Mittelstand in Bayern muss weiter konsequent unterstützt werden

Der Mittelstandsbericht 2020 wurde im Bayerischen Landtag vorgestellt. Der BVMW Bayern fordert weiterhin Unterstützung für den Mittelstand in Zeiten der Krise.

Aus dem bayerischen Mittelstandsbericht 2020 geht klar die große wirtschaftliche Rolle kleiner und mittlerer Unternehmen für den Freistaat hervor (Bild: pixabay)

Zur aktuellen Vorstellung des Mittelstandsberichts 2020 im Bayerischen Landtag betont der BVMW Bayern, dass kleine und mittlere Unternehmen in den letzten fünf Jahren entscheidend zur wirtschaftlichen Stärke Bayerns beigetragen haben. Gemäß Bericht stehen kleine und mittlere Betriebe in Bayern für 99,6 Prozent aller Unternehmen und 76 Prozent der sozialversicherungspflichtigen Arbeitnehmer. Der BVMW Bayern fordert daher, dass der Mittelstand in der aktuell schwierigen Zeit weiterhin umfassend unterstützt wird, um auch im neuen Jahr seiner Rolle als Job-Motor und wichtiger Steuerzahler gerecht zu werden. 

„Mittelständische Unternehmen in Bayern waren vor der Corona-Krise gesund aufgestellt – und werden auch weiterhin ein zentraler Wirtschaftsfaktor in Bayern bleiben“, sagt Achim von Michel, Landesbeauftragter für Politik im BVMW Bayern. Viel hänge dabei aber von der zeitnahen Bewilligung und Auszahlung der Corona-Hilfen ab, denn zahlreiche Betriebe stünden am Ende eines harten Jahres vor dem Aus. „Gerade eigentümergeführte Unternehmen und Selbständige werden von der Corona-Krise hart getroffen. Für Gastronomie, Kultur und Hotellerie steht ein Ende der Schließung derzeit in den Sternen. Die Politik muss deshalb auch in den kommenden Monaten sicherstellen, dass Hilfszahlungen fortgeführt und zeitnah ausgereicht werden. Hier muss sich im kommenden Jahr wahrscheinlich auch das Land Bayern verstärkt engagieren, wie vom Bund in dieser Woche bereits angedeutet“, so von Michel.  

Neben der zeitigen Ausweitung der Corona-Hilfen sei außerdem eine umfassende Zukunftsplanung für den Mittelstand in Bayern erforderlich. „Der BVMW Bayern schließt sich den Forderungen des Bayerischen Wirtschaftsministers an, geeignete Rahmenbedingungen für die mittelständische Wirtschaft in der Zeit nach der Corona-Pandemie sicherzustellen. Dazu gehören unter anderem Steuersenkungen, High-Tech- und Forschungsförderungen sowie ein umfassender Bürokratieabbau“, so von Michel weiter.