Forderung zur Bundestagswahl: Bürokratie muss abgebaut werden

Im "KLARTEXT MITTELSTAND" des BVMW konnten neben dem Ministerpräsidenten Bayerns, Dr. Markus Söder, weitere Spitzenpolitiker den mittelständischen Unternehmerinnen und Unternehmern ihre positiven Beiträge zur Förderung des Mittelstandes vorstellen.

Bildhinweis: © Bildarchiv Bayerischer Landtag, Foto: Stefan Obermeier

In dem neuen Format „KLARTEXT MITTELSTAND“ des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW) präsentierten sich online gestern die Spitzenpolitiker Dr. Markus Söder, Ministerpräsident Bayerns und CSU-Vorsitzender, Dr. Reiner Haseloff, Ministerpräsident des Landes Sachsen-Anhalt und Präsident des Bundesrates, Christian Lindner, Bundesvorsitzender der FDP und Fraktionsvorsitzender im Bundestag sowie Thomas Bareiß, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Wirtschaft und Energie gemeinsam mit Unternehmerinnen und Unternehmern aus dem BVMW. Die zentrale Forderung nach Bürokratieabbau und Impulse aus der Politik für einen positiven Beitrag der Politik zur Förderung des deutschen Mittelstandes wurden dabei diskutiert.

Söder betonte in seiner Videobotschaft, welche bedeutende Rolle der Mittelstand für den Wirtschaftsstandort Bayerns spielt. Zur Unterstützung und Stärkung der mittelständischen Unternehmen, gerade während und nach der Corona-Krise, stellte Söder einen Drei-Punkte-Plan vor: Investitionen in Forschung und Entwicklung, eine Unternehmenssteuerreform und den Bürokratieabbau. Dabei fordert Söder besonders ein Belastungsmoratorium und die „Entfesselung“ der mittelständischen Wirtschaft.

Dies spiegelt die Ergebnisse einer Umfrage des BVMW unter Mitgliedern und der Mittelstandsallianz wider. Für 95 Prozent der Befragten ist der Bürokratieaufbau das wichtigste Thema der nächsten Legislaturperiode. Dahinter folgt die Forderung nach Investitionen in Digitalisierung und Infrastruktur sowie den Breitbandausbau. Mit den dringlichen Punkten soll sich nach dem Willen des Mittelstands eine zukünftige Koalition aus CDU/CSU, SPD und FDP – der Deutschland-Koalition – oder aus CDU/CSU und FDP auseinandersetzen. Die FDP ist gleichzeitig der Favorit im Parteienrennen.

„Eine politisch stabile Regierung ist wichtig, um nach dem baldigen Ende der Corona-Pandemie wieder zur Normalität zu führen. Dem deutschen Mittelstand fehlten in den letzten Jahren allerdings allgemein ermutigende Impulse der Politik. Wir brauchen dringend frischen Wind und Willen, die mittelständischen Unternehmen und damit die gesamte Wirtschaft wieder zu stärken“, so Achim von Michel, BVMW Landesbeauftragter für Politik in Bayern.