Hanns-Joachim Schweizer, Bündnis 90/Die Grünen

Hanns-Joachim Schweizer, Spitzenkandidat der Grünen Wehrheim

Seine Antworten (s.u.) hat er uns am 29.12.2020 zur Verfügung gestellt. Wir danken für seinen Input und seinen Dialog mit dem Mittelstand. Weitere Infos auf der Website Grüne Wehrheim.

 

Sehr geehrter Herr Neeb, vielen Dank für Ihre Anfrage. B90/Die Grünen Wehrheim sind in einer Gemeinde mit 9.400 Einwohnern (Stand:31.12.2017) verwurzelt. Wehrheim liegt am Nordhang des Taunus. Die Gemeinde besteht aus 4 Ortsteilen. In Wehrheim waren im Jahr 2017 1.882 sozialversicherungspflichtige Arbeitnehmer beschäftigt (Stand 30.6.2017). Davon waren 72,2% Vollzeitbeschäftigte und 27,8% Teilzeitbeschäftigte. 30,3% der sozialversicherungspflichtigen Beschäftigten entfielen auf das produzierende Gewerbe, 33,2 % auf Handel, Gastgewerbe und Verkehr, 18,7% auf Unternehmensdienstleistungen und 16,7% auf öffentliche und private Dienstleistungen, der Rest von 1,1% ist Sonstiges.Generell ist die Betriebsstruktur sehr kleinteilig; rund 80 % der Firmen haben weniger als fünf Beschäftigte.

 

Nun zu Ihren Fragen:

 

Frage 1: „Was muss aus Ihrer Sicht getan werden, um die wirtschaftliche Entwicklung in Ihrer Stadt/ Gemeinde dauerhaft zu sichern?“

Nur durch die Ansiedlung von innovativen Firmen schaffen wir zukunftsfähige Arbeitsplätze.Die beiden Gewerbegebiete von ca. 10,2 ha müssen dazu entsprechend genutzt werden. Der Gewerbesteuerhebesatz muss für die Ansiedlung von Gewerbe attraktiv sein und bleiben. Zudem muss die digitale Infrastruktur und auch die Verkehrsinfrastruktur ausgebaut werden.

 

Frage 2: „Was ist ein wesentliches Anliegen des Mittelstands, dem Sie sich als Spitzenkandidat widmen wollen?“

Wie eingangs erwähnt, haben sich in Wehrheim zum überwiegenden Teil Kleinunternehmen angesiedelt, die laufend Fachkräfte benötigen. Hier müssen die Firmen mit der IHK, Arbeitsagentur, Personalberatern und Schulen zusammenarbeiten. Wir werden hier durch Beratung und Kontakte zu Aus- und Weiterbildungsstätten und der Digitalisierung helfen. Produktionsstätten von ansässigen Firmen werden in absehbarer Zeit für die schnelle Übertragung von Daten an Maschinen 5G benötigen. Hier setzen wir uns für die Bereitstellung der entsprechenden Technologie ein. Um auch eine ortsnahe Ansiedlung von Fachkräften im mittleren und unteren Einkommensbereich zu ermöglichen, ist ein Schwerpunkt des Wohnungsbaus in der Gemeinde im Bereich der Geschosswohnungen zu setzen.

 

Frage 3: „Bei welcher Herzensangelegenheit wünschen Sie sich die Unterstützung der mittelständischen Wirtschaft vor Ort?“

Um die Klimawende zu realisieren, wünschen wir uns, dass die KuM-Unternehmen nachhaltig produzieren; d.h.  u.a. regenerative Energien über den gesamten Produkt-Lebenszyklus hinweg nutzen. Um Produktionsunterbrechungen durch Stromausfälle zu vermeiden, muss die Gemeinde energieautark werden. Somit sollte die Erzeugung von Energie - sowohl in Form von Windkraft als auch von Solarenergie - durch die Bereitstellung von Infrastruktur unterstützt werden.Wir würden außerdem gerne Unterstützung für die Durchführung einer Nachhaltigkeitsmesse vom Gewerbe bekommen.