Kevin Kulp, SPD

Kevin Kulp ist Spitzenkandidat der SPD Neu-Anspach. Seine Antworten (s.u.) hat er uns am 31.12.2020 zur Verfügung gestellt. Wir danken für seinen Input und seinen Dialog mit dem Mittelstand. Weitere Infos auf der Website SPD Neu-Anspach.

 

Frage 1: „Was muss aus Ihrer Sicht getan werden, um die wirtschaftliche Entwicklung in Neu-Anspach dauerhaft zu sichern?“

In Neu-Anspach sind viele leistungsstarke Handwerks- und Familienbetriebe ansässig sowie Einrichtungen des Einzelhandels. Unser Ziel ist es, diese wirtschaftliche Basis zu sichern und nachhaltig in einem gesunden Maß zu unterstützen. Jedes Gewerbe in Neu-Anspach leistet zudem seinen eigenen Beitrag für die Sicherstellung von Arbeitsplätzen und Ausbildungsplätzen und bietet Zukunftssicherheit für seine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Um die wirtschaftliche Entwicklung in Neu-Anspach zu sichern, bedarf es der Errichtung eines neuen Gewerbegebietes, um zum einen neue Unternehmen nach Neu-Anspach zu holen und zum anderen bereits ansässigen Unternehmen die Möglichkeit zu geben, zu expandieren. In Betracht kommt hierfür das Gebiet Am Wenzenholz (157.900 qm). Dieses soll dadurch geprägt sein, dass sich dort Unternehmen ansiedeln, welche Ausbildungs- und Arbeitsplätze anbieten. Das bloße Aufstellen von Lagerhallen ist nicht nachhaltig und darf keinen Platz bei der Ausgestaltung der lokalen Gewerbeflächen haben.Die Entwicklung hin zu einem nachhaltigen Gewerbegebiet braucht ein Netzwerk engagierter Unternehmerinnen und Unternehmer, denen ihr Standort und ihre Nachbarschaft wichtig sind. Ein solches Netzwerk hat Vorteile für die Entwicklung des gesamten Gebietes sowie auch für einzelne Unternehmen. Die SPD Neu-Anspach wird sich daher in Zusammenarbeit mit dem Gewerbeverein und Wirtschaftsförderer für den Ausbau eines solchen Netzwerkes einsetzen.

 

Frage 2: „Was ist ein wesentliches Anliegen des Mittelstands, dem Sie sich als Spitzenkandidat widmen wollen?“

Der SPD-Ortsverein hat im vergangenen Jahr aufgrund der Corona-Pandemie mehrere lokale Unternehmen besucht, um zu erfahren, welche Sorgen und Nöte die mittelständischen Unternehmen haben. Schon früh wurde der Aspekt des Bürokratieabbaus an uns herangetragen. Zwar können wir hierzu auf kommunaler Ebene wenig beitragen, doch kann die Kommune lokale Unternehmen dabei unterstützen mit dieser alltäglichen Herausforderung umzugehen. Deshalb hat sich die SPD auch nachhaltig für die Etablierung eines Wirtschaftsförderers in Neu-Anspach eingesetzt. Dieser hat sich gerade im Zuge der Corona-Pandemie als klarer Standortvorteil in Neu-Anspach erwiesen und bspw. Hilfestellung beim Ausfüllen der Unterlagen zur Erlangung der Corona-Hilfen geleistet. Diese Stelle muss auch in Zukunft erhalten bleiben. Schließlich kann über diesen auch nach Möglichkeiten gesucht werden, bspw. das Gewerbe im Altort zu erhalten.Gleichzeitig ist es uns auch wichtig, die Digitalisierung voranzutreiben und hier den Unternehmen bestmögliche Hilfestellung zu bieten. Eine zukunftsfeste Wirtschaft sichert schließlich auch die Zukunft Neu-Anspachs. Daher wurde vor dem Hintergrund der Pandemie aus den Reihen unseres Vorstandes eine App programmiert, über welche die im Gewerbeverein zusammengeschlossenen Unternehmen ihre Angebote während der Pandemie präsentieren können. In der Zukunft werden wir uns, um die digitale Anschlussfähigkeit der Neu-Anspacher zu gewährleisten, für schnelleres Internet und den Ausbau desselben auf Basis von 5G sowie die Sicherung der Stromversorgung einsetzen.

 

Frage 3: „Bei welcher Herzensangelegenheit wünschen Sie sich die Unterstützung der mittelständischen Wirtschaft vor Ort?“


Um als Wohnort gerade auch für junge Menschen attraktiv zu bleiben, braucht die Stadt Unternehmen, die mit sich mit viel Engagement für die Belange der Menschen vor Ort einsetzen. Ein solidarisches Gemeinwesen kann nur durch das Zusammenspiel aller Player gedeihen. Gleichzeitig benötigen wir aber auch ein Gewerbe, das Ausbildungsplätze bereithält, damit gerade junge Menschen auch in Neu-Anspach bleiben können. Daher haben wir die Erstellung eines Verzeichnisses beantragt, das uns Auskunft über die vorhandenen Ausbildungsplätze in den Unternehmen geben soll. Daraus kann sich langfristig nicht nur ein lokales Ausbildungsportal entwickeln, sondern auch der lokalen Politik die Chance gegeben werden, rechtzeitig auf unternehmerische Schieflagen und ggf. Schließungen zu reagieren, wenn in einem Betrieb bspw. keine Ausbildungsplätze mehr angeboten werden können. Daher wäre es hier wünschenswert, wenn sich möglichst viele Unternehmen daran beteiligen.