Sabine Schwarz-Odewald, Bündnis 90 Die Grünen

Sabine Schwarz-Odewald, Bündnis 90 Die Grünen, Spitzenkandidatin der Grünen in Steinbach.

 

Ihre Antworten (s.u.) hat sie uns am 30.12.2020 zur Verfügung gestellt. Wir danken für ihren Input und ihren Dialog mit dem Mittelstand. Weitere Infos auf der Website Grüne Steinbach.

 

Frage 1: „Was muss aus Ihrer Sicht getan werden, um die wirtschaftliche Entwicklung in Steinbach dauerhaft zu sichern?“

Einiges wurde bereits unternommen. Das neue Industriegebiet ermöglicht es neue Firmen anzusiedeln, eine Erweiterung ist bereits angedacht. Das Areal ist gut durch den ÖPNV angebunden. Ein sich in der Planung befindendes Radnetzwerk auf Kreisebene sichert darüber hinaus die Anbindung über Fahrräder. Steinbach bietet für Unternehmen eine gute Infrastruktur. Eine dauerhafte Entwicklung ist am ehesten gesichert, wenn wir Firmen ansiedeln, die nachhaltig wirtschaften und nachhaltige Produkte anbieten. Im Ort entstehen sowohl über Nachverdichtung als auch über Neubauten Wohnungen für potentielle Mitarbeiter. Der bereits beantragte Klimamanager*in  kann den örtlichen Firmen Unterstützung anbieten, bei der Planung von Energiesparmaßnahmen wie etwa Solardächer, Elektrotankstellen und Wasserrückgewinnung. Was insbesondere  bei der Vielfalt an öffentlichen Fördermaßnahmen und Regularien eine wirkliche Unterstützung sein kann. Die getätigten Investitionen kommen sowohl den Betrieben als auch den Bürger*innen und der Umwelt zu Gute.

 

Frage 2: „Was ist ein wesentliches Anliegen des Mittelstands, dem Sie sich als Spitzenkandidat widmen wollen?“

Ich denke das Thema Digitalisierung muss so umgesetzt werden, dass Verwaltungsprozesse vereinfacht werden, sozusagen remote erledigt werden können, damit transparenter und vor allem schneller werden. Wenn der Markt sich immer schneller wandelt, Kreativität und Innovation von den Unternehmen gefordert werden, dann muss es weniger Bürokratie geben. Der Mittelstand muss darüber hinaus die Möglichkeit haben sich gegenüber den „ Großen “ zu behaupten, schnelles Internet und flächendeckender Ausbau des Glasfasernetzes sind dafür die Basis.Und natürlich muss während der Corona-Pandemie genau geschaut werden, wo weitere Unterstützung nötig ist und diese dann schnell  gewährt werden.In Steinbach gibt es einen sehr aktiven Gewerbeverein, in dem viele mittelständische Betriebe organisiert sind. Ich könnte  mir vorstellen, dass ein regelmäßiger Austausch des Gewerbevereins mit Vertretern aller Parteien dazu beitragen würde, die konkreten Probleme vor Ort zu benennen, zu verstehen und gemeinsam zu lösen.

 

Frage 3: „Bei welcher Herzensangelegenheit wünschen Sie sich die Unterstützung der mittelständischen Wirtschaft vor Ort?“

Ich setzte große Erwartung in die Innovationsbereitschaft und den Unternehmergeist des Mittelstands! Viele Weltmarktführer sind Produkte des Mittelstandes, auch in Steinbach haben wir Firmen mit modernstem Know-how angesiedelt. Das werden wir für die ökologischen und sozialen Herausforderungen der Zukunft brauchen, genauso wie Leute, die sich trauen, die machen und die Lösungen suchen.Und wenn wir bei der Zukunft sind, spielt der Mittelstand eine zentrale Rolle in der Ausbildung von jungen Menschen und damit deren Einstieg in die Gesellschaft. Ja und das ist wirklich eine Herzensangelegenheit von mir und damit verbinde ich auch eine Bitte. Ich weiß , das es nicht immer einfach ist, geeigneten Nachwuchs zu finden, manchmal ist es mühsam ihn auszubilden, ganz oft bringt es aber Spaß und macht Stolz und sichert den Fortbestand von Handwerk und Betrieb, das sollte man nie vergessen. Und deshalb wäre meine Bitte an Sie: Bilden Sie junge Menschen aus, verlassen Sie sich bei den Bewerbern zu allererst auf Ihr eigenes Gefühl. Damit tun Sie sehr viel für unsere  Gesellschaft.