Heinz Radu, FWG

Heinz Radu ist Spitzenkandidat der FWG Grävenwiesbach. Seine Antworten (s.u.) hat er uns am 20.12.2020 zur Verfügung gestellt. Wir danken für seinen Input und seinen Dialog mit dem Mittelstand. Weitere Infos auf der Website FWG Grävenwiesbach.

 

Frage 1: „Was muss aus Ihrer Sicht getan werden, um die wirtschaftliche Entwicklung in Ihrer Stadt/ Gemeinde dauerhaft zu sichern?“

 

Für Grävenwiesbach ist es für die Zukunft erforderlich, dass das im Flächennutzungsplan ausgewiesene Gewerbegebiet erschlossen wird. Zur weiteren dauerhaften Sicherung der wirtschaftlichen Entwicklung ist der Ausbau und die Sanierung der Infrastruktur von besonderer Bedeutung.

 

Dazu zählt der flächendeckende Ausbau des Glasfasernetzes im gesamten Gemeindegebiet und die Fortführung der Sanierung der Bundes-, Landes- und Kreisstraßen. Insbesondere die Sanierung der Ortsdurchfahrt B 456 Grävenwiesbach. Auch muss die Sicherstellung der Wasserversorgung fortgesetzt werden.

 

Weiterhin muss die begonnene Planung der Umgehungsstraße B 456 Grävenwiesbach voran getrieben werden, damit in absehbarer Zeit mit dem Bau begonen werden kann.

 

Ein besonders Anliegen ist, dass der Ausbau der Taunusbahn bis Usingen erfolgt und anschließend bis nach Grävenwiesbach/Waldsolms fortgesetzt wird. Hierzu gehört aus unserer Sicht auch schon im 1. Bauabschnitt, dass die beiden unbeschrankten Bahnübergänge im Ortsteil Hundstadt aus Sicherheitsgründen mit Signalanlagen versehen werden.

 

Für die wirtschaftliche Entwicklung der Gemeinden ist es aber auch erforderlich, dass die Kommunen mit ausreichenden Mittel vom Land Hessen ausgestatten werden.

Weiterhin kann es nicht sein, dass immer mehr Aufgaben auf die Kommunen übertragen werden, ohne ihnen die dafür erforderlichen Mittel bereitszustellen.

Hierzu sollten sich alle Verantwortlichen - in Bund und Land - mal die Aufwendungen in den Kommunalen Haushalten ansehen, die für die Förderung von Kindern - Teilergebnishaushalt Produkt 36500 - dazugezahlt werden müssen.

 

Die Übertragung von Aufgaben ohne Übernahme der Kosten und der damit verbundene Druck der Kommunalaufsicht, dass die Kommunen ausgeglichene Haushalte vorzulegen haben, führt unweigerlich dazu, dass die Grundsteuern oder die Gewerbesteuer erhöht werden muss.

Wer kennt als langjähriger Kommunalpolitiker nicht die entsprechenden Aussagen der Kommunalaufsicht!

 

Es ist leicht im Bund und im Land Schuldenberemsen zu beschliessen, wenn man weiss, die Letzten - die Bürger/innen und die Gewerbetreibenden in den Kommunen - beissen die Hunde.

 

 

Frage 2: „Was ist ein wesentliches Anliegen des Mittelstands, dem Sie sich als Spitzenkandidat widmen wollen?“

 

Mir persönlich ist es wichtig, dass wir, die FWG und ich, für die Unternehmer/innen ein zuverlässiger Ansprechpartner sind.

Kurze Wege zur Klärung von jeglichen Angelegenheiten und von anstehenden Fragen oder Probleme der Unternehmen ist der richtige Weg, um eine gute Zusammenarbeit in der Gemeinde zum Wohle der Bürger/innen und der Unternehmen zu gewähren.

Als Mitglied im Verein Grävenwiesbacher Gewerbetreibender unterstützen wir insbesondere die Aktivitäten des Vereins.

 

 

Frage 3: „Bei welcher Herzensangelegenheit wünschen Sie sich die Unterstützung der mittelständischen Wirtschaft vor Ort?“

 

Da der Brandschutz und das Vereinsleben eine besondere Herzensangelegenheit sind, wünsche ich mir, dass die Unternehmen ihre Mitarbeiter/innen für Einsätze der freiwilligen Feuerwehr freistellen und die Arbeit der freiwilligen Feuerwehren, sowie die Jugendarbeit in allen Vereinen im Rahmen ihrer Möglichkeiten unterstützen.