Verständnis - Verantwortungsbewusstsein - Vorsicht

BVMW-Webtalk mit Jena-Dezernent Eberhard Hertzsch und Amtsärztin Dr. Bán zur CORONA-Lage in der Stadt Jena

Jenas Dezernent für Familie, Bildung & Soziales Eberhard Hertzsch

Sollte Jena, analog zum Maskenbeschluss 2020, seine Vorreiter- und Vorbildfunktion weiter ausfüllen. Stünden dem modernen Wirtschafts- und Wissenschaftsstandort nicht Projekte mit Lockerungen mit Modellcharakter auf Basis von innovativer Digitaltechnik des Thüringer IT-Leuchtturms gut zu Gesicht? Benannt wurden Modellprojekte wie beispielsweise in Weimar oder Tübingen oder Click & Collect-Angebote sowie geöffnete Außengastronomie, die den stark betroffenen Bereichen Einzelhandel, Gastro- und Hotellerie sowie Veranstaltungswirtschaft und Kultur, aber auch den Schulen und Kindergärten Sicherheit und damit Zuversicht brächten? Diese Fragen warfen die Teilnehmer im BVMW-Webtalk zur aktuellen Pandemielage in der Stadt Jena auf.
Informationen und Antworten kamen aus berufenem Munde vom Dezernenten Eberhard Hertzsch und der Jenaer Amtsärztin Dr. Enikö Bán. So erläuterte Eberhard Hertzsch das Hauptziel aller Maßnahmen, die es zu beschließen und umzusetzen galt und gilt: eine Überlastung des Gesundheitswesens zu verhindern. Eigenbestimmbare Maßnahmen würden daher über Bundes- und Landesregeln hinaus erlassen, wie beispielsweise die Testpflicht für Heimbesucher. Unkontrollierbare Zustände, wie anderorts nach Modellprojekten und zu frühen Lockerungen entstanden, werde Jena nicht zulassen. Ein ständig besetzter Pandemiestab sei hierfür aktiv. Dies gerade jetzt umso mehr, als dass aktuell die Kapazitäten des Uniklinikums Jena als „Landeskrankenhaus“ voll ausgelastet seien. Dr. Enikö Bán appellierte mit den Fakten zur aggressiveren britischen Virus-Mutante mit einer auch höheren Sterblichkeitsrate an Vorsicht, Verantwortungsbewusstsein und Verständnis aller Bewohner und Verantwortlichen. Die Mitarbeiter ihres Gesundheitsamtes arbeiteten trotz Unterstützung durch die Bundeswehr an der Belastungsgrenze. Die SORMAS-Software zur Kontaktverfolgung sei eingesetzt. Digitale Kontakterfassung durch die LUCA-App sei eine Erleichterung, biete sie doch eine Schnittstelle zu SORMAS und senke den bürokratischen Aufwand.
Priorität habe für Jena, dass im Interesse der Kinder, der Eltern und der Unternehmen Schulen und Kindergärten so lange wie möglich geöffnet blieben. Die Maskenpflicht im Stadtgebiet werde nicht aufgehoben. Neben den Aerosolen sind es Tröpfcheninfektionen, die nicht verhindert werden können, wenn an Ballungspunkten wie beispielsweise Bushaltestellen die Mindestabstände nicht eingehalten würden.
Klarheit konnte Dr. Enikö Bán vermitteln, wie Unternehmen mit den Testergebnissen der Selbsttests umzugehen haben: Nach einem Positivergebnis muss zwingend ein PCR-Test vorgenommen werden. Die Verpflichtung zu Testangeboten in Unternehmen wurde seitens der Stadtvertreter begrüßt. In der Diskussion berichteten Unternehmer von ihren Erfahrungen mit Selbsttests.
Dietmar Winter, Organisator und BVMW-Kreisgeschäftsführer abschließend und zufrieden zum Verlauf: „Einzelne Detailfragen konnten in der großen Runde nicht abschließend geklärt werden. Doch auch dies ist ein der Vorteil unseres regionalen BVMW-Netzwerkes des Kreisverbundes Jena/Saale-Holzland-Kreis: Klärende Individualgespräche wurden angeboten und bereits verabredet.“

www.jena.bvmw.de

Text und Bildschirmfotos: Karsten Seifert, FAKT KOMMUNIKATION

Im Dialog mit Dezernent und Amtsärztin

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