BVMW Bayern kritisiert “Schwarzfahren”-Aktionismus der MVG

Achim von Michel, Politikbeauftragter des BVMW Bayern, kritisierte vergangene Woche das Vorgehen der MVG bei der Entfernung der „Schwarzfahren“-Plakaten.

Luftfilter statt Sprachfilter: „Schwarzfahren“ ist kein rassistischer Begriff (Bild:Pixabay)

In einer Pressemeldung des BVMW Bayern vom vergangenen Samstag kritisiert Achim von Michel die Entscheidung der Münchner Verkehrsgesellschaft (MVG) im gesamten öffentlichen Personennahverkehr der Landeshauptstadt alle Plakate, auf denen vor „Schwarzfahren“ gewarnt wird, kurzfristig auszutauschen. Zu diesem Schritt entschloss sich die MVG vergangene Woche aus Angst vor rassistischen Vorwürfen. Dabei ist mit dieser Begrifflichkeit kein rassistischer Hintergrund verbunden, wie Sprachexperten  bereits 2012 verdeutlichten. 

Bei steigenden Passagierzahlen nach Ende der Home Office-Pflicht und einer drohenden vierten Corona-Welle ist diese Investition von Geld und Ressourcen, die übrigens inzwischen von den Nürnberger Verkehrsbetrieben abgelehnt wurde, für den BVMW Bayern eine äußerst fragwürdige Aktion. “Die Stadt München als Gesellschafter der MVG täte besser daran, ihre Zeit auf das steigende Infektionsrisiko zu fokussieren und der ansteckenden Delta-Variante mithilfe von Luftfiltern in den öffentlichen Verkehrsmitteln entgegenzuwirken”, so von Michel.

Über die Position des BVMW Bayern zum Aktionismus der MVG berichtete auch die BILD München und die Bayerische GemeindeZeitung14/2021, www.gemeindezeitung.de.