Philipp Herbold, FDP

Philipp Herbold ist der Spitzenkandidat der FDP für die Kreistagswahl am 14.3.2021 im Hochtaunuskreis. Seine Antwort hat er uns am 8.1.2021 im Folgenden zur Verfügung gestellt. Wir danken für seinen Input und seinen Dialog mit dem Mittelstand.

 

 

Frage 1: „Was muss aus Ihrer Sicht getan werden, um die wirtschaftliche Entwicklung im Hochtaunuskreis dauerhaft zu sichern?“

Die Politik muss im Rahmen ihrer Zuständigkeit auf den jeweiligen Ebenen die Voraussetzungen dafür schaffen, damit die Wirtschaft frei und innovativ arbeiten kann. „Wirtschaft“ ist keine anonyme Masse, es sind die Menschen vor Ort, sei es als Arbeitgeber, Arbeitnehmer oder Selbständige. Gerade der Mittelstand ist das Rückgrat unserer Wirtschaft, insbesondere hier vor Ort im Hochtaunuskreis. Sie und nicht die Politik oder Verwaltung schaffen unseren Wohlstand. Deshalb muss die Wirtschaft unterstützt und gefördert werden. Einige Beispiele möchte in der nächsten Antwort nennen.

 

Frage 2: „Was ist ein wesentliches Anliegen des Mittelstands, dem Sie sich als Spitzenkandidat widmen wollen?“

Freie Demokraten haben traditionell immer ein offenes Ohr für die Belange des Mittelstandes. Auf der Ebene des Landkreises kann insbesondere bei der Schaffung guter Infrastruktur viel für Unternehmen und Betriebe erreicht werden.Das betrifft zum einen die Straßen, Schienennetze und Radwege im Kreis. Sie sind für die Erreichbarkeit und Andienbarkeit der Betreibe entscheidend. Für die Mitarbeitergewinnung und –motivation ist es wichtig, dass die Wege zur Arbeit sicher, komfortabel und zügig (ohne Staus) zu nutzen sind. Deshalb möchte ich mich für einen Ausbau von Umgehungsstraßen und Kreuzungen, die Schaffung eines neuen Autobahnanschlusses an die BAB 5 in Bad Homburg und den 10-spurigen Ausbau der BAB 5 einsetzen. Das Radschnellwegenetz möchte ich ausbauen und bei der Sanierung von Kreisstraßen stets einen Radweg mitplanen. Im ÖPNV sind die Regionaltangente West zügiger als bislang voran zu treiben, die Taunusbahn zu elektrifizieren und die weiteren Bus- und Bahnlinien durch Nutzung neuer, auch digitaler Technologien zu optimieren und besser zu vertakten.Der FDP als Digitalpartei ist die digitale Infrastruktur sehr wichtig. Der Glasfaserausbau muss überall im Kreis vollendet werden, um Unternehmen an Betriebssitzen und im Homeoffice optimale Netzanbindung zu ermöglichen. Mobilfunknetzlöcher müssen zügig geschlossen werden.Durch konsequente Digitalisierung im Landratsamt möchte ich erreichen, dass unnötige Bürokratie und Besuche „auf dem Amt“ weitest möglich vermieden werden können, „per App aufs Amt“ muss möglich werden. Hierzu zählt auch die von der FDP seit langem geforderte elektronische Bauakte, mit deren Einführung Verwaltungsvorgänge massiv beschleunigt würden, so dass auch der Mittelstand seiner eigentlichen Tätigkeit mehr Zeit widmen kann.Schließlich ist mir die bestmögliche Bildung und Ausbildung ein Herzensanliegen. Hier möchte ich unsere Kreiseinrichtungen noch besser aufstellen und mit der Wirtschaft verzahnen.

 

Frage 3: „Bei welcher Herzensangelegenheit wünschen Sie sich die Unterstützung der mittelständischen Wirtschaft vor Ort?“

Die unter dem Punkt 2 beschriebenen Anliegen haben Freie Demokraten auch bereits in der Vergangenheit im Kreistag hartnäckig vorangetrieben. Ich würde mir eine öffentliche Unterstützung dieser Initiativen durch die mittelständische Wirtschaft wünschen, um die notwendigen parlamentarischen Mehrheiten für unsere Vorhaben erzielen zu können. Den offenen Dialog schätze ich zu jeder Zeit.