Going international auch im „Kampf um die Köpfe“

54. BVMW-Businessclub virtuell zu Gast im WELCOME-Center Jena

Ebenso wie Märkte für Produkte und Dienstleistungen unterteilt sich auch der Markt für Fachkräfte geographisch sowie kenntnisspezifisch von Region bis Weltmarkt. Demzufolge gelten gleiche Grundsätze der Marktbearbeitung, um ausländische Fachkräfte zu finden und sie erfolgreich für das eigene Unternehmen zu gewinnen. Doch die Einstellung dieser Arbeitnehmer ist kompliziert und mit vielen Herausforderungen sowohl für den Unternehmer als auch für die Fachkraft aus einem anderen Teil der Welt selbst verbunden. Zahlreiche Stellen bieten hierfür Unterstützungsangebote. Für Unternehmen hier vor Ort leistete die Wirtschaftsfördergesellschaft Jena diese Hilfe. Vor etwa einem halben Jahr wurden ihr bisheriger Service und mit dem des IQ-Netzwerkes Thüringen im gemeinsamen WELCOME-Center gebündelt. Jetzt bietet sich hiermit in einer zentralen Anlaufstelle für Unternehmen auch über Jena Stadtgrenzen hinaus sowie für interessierte Fachkräfte ein Fachkräfteservice und ein Fachinformationszentrum Einwanderung Jena. Etwa 20 Mitglieder und Gäste des BVMW-Kreisverbundes Jena/Saale-Holzland-Kreis erfuhren von Cornelia Meyerrose, WELCOME-Center Jena und Ev Sauerbrey, IQ-Netzwerk Thüringen, am 26. Mai 2021 während des virtuellen Meetings aus erster Hand, welche Serviceangebote sie bereithalten und was beachtet und vorbereitet werden muss, um hierbei effizient und nachhaltig erfolgreich zu sein.

So gebe es nach den Ausführungen von Cornelia Meyerrose für Unternehmen Unterstützung auf neuen Rekrutierungswegen. Für ein attraktives „Arbeiten und Leben in Jena“ wirkten harte und ebenso auch weiche Standortfaktoren, mit denen argumentiert und gepunktet werden könne. So ließe sich die Chance der Firma auf Wahrnehmung durch die benötigten Fachkräfte erhöhen. 

In jedem Fall bietet sich mit der Nutzung der vielfältigen Angebote des WELCOME-Service ein wesentlicher Zeitgewinn. Erste detaillierte Erläuterungen erfolgten zu den Stichworten, aussagefähiges und am eigenen Bedarf ausgerichtetes Fachkräfteprofil erstellen und Auswahl der Auslandsregion. Ev Sauerbrey stellte neben der einheitlichen Fachkräftedefinition weitere Neuerungen im Fachkräfteeinwanderungsgesetz (FEG), der Rechtsgrundlage für Einreise und Beschäftigung, vor. Zudem empfahl sie das von der Ausländerbehörde moderierte beschleunigte Fachkräfteverfahren zu nutzen. Das brächte entscheidende Vorteile für Arbeitgeber, wie zum Beispiel eine Verkürzung des Einreiseerlaubnis-Verfahrens für ein vergleichsweise nur geringes Honorar. 

Als best practise-Beispiel verwiesen die überzeugenden Referentinnen auf ihre Prozessbegleitung der TAF mobile aus Jena bis zur erfolgreichen Integration der gefundenen ausländischen Fachkraft.
Hier finden Sie den Vortrag des Welcome Center mit ausführlichen Informationen.

„Sich dieser kompetenten Unterstützung zu bedienen, zumindest jedoch, sich darüber umfassend zu informieren, dazu kann nur jedem Unternehmer geraten werden!“, äußerte sich Dietmar Winter, Kreisgeschäftsführer des BVMW-Regionalverbundes Jena/Saale-Holzland-Kreis abschließend. „Netzwerke bündeln die Erfahrungen vieler und bieten breite Möglichkeiten für den persönlichen Austausch.“

www.work-in-jena.de
www.jena.bvmw.de

 

Text: Karsten Seifert, FAKT KOMMUNIKATION