Strukturgebender Modus vs. Dominanz

„Unternehmertum bedeutet, Probleme anderer zu beseitigen.“ Sehr wahrscheinlich sind Sie genau dafür Unternehmerin oder Unternehmer geworden. Sie werden vermutlich zustimmen, dass dies eine erfüllende Aufgabe sein kann. Wären da nicht …

Ja, wären da nicht die anderen. Die, die über weniger oder gar kein unternehmerisches Denken verfügen und sich eher ungünstig strukturieren. Auf die Sie und Ihr Unternehmen aber angewiesen sind. Ihre Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Ja, ich stimme Ihnen zu. Es kann so sehr schwer sein, anderen Struktur beizubringen.

Und bei der Bewältigung dieser Aufgabe, schaffen manche Führungskräfte eher Probleme, als welche zu beseitigen. Denn dann entstehen Probleme in und durch Menschlichkeit.

Ein Beispiel sind die bei der Einführung von Struktur verwendeten Mittel. Dominanz könnte hier ein Stichwort sein. Laut Studien werden der Dominanz, ob Persönlichkeitseigenschaft oder situatives Verhalten, eher negative Aspekte zugeschrieben. Dominante Personen werden demnach als unempathisch, egoistisch, schikanierend und einschüchternd angesehen.

Inspirieren diese Zuschreibungen? Wohl kaum. Das Gegenteil kann der Fall sein. Je nach eigener Persönlichkeitsstruktur ziehen sich Mitarbeitende sogar zurück oder halten dagegen. Laut oder im Stillen. Teilweise sogar, ohne dass Sie es rechtzeitig bemerken. Daher ist Dominanz kein probates Mittel, um die eigenen Belange durchzusetzen.

Wie kann es stattdessen gelingen, die Belegschaft zu inspirieren? Was ist nötig, dass das, was Sie als wichtig erachten, von anderen pflichtbewusst und selbstverantwortlich umgesetzt wird?

Kommunikation auf Augenhöhe ist ein Schlüssel dafür. Führen Sie Gespräche und fragen Sie nach, was Ihre Mitarbeiter brauchen, um die Struktur umsetzen zu können und auch zu wollen. Klären Sie Verständnisfragen und stellen Sie gemeinsam sicher, dass alles organisatorisch und technisch umsetzbar ist.

Seinen Sie auch ehrlich zu sich und befragen sich selbst:

 

  • Ist mein Verhalten durchgängig zuträglich für Mitarbeiter (oder auch Kunden)?
  • Welche meiner Verhaltensweisen könnten auf andere dominant wirken?

 

Beobachten Sie sich:

 

  • Was machen Sie mit Ihren Händen? Könnten Ihre Gesten als dominant wahrgenommen werden?
  • Kommen die Worte müssen und sollen oft in Ihren Aussagen vor? Das könnte ebenso eine dominante Wirkung haben.

 

„Unternehmertum bedeutet auch, interne Probleme zu beseitigen.“ Durch bewusstes Verhalten tragen Sie Sorge, dass Sie die Potentiale Ihrer Mitarbeiter erhalten und nicht riskieren sie zu verlieren.

 


Manuela Schmid
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