Dr. Ilja-Kristin Seewald, SPD

Dr. Ilja-Kristin Seewald ist Spitzenkandidatin der SPD Königstein. Ihre Antworten (s.u.) hat sie uns am 29.12.2020 zur Verfügung gestellt. Wir danken für Ihren Input und ihren Dialog mit dem Mittelstand. Weitere Infos auf der Website SPD Königstein.

 

Frage 1: „Was muss aus Ihrer Sicht getan werden, um die wirtschaftliche Entwicklung in Königstein dauerhaft zu sichern?“

Um kleine und mittelständische Unternehmen in Königstein halten und auch unterstützen zu können, brauchen wir bezahlbare Ladenflächen für die Einzelhändler bzw. bezahlbaren Wohnraum. Hier sehe ich uns alle gefordert, die Politik, die Verwaltung, aber auch die Vermieter der Läden, wenn Königstein attraktiv bleiben soll. Wichtig ist, dass die Menschen, die hier arbeiten auch hier wohnen können. Wir brauchen zudem auch mehr bezahlbare Kitas und Betreuungsplätze für unter 3 jährige Kinder.

 

Frage 2: „Was ist ein wesentliches Anliegen des Mittelstands, dem Sie sich als Spitzenkandidat widmen wollen?“

Corona fordert von uns allen ein Umdenken und ein Dazulernen im Umgang mit der Digitalisierung. Soziale Medien, aber vor allem auch online Marktplätze eröffnen neue Wege, um Kunden zu halten, neue zu gewinnen und im Geschäft bleiben zu können, wenn wieder ein Shutdown droht. Wie in der Politik, reicht es auch im Einzelhandel nicht mehr aus, sich nur auf die Stammkundschaft (bwz. Stammwähler) zu konzentrieren. Einige Städte und Regionen haben bereits gute Erfahrungen mit online Plattformen in Form von online Marktplätzen gemacht. Königstein sollte diese Erfahrungen nutzen. Fördermittel zur Finanzierung sollten geprüft werden.

 

Frage 3: „Bei welcher Herzensangelegenheit wünschen Sie sich die Unterstützung der mittelständischen Wirtschaft vor Ort?“

Mein Herzensanliegen ist es, Flächen für bezahlbaren Wohnraum zu schaffen. Das Projekt „Mehrfamilienhaus am Kaltenborn“ ist ein Anfang, die Realisierung des Projekts der Heukeroth-Stiftung ein weiterer wichtiger Schritt, um Wohnraum für Menschen aller Alters- und Berufsgruppen zu schaffen. Es gibt im Taunus auch bereits interessante Projekte, bei denen mittelständischen Betriebe selbst 'Geld in die Hand nehmen', um Wohnungen für ihre Mitarbeiter zu bauen. Die Kommunen sollten bei der Flächenausweisung und beim Planungsverfahren pragmatisch und partnerschaftlich mit den Betrieben zusammenarbeiten.