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Mittelstand empfiehlt Reform des Arbeitszeitrechts

Die Wirtschaftsweisen haben eine Debatte über die Reform des Arbeitszeitrechts angestoßen. Dazu erklärt Herbert Schulte, NRW-Landesgeschäftsführer vom Bundesverband mittelständische Wirtschaft:

Die Wirtschaftsweisen haben eine Debatte über die Reform des Arbeitszeitrechts angestoßen. Dazu erklärt Herbert Schulte, NRW-Landesgeschäftsführer vom Bundesverband mittelständische Wirtschaft:

„Einem Jamaika-Bündnis fiele eine grundlegende gesellschaftliche Debatte in den Schoß: Die Aushandlung der Arbeitszeitregeln in der digitalisierten Wirtschaftswelt. Die Wirtschaftsweisen haben absolut recht, wenn sie eine Abkehr von den überlebten Regelungen fordern. Auch wir im Mittelstand setzen darauf, dass Kompromisslösungen vor Ort in den Betrieben gefunden werden und Arbeitgeber- und Arbeitnehmerseite zueinanderfinden, um effiziente Betriebsabläufe sicherzustellen und Kapazitätsschwankungen abzufedern. Es wäre eine gute Gelegenheit zu beweisen, dass Politik mehr zu leisten vermag, als die Privatsphäre der Bürger in immer neue, weltfremde Formen zu gießen. Deutschland könnte mit einer grundlegenden Reform des Arbeitszeitgesetzes ein Zeichen für den Standort setzen. Ein modernes, den Lebensumständen der Menschen angepasstes Arbeitszeitrecht, wäre ein erhebliches Argument auch für Fachkräfte aus dem Ausland, den Lebensmittelpunkt nach Deutschland zu verlagern. Nur mit mutigen Schritten, eingebettet in ein Zuwanderungsgesetz, das uns im Mittelstand bei der Personalsuche hilft, werden wir den Fachkräftemangel managen können. Hier lassen sich zwei politische Problemfelder miteinander verzahnen.“