarfe offen zu formulieren und gemeinsam passende Wege zu finden.

Auch die Infostände der Bildungsanbieter und Netzwerkpartner trugen wesentlich zum Praxisbezug des Abends bei. Dort konnten die Teilnehmenden konkrete Fragen stellen, Angebote kennenlernen und direkte Kontakte knüpfen. Ein herzlicher Dank gilt allen Partnern, die sich mit ihren Angeboten vorgestellt und präsentiert haben. Sie haben gezeigt, wie vielfältig die regionale Bildungs- und Unterstützungslandschaft ist und welche konkreten Anknüpfungspunkte Unternehmen für Weiterbildung, Qualifizierung, Umschulung und Fachkräfteentwicklung nutzen können.

Beim abschließenden Come Together stand der persönliche Austausch im Mittelpunkt. Die Gäste nutzten die Gelegenheit, die Impulse des Abends zu vertiefen, mit den Referentinnen und Referenten ins Gespräch zu kommen und an den Infoständen konkrete nächste Schritte zu besprechen. Gerade dieser offene Austausch machte den Mehrwert des Abends deutlich: Der UnternehmerAbend bot nicht nur Informationen, sondern Orientierung, Kontakte und praxisnahe Impulse für die Fachkräftesicherung im Mittelstand.

Ein herzliches Dankeschön gilt allen Referentinnen und Referenten, den Talkgästen, den beteiligten Bildungs- und Netzwerkpartnern, der Abendakademie Mannheim für den passenden Rahmen sowie dem BZE Mannheim als Eventpartner des Abends. Der Abend hat eindrucksvoll gezeigt: Lernen ist ein echter Wettbewerbsvorteil – besonders dann, wenn Unternehmen vorhandene Potenziale erkennen, Qualifizierung aktiv gestalten und regionale Netzwerke gezielt nutzen.

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