"Nicht nur unsere Firmenfarbe ist grün - wir denken auch grün.“

René Schneider, Thorsten Hilberath und Dr. Thomas Neyers erzählen, wie es der Alsco Berufskleidungs-Service GmbH in der Corona-Pandemie ergangen ist.

Die Alsco Berufskleidungs-Service GmbH hat ihren Ursprung in Nebraska, wo sie vor über 130 Jahren mit einem Handtuchservice eine neue Branche entstehen ließ. Heute verzeichnet das internationale Unternehmen in Deutschland bereits 22 regionale Standorte mit insgesamt mehr als 1500 Mitarbeitern und bietet seinen Kunden ein breites Produktportfolio - vom Textil-Leasing bis hin zum textilen Full-Service. René Schneider, der CEO von Alsco, gibt uns Einblick in das Geschäftsmodell: "Wir bedienen eine Vielzahl von Kunden, von kleinen Gewerbetreibenden bis zu großen Unternehmen. Und jedem können wir ein passendes Produkt anbieten."

Die dezentrale Struktur des Unternehmens kommt den Kunden in vielerlei Hinsicht zugute. An jedem Standort wird dem Kunden durch die einheitlichen Prozesse derselbe Service geboten. Zudem können sich umweltbewusste Kunden sicher sein, dass ihre Wäsche nicht zu einem zentralen Standort transportiert, dort gewaschen und anschließend wieder zurückgefahren wird, wie bei vielen anderen Textildienstleistern. "Wir wollen nah beim Kunden sein und das Geld nicht auf der Straße verbrennen", erklärt uns René Schneider.

Neben der Kundennähe gehört daher das Thema Nachhaltigkeit zu den Prioritäten des Unternehmens. An allen Standorten wird mit zertifizierten Waschverfahren gearbeitet und die Prozesse werden ständig dahingehend optimiert, Ressourcen wie Waschmittel, Energie und Wasser effizient einzusetzen. Die Investitionen des Unternehmens fließen oft in grüne Projekte wie Biologische Wasseraufbereitungsanlagen oder hybride bzw. Elektro-Servicefahrzeuge.

Doch die Corona-Pandemie brachte auch in diesem sehr erfolgreichen Unternehmen viele Investitionspläne zum Erliegen. Zu Beginn wurden alle Projekte gestoppt und nur jene fortgesetzt, die sich bereits in der Umsetzung befanden. Die Entscheidungen werden im Head Office Monat für Monat getroffen, die Prioritäten wurden komplett auf die Bedürfnisse der Niederlassungen und Gesundheit verlegt.

"Jeden Tag herrschte eine andere Situation, das war eine echte Herausforderung", erzählt Thorsten Hilberath, der Niederlassungsleiter am Standort Leverkusen. Im Head Office wurden von jetzt auf gleich die Prioritäten komplett verschoben. So vorteilhaft die dezentrale Struktur für die Zusammenarbeit mit den Kunden auch sei, desto schwieriger sei es gewesen sicherzustellen, dass die von der Geschäftsführung beschlossenen Maßnahmen an den Standorten auch tatsächlich umgesetzt wurden, erinnert sich René Schneider an den Beginn des Lockdowns. Auch Dr. Thomas Neyers, Leiter Koordination Stabstellen, erinnert sich an die anfänglichen Herausforderungen: "Wir hatten mit den unterschiedlichen Maßnahmen in allen Bundesländern zu kämpfen. Wichtig war von Anfang an vor allem, den Informationsfluss verlässlich und regelmäßig zu allen Niederlassungen zu halten."

Dank der langjährigen Erfahrung der Mitarbeiter und der Transparenz der Entscheidungsprozesse habe die aber besser funktioniert, als zuerst angenommen. Kaufmännische Mitarbeiter wurden früh mit Notebooks ausgestattet und ins Home Office geschickt, kurz bevor der Markt die hohe Nachfrage nicht mehr erfüllen konnte. Die Hygienekonzepte für die Produktion wurden schnell und erfolgreich umgesetzt. "Unser Vorteil ist, dass wir per se schon ein Hygienebetrieb sind. Wir waren selbst überrascht, wie schnell es uns gelang, ein hygienisches Fort Knox aufzubauen.", berichtet Thorsten Hilberath.

Trotz der Schwierigkeiten kann Alsco bis jetzt viele positive Erfahrungen verzeichnen. "Wir sind kreativ, engagiert und sind stolz auf unsere tollen Mitarbeiter", sagt René Schneider. Für Alsco hat sich aus seiner Sicht auch ein neuer Markt eröffnet: die Sonderartikel rund um Corona. Von Schutzanzügen bis Masken bietet das Unternehmen ein Full-Service-Paket an. "Wenn man bedenkt, wieviel die jährliche Grippewelle ein Unternehmen kostet und wie stark die Maskenpflicht diese dieses Jahr abgeschwächt hat, ist es durchaus möglich, dass viele Unternehmen auch nach Corona die Maskenpflicht im Frühjahr und im Herbst fortführen werden", überlegt der CEO.

Die Zukunft sehen die drei verhalten optimistisch. Als Außenstehender sei es schwer zu beurteilen, wie ihre Kunden die Krise überstehen werden. René Schneider sieht die wirtschaftliche Lage in Deutschland kritisch: "Die Unternehmen sind bisher gut durchgekommen, da der Staat viele Hilfen geboten hat. Es kann aber gut sein, dass diese nur für eine Verlagerung sorgen, die staatlichen Hilfen müssen ja auch zurückgezahlt werden. Wenn es einem Unternehmen jetzt also nicht gelingt, die entsprechenden Gelder einzunehmen, wird es Schwierigkeiten haben, sich wirtschaftlich wieder zu erholen."

Daher lernen wir von Alsco vor allem eins: der lange Atem zahlt sich aus! Auch wenn Investitionspläne sich schwierig gestalten, sei es wichtig die Entwicklung des Unternehmens nicht zu hemmen, sagt René Schneider. Nur wenn die Unternehmen sich weiterentwickeln, komme der Wirtschaftskreislauf nicht zum Erliegen - jede Investition wirke sich schließlich nicht nur positiv auf das eigene Unternehmen sondern auch auf andere auf, egal ob Dienstleister, Kunde oder Endverbraucher.

"Einen Stillstand können wir uns nicht leisten - auch nicht in einer Pandemie."

 

Teil 3 der Kampagne „TELL YOUR STORY im Umgang mit Corona“

In Kooperation mit

Stephen Petrat | Fotografie

www.stephenpetrat.de

 

und

 

Alsco Berufskleidungs-Service GmbH

www.alsco.de