ZukunftsImpuls "Starke Frauen, starker Mittelstand"

"Wenn man nicht in die Masse passt, könnte es daran liegen, dass man dazu berufen ist sie anzuführen" - nicht, in ihr unterzugehen.

Mit diesem Zitat von Marilyn Monroe eröffnete Gertrud W. Hilser, Leiterin der Wirtschaftsregion Nordbaden-Rhein-Neckar, am 9. September den ZukunftsImpuls "Starke Frauen, starker Mittelstand". Interessierte Unternehmerinnen und Unternehmer aus allen Regionen Deutschlands nahmen daran teil. Impulsgeberin Brigitte Zypries, ehemalige Wirtschafts- und Justizministerin, ist dem BVMW schon seit Jahren verbunden. Zusammen mit Diana Scholl, Leiterin für politische Netzwerke und Strategie, und Lencke Wischhusen, Fraktionsvorsitzende der FDP Bremen, will sie Unternehmerinnen und Frauen in Führungspositionen stärker in den Fokus rücken. Die Debatte um den geringen Anteil von Frauen in Führungs-positionen ist noch lange nicht zu Ende. Nur knapp 16 % aller Führungspositionen mittelständischer Unternehmen werden von einer Frau bekleidet.

Zypries macht sich seit vielen Jahren für Frauen in Spitzenpositionen, insbesondere für Frauen im Mittelstand, stark und zahlreiche Studien des McKenzie Instituts beweisen: Divers aufgestellte Teams sind erfolgreicher. Frau Zypries nennt hier drei Vorzüge weiblicher Führungskräfte: Agilität, Organisationstalent und soziale Kompetenz. Dies sind Eigenschaften, die essenziell für ein Unternehmen sind, um langfristig wettbewerbsfähig zu bleiben. Was Frauen schon seit Urzeiten innerhalb ihrer Familien „managen“, kommt ihnen auch im Arbeitsalltag zugute. Wer Kinder, Partner, Freunde, Familie und die eigenen Bedürfnisse unter einen Hut bekommt, weiß was es heißt, Verantwortung zu übernehmen.

Im Folgenden geht es darum mit den geeigneten Qualifikationen eine entsprechende Stelle zu besetzen. Frau Zypries zitierte an dieser Stelle Bertolt Brecht: „Ein Teil allen Talents ist Courage“. Man müsse sich trauen zu springen, wenn man an die Spitze will. Denn „rechtlich gesehen hat sich seit Marilyn Monroe zum Glück vieles verbessert“, so Zypries. Es geht darum unter den selben Bedingungen, die selbe Entlohnung und Stelle zu erhalten. Das Wichtigste ist, dass man in diesem Kampf nicht alleine ist. Essenziell ist es, die eigenen Netzwerke zu nutzen. Ein starkes, unterstützendes Umfeld ist die Grundlage dafür, um aus alten Rollenbildern auszubrechen. Man braucht die Unterstützung der Familie, genauso wie die der männlichen und weiblichen Kollegen. Es geht nicht nur darum zu konkurrieren, sondern auch den Kolleginnen hinauf zu helfen.

Fazit: Die Anzahl von Frauen an der Spitze von Unternehmen hat sich zwar erhöht, aber das Ungleichgewicht zu Männern ist immer noch sehr groß. Eine stärkere Thematisierung, noch engere Vernetzung und Unterstützung junger Frauen auf ihrem Weg an die Spitze sind angesagt.

Senden Sie uns gerne Ihre Vorschläge an Gertrud Hilser, wie ihrer Meinung nach Frauen in der Wirtschaft sichtbarer werden. Die Veranstaltung mit Brigitte Zypries wurde aufgezeichnet. Zum Video gelangen Sie hier.

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