Ein Kochrezept für die digitale Transformation

12. BVMW-Kooperationsbörse Dornburg vernetzte analog und digital

Kein Kontakt wird übersehen - jede(r) stellt sich persönlich vor

Ein wertvolles Dutzend machten am 20. September 2018 die BVMW-Fachgruppe „Präzision aus Jena“ und die Friedrich-Schiller-Universität Jena mit der diesjährigen Kooperationsbörse im „Alten Schloss“ Dornburg, dem modernen FSU-Tagungszentrum, voll. Schnell waren auch für dieses Netzwerktreffen von insgesamt 66 Industrieproduzenten und Verarbeitern für die Industrie aus sechs Bundesländern sowie aus den Niederlanden und Liechtenstein die Tagungsplätze im Kaisersaal vergeben. Für 31 von ihnen standen im Rittersaal wiederum zwei Quadratmeter Tischmessefläche bereit, um mit Exponaten ihr Leistungsangebot im wahrsten Sinne für Interessenten auf klassisch analoge Weise begreifbar zu machen.
Dass ohne Zeitverlust und auf direktem Weg passende Partner zueinander finden, dafür sorgte einerseits Dietmar Winter, BVMW-Geschäftsführer des Kreisverbundes Jena/Saale-Holzland-Kreis mit der erweiterten Teilnehmerliste. Neben Firmennamen und Ansprechpartner fanden sich in den Tagungsunterlagen prägnante Informationen zu Angebot und Bedarf. Zudem nimmt hier alljährlich die allen BVMW-Netzwerkveranstaltungen vorangestellte persönliche Vorstellungsrunde der Teilnehmer einen noch breiteren Raum ein. Während der Kurzdarstellung in der Gliederung „ich bin“, „ich biete“ und „ich suche“ bleibt genügend Zeit sich das Gesicht des gewünschten Ansprechpartners einzuprägen.
Mit einem einfachen Kochrezept, bestehend aus nur drei bebilderten Anweisungen, regte Sascha Sauer, Gründer und Geschäftsführer der diva-e Platform GmbH, im Fachvortrag seine Zuhörer zum Nachdenken und sofortigen „einfach mal Anfangen mit der Digitalisierung“ an. Sein Fachthema 2018: „Digitalisierung im Mittelstand - Herausforderung erkennen und meistern ­ Best Practices aus dem Mittelstand“.
Hier eigneten sich beispielsweise Tools wie MS Office 365 oder auch MS Teams. Letztlich müssten, so seine Aussage, die digitalisierten Prozesse in Innovationen münden, müssten Produkte und Dienstleistungen verändern. „Elektronische Daten bilden den neuen Rohstoff für die Digitalindustrie. Für das Verständnis bei den Entscheidern von Notwendigkeit und zweifelsfreiem Nutzen der konsequenten Umsetzung der Digitalisierung muss insbesondere in den Klein- und mittelständischen Firmen noch weitere Überzeugungsarbeit geleistet werden“, schätzte Sascha Sauer realistisch ein. Der Zusammenschluss mehrerer Agenturen ähnlich seiner AGETO vor drei Jahren bündelte Beratungs- und Umsetzungskompetenzen für Digitalisierung. Vereinfacht seien dies Konzepte zur effizienten Erfassung, Verarbeitung von Daten und deren Einsatz zur Steuerung der Unternehmensprozesse und -bereiche. Heute arbeiten etwa 600 Mitarbeiter an zehn Standorten an Digitalisierungsprojekten meist für Großkunden.
Mit Konzept und Resonanz ist die Plattform einzigartig in Thüringen. Pendants finden sich beispielsweise in Sachsen. Diese Kooperationsbörse für die produzierende und verarbeitende Industrie sowie industrienahe Dienstleister ist seit ihrem Start 2005 eine gemeinsame Veranstaltung der BVMW-Fachgruppe „Präzision aus Jena“ und dem Servicezentrum Forschung und Transfer der Friedrich-Schiller-Universität Jena.

www.praezision-aus-jena.de 
www.sft.uni-jena.de 
www.uni-jena.de 

Text und Fotos: Karsten Seifert, FAKT KOMMUNIKATION