Die dümmste Energiepolitik der Welt

Als „dümmste Energiepolitik der Welt“ bezeichnete das Wall Street Journal das Chaos, das Politiker aller Parteien unter der Regie der Grünen angerichtet haben und dem man den Arbeitstitel „Energiewende“ verpasste.

Wir erlauben uns gegenwärtig den Luxus, zwei weitestgehend inkompatible Energiesysteme parallel laufen zu lassen und treiben durch einen sozialistischen Förderansatz die Energiepreise in schwindelerregende Höhen. Das hat uns die tarifäre Tabellenspitze eingebracht – ein weiteres internationales Spitzenranking, das uns zu denken geben muss! Und als Kostentreiber dürfte der mit Steuern zusätzlich aufgeladene Energiepreis auf mittlere Sicht zuverlässig zur De-Industrialisierung des Landes beitragen, gut bezahlte Jobs ins Ausland verschieben, wichtige Innovationsprozesse abwürgen und im Windschatten der wirtschaftlichen Rückzugsgefechte auch einen sichtbaren fiskalischen Fußabdruck hinterlassen. Dies alles in einem Land, das nicht zuletzt aufgrund seines Produzierenden Gewerbes mit einem blauen Auge durch die letzte Krise geschlittert war und sich seit dieser Zeit mit aller Kraft gegen seinen eigenen Erfolg stemmt, um sein moralisches Mütchen zu kühlen. Die Attacken richten sich nicht ohne Grund punktgenau gegen die Schlüsselindustrie des Automobilbaus und gegen Hochleistungstechnologien im Energiesektor. Mit der breiten Welle der Destruktion soll ein Lebensstil diskreditiert werden, der manchen im Mutterland der „68er“ in der Vergangenheit schon immer ein Dorn im Auge war und in der unternehmerischen Freiheit, der persönlichen Mobilität und einer Reduktion staatlichen Handelns auf ein notwendiges Minimum seine prägenden Ausdrucksformen fand. Ummantelt mit den Debatten um Diesel-Fahrverbote, Fridays for Future-Events und der wachsenden staatlichen Intervention in sämtliche Lebensbereiche tobt sich ein breiter Kulturkampf aus, dessen Ausgang derzeit mehr als unklar ist. Doch eines ist sicher: Es steht nicht gut um die Idee der Freiheit und das Vertrauen der Menschen, aus ihr die Substrate zu gewinnen, aus denen wir im offenen Spiel eines ergebnisoffenen und innovativen Wettbewerbs unsere Zukunft formen.

Thomas Kolbe