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Malu Schäfer

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Über die Veranstaltung

Gesunder Umgang mit Macht – eine ethische Betrachtungsweise
Viele Menschen berichten, dass Macht verändert. Selten wird mit solchen Veränderungen durch Macht Positives verbunden. Die Macht – an und für sich etwas Wertneutrales – wird meist als etwas Negatives wahrgenommen. Macht zu haben, ermächtigt zu etwas: wie sieht ein machtvoller, gesunder Führungsstil aus? Wer Verantwortung für Menschen und Sachen übernimmt, muss sich mit Macht befassen. Macht ist ein Instrument, das Führungskräfte brauchen, um ihre Aufgaben erfüllen zu können.
Impulsvorträge von Pfarrer Hilmar Gronau, Kirchengemeinde Dorheim und Bauernheim, Ralf Juhre, Geschäftsführer Ingenior GmbH, Führungskräfte- und Organisationsentwickler, und Pfarrer. Dr. Ralf Stroh, Theologischer Referent für Wirtschafts- und Sozialethik Zentrum Gesellschaftliche Verantwortung der EKHN. Anschließend Austausch und Diskussion.

Hilmar Gronau
"Zwischen Gottes Allmacht und weltlicher Macht"
Macht, ja Allmacht, wird in der biblischen Überlieferung als eine Eigenschaft betrachtet, die letztlich Gott zusteht. Sie begegnet uns als seine Fähigkeit zu herrschen.
Macht in menschlicher Hand wird dagegen in wichtigen Traditionsschichten der Bibel sehr skeptisch gesehen. Im Alten Testament erfahren wir, dass das Volk Israel einen König begehrt, um einen Anführer in kriegerischen Auseinandersetzungen zu haben (wie andere Völker auch).
Im Neuen Testament ist Jesus Christus die zentrale, alle Überlieferungen durchdringende und prägende Größe. Er stellt sich eindeutig auf die Seite und an die Seite der Ohnmächtigen und Machtlosen:

 
Pfr. Dr. Ralf Stroh
"Macht – Die Perspektive des christlichen Menschenbildes"
Aus der Perspektive des christlichen Menschenbildes gehört es zum Wesen des Menschen, Entscheidungen zu treffen, die seine eigene Lebenssituation und die Lebenssituation seiner Umwelt – die menschliche wie die nichtmenschliche – wirkmächtig gestalten. Auch ein vorgebliches Nichthandeln ist ein Ausüben solcher Gestaltungsmacht. Der Mensch kann seine Gestaltungsmacht dabei als Instrument der Unterdrückung, aber auch als Instrument der Befreiung nutzen. Aus christlicher Perspektive wird Macht nicht durch den Verzicht auf ihre Ausübung sachgemäß verwendet, sondern nur dann, wenn sie als Instrument der Befreiung genutzt wird.
 
Ralf Juhre
„Machtgebrauch – wie sich die Führungsrolle durch die Digitalisierung grundlegend wandelt“.
Die digitale Revolution verändert unser Leben. Künstliche Intelligenz nimmt Entscheidungen ab und reduziert dadurch Machtspielräume und verändert die Führungsrolle erheblich. Nicht mehr kontrollierendes (Be-) Herrschen steht künftig im Vordergrund des Handelns der Führungskraft sondern befähigen und vor allem notwendige ethische Entscheidungen zu treffen. Das haben klassische Führungsausbildungen nicht gelernt, viele Führungskräfte müssen sich erheblich umstellen.

Drei Impulsvorträge und Diskussion mit den Teilnehmer/innen.


Termindetails

Dienstag, 17.09.2019
18:00 - 20:00
Ev. Johanniskirche Dorheim
Zur Kirche
61169 Friedberg (Hessen)
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