Stein für sicheren Schritt und Tritt in die Zukunft

3. BVMW-Forum „Innovatives Bauen in Ostthüringen“ zu Gast bei RINN in Stadtroda

Vollautomatische Produktion

Die gastgebende Firma RINN erfüllt kontinuierlich ihre klare Mission: Als Vorreiter setzte und setzt sie beispielgebende Standards für Nachhaltigkeit in der Baustoffindustrie. Doch es geht um mehr, als allein dieses Handeln für die drängende Energie- und Ressourcenwende. Trotz des leichten Schneechaos lockte die Erwartung neuer Eindrücke und Anregungen für das eigene nachhaltige Handeln am 20. November 2018 etwa 30 Unternehmerinnen und Unternehmer in den modernen und repräsentativen Pavillon des RINN-Ideengartens am Standort Stadtroda.
Mit der patentierten RINN-Rinne begann vor 118 Jahren die Unternehmensgeschichte des heute in vierter Generation geführten Familienunternehmens mit inzwischen drei Standorten in Heuchelheim, Fernwald-Steinbach und Stadtroda. Insgesamt 500 Mitarbeiter verarbeiten hier 330.000 Tonnen Rohstoffe und benötigen hierfür 18 Millionen Kilowattstunden Energie und 300.000 Kubikmeter Wasser.
RINN-Produkte begegnen uns an Haus und in Gärten sowie im öffentlichen Raum insbesondere als Pflastersteine und Treppenelemente aber auch als Sichtschutz auf Schritt und Tritt. Heute, als Gewinner des Deutschen Nachhaltigkeitspreises 2018 beweist RINN mit seinen Innovationen in Sachen Ressourceneffizienz und Klimaschutz seine unternehmerische Verantwortung für Gegenwart und insbesondere die Zukunft von Natur und Mensch und verbindet diese erfolgreich mit ausgezeichnetem Design, einem Höchstmaß an Qualität und garantierter Langlebigkeit.
Geschäftsführer Christian Rinn stellte vor dem Werksrundgang die nachhaltige Unternehmensstrategie vor. Seit 2012 werde diese systematisch entwickelt und macht die Umsetzung mit Kennzahlen messbar. Dies dokumentiert seit 2013 der alle zwei Jahre veröffentlichte RINN-Nachhaltigkeitsbericht. „In Stein gemeißelt“ wurde hierfür der RINN-Kodex, der das Wertefundament für eine nachhaltige Unternehmenskultur und für den Umgang mit Mitarbeitern, Kollegen, Lieferanten und Kunden beschreibt: Hierbei gelte es, um die Welt unserer Kinder zu sichern, jetzt und heute auf Basis des unternehmerischen Erfolg Verantwortung für Ökonomie, Ökologie und im Sozialen zu übernehmen und zu leben. Hierfür denke RINN nach seinen Darstellungen „in Generationen und nicht in Quartalen“.
Seit 2014 betreibt RINN eine CO2-neutrale Produktion. RINN bezieht ausschließlich Ökostrom und setzt auf eigene Photovoltaik-, Geothermie- und Wärmerückgewinnungsanlagen. Über das RINN-Hochwertrecycling würden aktuell 28.000 Tonnen Reststoffe (Altpflaster) zu 28.000 Tonnen Rohstoff für Neuprodukte.
Gerade erst investierte das Unternehmen etwa 10 Millionen Euro in den etwa 130.000 Quadratmeter umfassenden Standort Stadtroda. Einblicke gab es im ausgedehnten Werksrundgang durch die Einzelfertigung sowie die tief automatisierte Pflaster-Fertigungsanlage in der neu errichteten Fertigungshalle. Beeindruckend war auch die Wasserrückgewinnungsanlage.
Getreu dem Spruch, dass, wer gut arbeite auch gut essen solle, kocht die werkseigene Küche gesundes Essen und serviert es in der Werkskantine. Das Küchenteam rundete mit einem vielfältigen Buffet die abschließenden Gespräche und Diskussionen ab.

Ein herzliches Dankschön nochmals an Herrn Rinn, Herrn Dalibor und Herrn Poltermann sowie das gesamte Team, dass uns einen sehr interessanten, informativen und auch angenehmen und delikaten Nachmittag ermöglichten.

Text und Fotos: Karsten Seifert, FAKT KOMMUNIKATION