Leben im Verborgenen: Fördermittel von Bund, Land und EU

Fördermittel helfen kleinen und mittleren Unternehmen, Innovationen zu finanzieren und bis zur Marktreife zu entwickeln. Eine Veranstaltung des BVMW und des Verbandes „Die KMU-Berater“ informierte über Förderprogramme.

Ja, es gibt sie und gar nicht mal so selten! Zuschüsse, Darlehen, Bürgschaften, Garantien und daneben zahlreiche nicht-monetäre Formen der Förderung. Doch welche Förderart, welches Programm von Bund, Land oder EU ist das richtige für ein Projekt? Und wer wird gefördert? Was ist beim Antrag zu beachten? Rund 25 Führungskräfte aus der Region nahmen im Anschluss an den Workshop im Kunststoff -Institut ganz konkrete Informationen zur Vorgehensweise, Tipps und erfolgreiche Praxisbeispiele mit in ihre Unternehmen.

Peter Schrade, Geschäftsführer der ifm Institut für Mittelstandsförderung GmbH aus Kierspe, gab zu Beginn einen Überblick über die verschiedenen Förderarten, nannte Ansprechpartner wie die KFW- oder die NRW-Bank und wies auf regionale Besonderheiten hin. „Häufig werden Fördermittel gar nicht genutzt“, so Schrade, „obwohl sie zur Verfügung stehen. Aber viele wissen gar nicht, was durch wen gefördert wird!“ Förderdatenbanken wie die des Bundeswirtschaftsministeriums schaffen da Abhilfe.

Katja Theunissen, Leiterin der Fachgruppe Fördermittelberatung im Bundesverband Die KMU-Berater e.V., konzentrierte sich in ihrem Vortrag auf Programme des Bundes, die Kleinen, Mittelständlern und Gründern erfolgreiche Aussichten auf Förderung bieten. Wichtig: „Lesen Sie ganz genau die Richtlinien!“, betonte die Expertin mehrfach, „und berücksichtigen Sie diese in Ihrem Antrag!“ Außerdem seien viele Programme an Termine gebunden und bis zur Bewilligung gehe manchmal einige Zeit ins Land. Nicht den Mut verlieren.

Wie öffentliche Mittel bei der Entwicklung von Produkten bis zur erfolgreichen Markteinführung helfen können, stellte der Diplom-Ingenieur Frank Jöpen, Geschäftsführer der Impetus Plastics Engineering aus Aachen, an vier Beispielen dar. Und auch er wies darauf hin: „Kümmern Sie sich frühzeitig um den Antrag! Sprechen Sie persönlich mit der zuständigen Stelle und stellen Sie den Antrag Richtlinien-konform!“ Er empfahl außerdem: „Lassen Sie sich nicht entmutigen, wenn es im ersten Anlauf nicht klappt! Einfach wieder probieren!“ .

Beim anschließenden Networking konnten die Teilnehmer mit den Referenten über ihre konkreten Vorhaben und dafür in Frage kommende Fördermittel sprechen. Das einhellige Fazit: extrem hilfreiche Veranstaltung, weil konsequent an den Herausforderungen von KMU ausgerichtet.

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