Sofortmaßnahmen gegen Konjunkturschwäche

Das RWI-Leibnitz-Institut für Wirtschaftsforschung sieht die Wirtschaft in Nordrhein-Westfalen in „unruhigem Fahrwasser“, rechnet aber mit einem moderaten Wachstumsplus von 1,1 Prozent im laufenden Jahr

Das RWI-Leibnitz-Institut für Wirtschaftsforschung sieht die Wirtschaft in Nordrhein-Westfalen in „unruhigem Fahrwasser“, rechnet aber mit einem moderaten Wachstumsplus von 1,1 Prozent im laufenden Jahr, nachdem die Wirtschaft 2018 voraussichtlich um 1,4 Prozent wuchs. Mit Blick auf die aktuelle Lage sei es höchste Zeit für Standortpflege und höhere Investitionsbereitschaft, fordert NRW-Landesgeschäftsführer Herbert Schulte vom Mittelstandsverband BVMW:

„Unser Wirtschaftsstandort steht vor schwierigen Jahren. Mit dem unklaren Brexit, dem Handelskonflikt mit den USA und der nachlassenden europäischen Konjunktur steht gerade der international aufgestellte Mittelstand in Nordrhein-Westfalen vor der Aufgabe, mit Innovationskraft und dem Mut zur Investition gegenzusteuern. Die spürbare nachlassende Wirtschaftsdynamik ist daher auch ein Menetekel für die Politik, uns zu unterstützen und noch wesentlich stärker an den hardfacts der Standortpolitik zu feilen. Das bedeutet für uns: Das Aus des Solidaritätszuschlags, ohne Wenn und Aber sowie eine deutliche Senkung der Stromsteuer, um Druck von den Energiekosten zu nehmen. Beide steuerpolitischen Schritte wären Sofortmaßnahmen, die sich günstig auf das Investitionsklima im Mittelstand auswirkten und Wachstum und Beschäftigungsentwicklung stabilisierten. Grundsätzlich fordern wir die Politik auf, den teuren Kurs ausufernder Sozialpolitik zu überdenken und die Wachstumskräfte Deutschlands zu stärken. In wirtschaftlich schwächeren Zeiten wird es schmerzhaft sein, die Kostendynamik unserer Sozialpolitik zu dämpfen.“