Aktive Politik für regionale Klein- und Mittelständler eingefordert

Unternehmer in Kennenlernrunde und Austausch mit Kandidaten zur Bundestagswahl 2017

„Lasst uns einfach nur in Ruhe arbeiten!“, so brachte Handwerksmeister und FDP-Direktwahlkandidat Reginald Hanke während des BVMW-Kandidatenforums am 19. Juli 2017 in Neustadt/Orla die notwendige Politik für die Wirtschaft in Form der kompromisslosen Rückkehr zur Sozialen Marktwirtschaft auf den Punkt. Für eine Wirtschaftspolitik insbesondere für den Klein- und Mittelstand der Region wolle er sich nach seiner Wahl in den Deutschen Bundestag starkmachen. Am Podium beteiligten sich in namentlich alphabetischer Reihenfolge für den Wahlkreis 195 (Saale-Holzland-Kreis/Saale-Orla-Kreis und Saalfeld-Rudolstadt): Stephanie Erben (B90/Die Grünen), Reginald Hanke (FDP), Christian Herrgott (CDU für DWK Albert Weiler), Ralf Kalich (Die LINKE), Alexander Meinhardt-Heib (SPD) sowie Robby Schlund (AfD für DWK Professor Michael Kaufmann).
Politikansätze aus den Wahlprogrammen der Parteien zu den aus Sicht der Unternehmen brennenden Themen Bildung, Bürokratieabbau und stärker präventives Gesundheitsmanagement zum Erhalt der Arbeitsfähigkeit und Gesundheit des Fachkräftebestandes wurden im Detail von Moderatorin und BVMW-Repräsentantin Kathrin Horn hinterfragt.
Letztlich sagten alle Podiumsteilnehmer ihren Einsatz für die Belange der Unternehmen ihres Wahlkreises zu. So wolle man sich zum Beispiel für mehrfache Nutzung der dann nur noch einmal abgefragten Unternehmensstatistiken einsetzen. Das Kooperationsverbot von Bund und Ländern in der Bildung (Investitionen) müsse fallen. Prävention müsse Priorität in der Gesundheitspolitik und bei den Krankenkassen bekommen. Das warf zum Teil kritische Fragen aus den Reihen der Zuhörer auf und mit Blick auf die aktuelle Politik auch Zweifel. Es gab jedoch auch konkret-konstruktive und praktikable Anregungen: So müsse der Lehrermangel überwunden werden, solle der dualen Ausbildung sowie dem Facharbeiter- und Meisterabschluss die gebührende öffentliche Anerkennung und Achtung entgegengebracht, Leistungswille und -bereitschaft müssten bejaht, gefördert und eingefordert werden.
Bürokratieabbau ließe sich spürbar umsetzen, wenn Regelungen wie beispielsweise die Aufzeichnungspflicht nicht länger alle Unternehmer unter Generalverdacht stellten, nur um die „schwarzen Schafe“ zu treffen. Die Vernetzung und Verflechtung innerhalb regionaler Unternehmens-Cluster“ gehöre mit Blick auf die Kleinteiligkeit der Unternehmenslandschaft vor Ort unterstützt.
Nicht ganz 20 Mitglieder des BVMW und Gäste folgten der Einladung der Kreisverbünde Greiz/Saale-Orla sowie Jena/Saale-Holzland/Saalfeld-Rudolstadt. Kennenlernen war ein wesentliches Ziel der Gesprächsrunde mit den Kandidaten zur Bundestagswahl 2017 im Buteile-Park Neustadt/Orla. Erstmals trägt der Wahlkreis 195 mit den Kreisen Saale-Orla, Saale-Holzland und Saalfeld-Rudolstadt diesen neuen Zuschnitt. 

Text und Fotos: Karsten Seifert, FAKT KOMMUNIKATION

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