Jahresimpuls Mittelstand 2021

Kraftvoll in die Zukunft!

Beim digitalen Jahresimpuls 2021 am 01. März 2021 waren Spitzenpolitikerinnen und -politiker sowie Unternehmerinnen und Unternehmer aus allen Branchen und Regionen zugeschaltet. Mit mehr als 63.000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern hat das neue Format Maßstäbe gesetzt.Unter dem Motto: Kraftvoll in die Zukunft! wurden Antworten auf die entscheidende Frage gegeben: Wie können wirtschaftliches Wachstum und sozialer Wohlstand auch angesichts der Coronakrise gesichert werden?

Klare Perspektiven gefordert

BVMW-Bundesgeschäftsführer Markus Jerger forderte von der Bundesregierung einen verbindlichen Fahrplan mit klaren „Wenn… dann“- und „Sowohl…als auch“- Regeln. Der Mittelstand erwarte vom Treffen der Bundeskanzlerin mit den Länderchefs  endlich Entscheidungen: „Es geht um die Zukunft unserer Wirtschaft, um die Existenzen von Unternehmerinnen und Unternehmern mit hunderttausenden von Beschäftigten. Frau Merkel muss jetzt einen konkreten, mit Zieldaten versehenen LockOff-Fahrplan vorlegen.“

„Wir brauchen eine klare Perspektive“, so Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier. Er stellte sein Konzept für eine Öffnungsstrategie vor. Man dürfe nicht mehr nur auf die Inzidenzen schauen, sondern müsse die Umstände vor Ort betrachten. Flankierende Maßnahmen wie Schnell- und Selbsttests seien ebenfalls wichtig. Dann könnten noch im März weitere Öffnungen möglich sein.

Auch der Bundesvorsitzende der Freien Demokraten Christian Lindner plädierte für eine konkrete Öffnungsstrategie. Die wirtschaftlichen und sozialen Folgen des Lockdowns dürften nicht in Vergessenheit geraten. Außerdem müssten die finanziellen Hilfen jetzt schnell und unbürokratisch fließen.

Gesundheitsminister Jens Spahn zeigte sich dagegen noch zurückhaltend bei den Öffnungen. Zwar gebe es Fortschritte beim Impfen. Aber: „Wir würden es uns allen nicht verzeihen, wenn wir jetzt zu schnell lockerten und auf einmal in vier oder sechs Wochen wieder vor ganz anderen Fragen stünden.“ Bundesarbeitsminister Hubertus Heil betonte, dass man die drei „i“ im Blick behalten müsse: Infektionsgeschehen, internationale Lage und Impffortschritt.

Die Präsidentin der Europäischen Zentralbank Christine Lagarde hob die Einzigartigkeit des deutschen Mittelstands hervor: „Teil des Mittelstands zu sein, hat in Deutschland eine besondere Qualität. Dabei geht es um viel mehr als die Unternehmensgröße. Es geht um die Unternehmensphilosophie und um den Geist, in dem das Unternehmen geführt wird.“ Der Mittelstand habe geholfen, Deutschland durch schwere Krisen zu führen.