Beate Fleige, BLB

Beate Fleige ist Spitzenkandidatin der BLB Bad Homburg (Bürgerliste Bad Homburg). Ihre Antworten (s.u.) hat sie uns am 10.1.2021 zur Verfügung gestellt. Wir danken für ihren Input und ihren Dialog mit dem Mittelstand. Weitere Infos auf der Website BLB Bad Homburg.

 

Frage 1: „Was muss aus Ihrer Sicht getan werden, um die wirtschaftliche Entwicklung in Friedrichsdorf dauerhaft zu sichern?“

Unsere Stadt kann sich ihre Bedeutung die sie im Rhein Main Gebiet ,auf Grund ihrer hervorragenden Lage ohne Zweifel hat, nur erhalten, wenn sie die Zeichen der Zeit richtig liest. Das bedeutet ,sich nicht auf Erreichtem auszuruhen, sondern auf der einen Seite eine intensive Bestandspflege zu betreiben und auf der anderen Seite den Fokus auf den Markt zu richten, um rechtzeitig interessierte Firmen für Bad Homburg gewinnen zu können. Dazu gehört aber auch neben verlässlichen politischen Rahmenbedingungen , eine moderne Infrastruktur, die ausreichenden Wohnraum für Arbeitnehmer anbietet ,eine sinnvolle Verkehrspolitik im Hinblick auf die klimatischen Veränderungen betreibt und das digitale Zeitalter nicht verschläft. Der ständige Dialog zwischen Stadt, Unternehmen und Arbeitnehmern,ist darüberhinaus der Garant für ein gutes Standortklima.

 

Frage 2: „Was ist ein wesentliches Anliegen des Mittelstands, dem Sie sich als Spitzenkandidat widmen wollen?“

Neben den globalen Playern ist aber auch der Mittelstand für eine Stadt unserer Größe wichtig, Seine Vielfalt , Handel,Produktion,Dienstleistung,und Kurwesen,tragen zu einer lebendigen Stadt bei. Dem zunehmenden „Online-Handel“ muss mit einer qualitätsvollen Einkaufsstadt begegnet werden. Dagegen hilft kein Klagen, sondern ein Ambiente ,das in der Innenstadt zum Bummeln einlädt und wo ausreichend Bänke stehen,auf denen man eine Pause einlegen kann . Die Aufenthaltsqualität unserer Innenstadt muss daher verbessert werden. Hier sehe ich die Stadt in der Verpflichtung. Die vielen Leerstände müssen mit Hilfe der Stadt überwunden werden, es muss verstärkt das Gespräch mit den Hausbesitzern gesucht werden. Nur eine ausgewogene Mischung von Dienstleistungs- und Produktionsbetrieben ,sowie Handel und Handwerk, stärkt unsere Wirtschafts-und Finanzkraft. Dies bedarf daher der besonderen Pflege, denn unschätzbar ist dabei auch das Ausbildungs-Angebot,das der Stadt Bad Homburg von dieser Seite aus zuwächst. Bei Neugründungen und Erweiterungen sollte daher flexibleres Verwaltungshandeln eine größere Rolle spielen und auf Landesebene sollte darauf hingewirkt werden,dass bei öffentlichen Ausschreibungen durch eine entsprechende Gesetzesänderung vermehrt der heimische Mittelstand zum Zuge kommt.

 

Frage 3: „Bei welcher Herzensangelegenheit wünschen Sie sich die Unterstützung der mittelständischen Wirtschaft vor Ort?“

Dazu fällt mir als „Herzensangelegenheit“ im Augenblick die offene Frage zu unserem Kurhaus ein: „Sanierung oder Abriss und Neubau „? Diese Entscheidung ist nicht nur für mich als Bürgerin bedeutsam , wird man diese Maßnahme doch mit einer „Operation am offenen Herzen“ gleichsetzen können.. Wie also sieht das unser heimischer Handel -wohin tendiert er? Hier wünsche ich mir eine deutliche Unterstützung und klare Äußerungen bei der Lösung dieser Frage.