Standort mit Wachstumspotenzial

OLPE Jena als Gastgeber des 44. Treffens der BVMW-Fachgruppe „Präzision aus Jena“

3D-Drucker, wie er bei OLPE gefertigt wird, in Betrieb

30 Mitgliedertreffen der Fachgruppe „Präzision aus Jena“ des BVMW-Kreisverbundes Jena/Saale-Holzland-Kreis und fast zehn Jahre später luden die 110 Ingenieure und Mechaniker der OLPE Jena erneut knapp 40 Fachgruppenkollegen zum 44. Treffen, am Dienstag, 12. März 2019 gemeinsam mit Kreisgeschäftsführer Dietmar Winter ein. Der 2018 bezogene Firmenstandort im Göschwitzer Ernst-Ruska-Ring markiert im Jahr des 20. Gründungsjubiläums - genauer Ausgründungsjubiläums aus der Jenoptik Automatisierungstechnik - einen Erfolgsmeilenstein. Ist es doch der inzwischen sechste Firmenstandort und bietet auf nun 3.500 Quadratmetern, davon etwa 1.000 Quadratmetern Reinraum, genügend Raum für Entwicklung, Testung und Fertigung sowie weitere Expansion.
Die OLPE Jena (original lean production & engineering) ist spezialisiert auf die Montage von feinmechanischen und mechatronischen Präzisionsbaugruppen und Geräten. Zudem ist sie der gefragte Ansprechpartner, wenn es um das Gesamtpaket Serienprodukt, von der Idee über Konstruktion bis zur Endmontage, nach den Worten von Geschäftsführer Jens Buschendorf, um das „Wohlfühlpaket um die Fertigungsdienstleistung“ geht. Kunden stammen aus der Automatisierungstechnik, Medizin- und Reinraumtechnik sowie Sicherheits- und Identtechnik.
Diese Unternehmensphilosophie verdeutlichte Florian Döring, Projektverantwortlicher bei der OLPE GmbH, in seinem best practice-Vortrag und festen Programmpunkt jedes Fachgruppentreffens „Praktische Fertigungsoptimierung von Serienprodukten am Beispiel XXL-Format-3D-Druckers“. OLPE war erst nur für die Montage beauftragt und fertigte inzwischen knapp 200 Drucker. Nun erhielt sie den Auftrag zur Produktoptimierung. Die maßgebliche Kostensenkung um etwa ein Viertel gelang im Wesentlichen mit dem Redesign des Maschinenrahmens. Der aufwändig zu verschraubenden Profilrahmen soll nun ersetzt werden durch einen Blechbiegerahmen. Simulationen mit neuester Software belegen beispielsweise Steifigkeit und Funktionalität. Zudem sprächen verkürzte Montagezeiten sowie ein dadurch umsetzbarer erhöhter Produktionsausstoß für das Konzept und sollen nun den Kunden dafür einnehmen.
Der sich anschließende Rundgang durch die flexibel gestaltbaren Fertigungsbereiche auf drei Etagen vermittelte den Fachgruppenmitgliedern aus der verarbeitenden Industrie und den industrienahen Dienstleistungen ein detailliertes Bild des Gastgebers. Detailgespräche während der Besichtigung der neuen Fertigungsstätten und während des nachfolgenden „Gesprächs-Zeit“ bestätigten einmal mehr das Konzept des BVMW, die Aufnahme und Vertiefung von Kontakten und Kooperationen der ansässigen Firmen mit derartigen Treffen maßgeblich zu unterstützen. „Diesen Treffen widmen wir von je her eine besondere Beachtung. Können sie doch dazu beitragen, dass sich die Firmen finden und im eigenen sowie Interesse des Wirtschaftsstandortes Region Jena gemeinsam neuen Geschäftserfolg erarbeiten“, verdeutlichte BVMW-Geschäftsführer Dietmar Winter, dass der Netzwerkgedanke mit PaJ auch weiterhin gelebt und umgesetzt werden wird.
Ein herzliches Dankeschön an Herrn Buschendorf, Frau Fiedler und das gesamte Team für einen interessanten und informativen Nachmittag sowie die köstliche Bewirtung!

Text und Fotos: Karsten Seifert, FAKT KOMMUNIKATION