Einheitliche Regelungen für Pendlerregionen-nicht nur Inzidenz als Maß

BVMW-Webtalk mit Landrat Andreas Heller zur CORONA-Lage im Saale-Holzland-Kreis

Landrat Andreas Heller (rechts) und der Abteilungsleiter der zentralen Verwaltung Frank Pucklitsch gaben Auskunft

Die Ansichten der Verantwortlichen in den Kommunen und Landkreisen klingen alle größtenteils vernünftig und sind mit Sicherheit auch auf die jeweilige Spezifik der Region abgestimmt und damit nachvollziehbar. Allerdings erschweren die durch individuelle Prioritätensetzung verschiedenen und nicht über die regionalen Grenzen hinaus abgestimmten Verordnungen die Orientierung insbesondere für Berufspendler und eine zumindest mittelfristige Planung für Unternehmer. So stellte sich am 13. April 2021 das Stimmungsbild der Unternehmer dar, die sich auf Einladung des BVMW-Kreisverbundes Jena/Saale-Holzland-Kreis auf den Webtalk mit Andreas Heller, Landrat des Saale-Holzland-Kreises, aufgeschaltet hatten.
So wurde begrüßt, dass Andreas Heller in der anstehenden Beratung gegenüber seinen Ostthüringer Landratskollegen für eine Vertiefung der Abstimmungen und Vereinheitlichung eintreten werde. Auch grundsätzlich stimmten die Teilnehmer seiner Grundeinstellung zu, dass der Inzidenzwert nicht länger als der alleinige Maßstab für CORONA-Schutzverordnungen herangezogen werden darf. Testungen und Impfungen unter Einbindung aller verfügbaren Kapazitäten seien das Gebot der Stunde. Hierfür müsse natürlich die materielle und personelle Bereitstellung forciert werden.
In der weiteren Diskussion befürwortete Andreas Heller eine Testpflicht in Unternehmen. So könne wirtschaftlichen Schäden durch corona-bedingte Ausfälle vorgebeugt werden, die wesentlich höhere Kosten nach sich ziehen würden. Auch könnten, so eine Wortmeldung, Unternehmen ihren arbeitsmedizinischen Dienst mit einbinden, wenn seitens der Behörde Zustimmung gegeben würde. Erleichterungen könne die Behörde auch unkompliziert schaffen, indem sie neben der aktuell einzig zugelassenen Kontaktdatenerfassung auf vorgegebenen Papierformularen auch die elektronische Erfassung durch geeignete Apps wie zum Beispiel die LUCA-App oder die PASS4ALL-App zuließe. Dies wolle Landrat Andreas Heller in seiner Verwaltung prüfen lassen.

„Wieder einmal hat sich gezeigt, dass einzig das Miteinanderreden Ergebnisse in welcher Form auch immer bringt. Die Online-Konferenz wird den persönlichen Kontakt nie vollständig ersetzen können, für manche Belange jedoch ist sie die zeit- und kosteneffektivere Alternative“, resümiert Organisator Dietmar Winter, Geschäftsführer des Kreisverbundes Jena/Saale-Holzland-Kreis.

www.shk.bvmw.de

Text und Bildschirmfoto: Karsten Seifert, FAKT KOMMUNIKATION

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