Perspektiven eröffnen -Fachkräfte entwickeln und im Unternehmen halten

55. BVMW-Businessclub informiert zu geförderter Weiterbildung über das Qualifizierungschancengesetz

Das "Studio" der Fa. Pelzer, aus der die Live-Übertragung des 55. BVMW-Businessclubs erfolgte

Zunehmend verfolgen Beschäftigte zielstrebig ihre berufliche Weiterentwicklung und erwarten hierzu Angebote von ihren Arbeitgebern. Zum anderen müssen Unternehmen in den kommenden Jahren auf grundlegende Entwicklungen am Arbeitsmarkt durch Transformation reagieren. Wie Mitarbeiterbindung durch Qualifikationsangebote gestaltet werden könnte und welche Partner und welche staatlichen Arbeitsmarktinstrumente hierfür wie eingesetzt werden können, war Thema des 55. BVMW-Businessclubs am 17. November 2021 im modernen Videokonferenz- und Schulungsraum der Göschwitzer Firma PELZER Maschinenbau und CNC-Zerspanungstechnik GmbH. So waren auch die via MS Teams zugeschalteten Gäste „mitten im Geschehen“.

Den Arbeitgeberservice der Arbeitsagentur nutzen
Seitens der Agentur für Arbeit Jena beschrieb Sven Güttler, wie dem demografischen Wandel, dem strukturellen Wandel und der Digitalisierung, einer zunehmenden Flexibilisierung und Individualisierung proaktiv begegnet werden kann und auch die zum Teil ungleichen Teilhabechancen am Arbeitsmarkt so ausgeglichen werden können. Seine Kollegin Doreen Mörl erläuterte Details zu persönlichen und maßnahmebezogenen Voraussetzungen für die Förderung von Weiterbildungsmaßnahmen. Von beiden kam die dringende Empfehlung, sich bei Bedarf frühzeitig an den persönlichen Betreuer im Arbeitgeberservice der Agentur oder erstmalig den Arbeitgeberservice für einen Betreuer zu kontakten (Telefon 0800-4 5555 20).
Präsentation der Agentur für Arbeit

Online-Weiterbildungskurse effizient und kostengünstig dank sehr guter Förderchancen
Beratung zu geeigneten Weiterbildungen, Fördermöglichkeiten, ob als Auswahl aus den über 3.000 zertifizierten Lernbausteinen oder Konstrukte zur kompletten Berufsausbildung, und deren Umsetzung bietet beispielsweise die WBS Training AG. WBS-Gastreferentin Sabine Dirnberger zeigte Philosophie und Herangehensweise ihres derzeit und deutschlandweit größten auf Online-Weiterbildung spezialisierten Unternehmens. Etwa 1.000 Mitarbeiter können von 200 Standorten aus Weiterbildungen für Firmen praktisch aller Branchen konzipieren und umsetzen. Dies könne in Zeiten der Kurzarbeit jedoch auch während der Beschäftigungszeit erfolgen. So nutze die WBS das Lernspace 3D, ein interaktives Unterrichtsszenario, in dem der Teilnehmer seinen persönlichen Avatar in das virtuelle Schulgebäude schickt. Als beeindruckendes Beispiel für diese effiziente ONLINE-Qualifizierung stellte die WBS-Beraterin das virtuelle Schweißen vor. Hier erlangen die Teilnehmer erste Grundfähigkeiten zum Erwerb des Schweißerpasses. Die sich anschließende praktische Ausbildung würde dann in den WBS-Automatisierungszentren erfolgen. Video 
Präsentation der WBS

Weiterbildung und damit Mitarbeiterbindung als Chefsache
In der sich anschließenden Diskussion zeigten sich Bedarf und Interesse. So wurde deutlich, dass Weiterbildung bereits als Thema von den Firmenchefs anerkannt und Projekte zu Chefsache gemacht wurden, um Mitarbeitern durch Weiterbildung Chancen zur Weiterbildung anzubieten und sie so im Unternehmen halten zu können. „Unser Ansatz, mit dem Format Businessclub als Initiator und als Netzwerkpartner umsetzbare Anregungen und Informationen zu Ansprechpartnern sowie dem Austausch von Praxiserfahrungen zu geben, erwies sich wieder einmal als hilfreich für unsere Mitglieder und Gäste“, zog Dietmar Winter, Geschäftsführer des Kreisverbundes Jena/Saale-Holzland-Kreis zufrieden sein Fazit.

Ein herzliches Dankeschön an Herrn Pelzer für die Bewirtung und die Nutzung der hochmodernen Videotechnik!

 

Text und Fotos: Karsten Seifert, FAKT KOMMUNIKATION