Corona-Überbrückungshilfe

Nach der Soforthilfe zu Beginn der Krise können kleine und mittelständische Unternehmen (KMU), die ihren Geschäftsbetrieb im Zuge der Corona-Pandemie einstellen oder stark einschränken mussten, nun die sogenannte Corona-Überbrückungshilfe erhalten. Durch die Überbrückungshilfe sollen die Fixkosten von besonders stark von der Corona-Krise betroffenen Unternehmen zumindest teilweise gedeckt werden. Förderfähige Kosten sind unter anderem Mieten und Pachten, Finanzierungskosten, weitere feste Ausgaben, Kosten für Auszubildende und Grundsteuern. Beantragen können diese KMU, aber auch Soloselbstständige, Freiberufler sowie gemeinnützige Unternehmen und Einrichtungen. Die Auszahlung übernimmt dabei das jeweilige Bundesland. Um einen möglichst reibungslosen Ablauf zu gewährleisten und Missbrauch, wie dies bei der Soforthilfe zu häufig vorgekommen ist, zu verhindern, kann die Überbrückungshilfe nur über einen Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder vereidigten Buchprüfer beantragt werden.  

Die Überbrückungshilfe geht in die Verlängerung

Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und das Bundesministerium der Finanzen haben sich nun darauf geeinigt, dass das Programm in die zweite Phase geht und in den Monaten September bis Dezember 2020 fortgesetzt wird. Dabei werden die Zugangsbedingungen abgesenkt und die Förderung ausgeweitet. Das Hilfsprogramm unterstützt kleine und mittelständische Unternehmen sowie Soloselbstständige und Freiberufler, die von den Maßnahmen zur Pandemie-Bekämpfung besonders stark betroffen sind, mit nicht-rückzahlbaren Zuschüssen zu den betrieblichen Fixkosten. Unternehmer können je nach Höhe der Fixkosten bis zu 200.000 Euro an Förderung erhalten. 

Änderungen am Programm

Das Programm steht weiterhin für Unternehmen aus allen Branchen offen. Um es noch leichter zugänglich zu machen, wurden einige Änderungen gegenüber der ersten Phase vorgenommen:

 

  • Senkung und Flexibilisierung der Eintrittsschwelle: Während Unternehmen bisher einen Umsatzeinbruch von mindestens 60 Prozent in den Monaten April und Mai 2020 verzeichnen mussten, dürfen ab sofort Unternehmen  einen Antrag stellen, die entweder einen Umsatzeinbruch von mindestens 50 Prozent in zwei zusammenhängenden Monaten im Zeitraum April bis August 2020 gegenüber den jeweiligen Vorjahresmonaten oder einen Umsatzeinbruch von mindestens 30 Prozent im Durchschnitt in den Monaten April bis August 2020 verzeichnet haben. 
  • Ersatzlose Streichung der Deckelung der Auszahlung von 9.000 Euro bzw. 15.000 Euro für Klein- und Kleinstunternehmen
  • Erhöhung der Fördersätze von bis zu 80 Prozent auf bis zu 90 Prozent der Fixkosten
  • Erhöhung der Personalkostenpauschale der förderfähigen Kosten von 10 Prozent auf 20 Prozent
  • Möglichkeit der Nachzahlung oder Rückforderung bei der Schlussabrechnung

 

Weiterhin digitalisiertes Verfahren

Wie schon das laufende Programm, wird auch das neue in einem vollständig digitalisierten Verfahren beantragt und bearbeitet werden können. Die Antragstellung erfolgt auch in der zweiten Phase über einen „prüfenden Dritten“, wie z.B. Steuerberater, Wirtschaftsprüfer, vereidigter Buchprüfer oder Rechtsanwalt. Dank dieser Vorprüfung können die Anträge schnell bearbeitet und die Hilfen schnell ausgezahlt werden. Die Antragsbearbeitung und die Auszahlung erfolgen über die Bewilligungsstellen der Bundesländer.  

 

Steuerberater, Wirtschaftsprüfer und vereidigte Buchprüfer können sich unter www.ueberbrueckungshilfe-unternehmen.de registrieren und die Anträge einreichen.

Alle Informationen zur Überbrückungshilfe und den Antragsbedingungen sind online verfügbar unter:

www.stmwi.bayern.de/ueberbrueckungshilfe-corona

www.ihk-muenchen.de/ueberbrueckungshilfe

IHK-Überbrückungshilfe-Hotline Bayern: 089/5116-1111

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