Das Infektionsgeschehen ist besonders in Thüringen weiterhin hoch und bereitet uns allen Sorgen. Dennoch kommt die Forderung des Thüringer Ministerpräsidenten Ramelow nach einem allgemeinem Herunterfahren der Wirtschaft einem Todesstoß für zahlreiche mittelständische Unternehmen gleich und muss daher unbedingt verhindert werden. Es wäre eine harte Strafe für alle Unternehmen, die sich angepasst und Hygienekonzepte entwickelt haben und dies auch einhalten. Folgen wären zweifelsohne Insolvenzen und ein starker Anstieg der Arbeitslosenzahlen, die ohnehin im Dezember schon bundesweit auf 2.707 Millionen Menschen angestiegen ist.

MP Ramelow widerspricht sich selbst: wie er selbst bestätigt, besteht die höchste Ansteckungsgefahr im privaten Bereich, nicht in denBetrieben, die die vorgeschriebenen Hygienemaßnahmen vorbildlich umsetzen, Abstand halten und wo immer es geht Homeoffice ermöglichen.

Ein harter Lockdown für alle ist daher keineswegs alternativlos. Die Bundesregierung sollte die Bevölkerung noch stärker dazu anhalten, sich im privaten Bereich vorbildlich zu verhalten, zudem müssen die Impfungen schneller vorangetrieben werden.

Dietmar Winter
Leiter BVMW-Kreisverbund Jena/Saale-Holzland-Kreis