Sozialer Arbeitsmarkt als Ergänzung beruflicher Orientierung

Etwa 4.000 Menschen in NRW arbeiten in öffentlich geförderten Jobs. Die Einrichtung eines sozialen Arbeitsmarktes dürfe aber nur als Ergänzung einer besseren beruflichen Orientierung verstanden werden, so NRW-Landesgeschäftsführer Herbert Schulte:

„Deutschland hat seine große Arbeitsmarktkrise im Großen und Ganzen ohne staatliche Subventionen überwunden. Seit ihrem Höchststand im Jahre 2006 ist es gelungen, die Langzeitarbeitslosigkeit kontinuierlich abzuschmelzen – ein Verdienst von Arbeitnehmern und Unternehmern, die die flexibleren Rahmenbedingungen auf dem Arbeitsmarkt nutzten und in eine wachsende Zahl sozialversicherungspflichtiger Jobs umwandelten. Wir verstehen die Förderung eines Sozialen Arbeitsmarkts als Ergänzung des allgemeinen Arbeitsmarktes und Hilfestellung für Menschen, die sich zu weit von einem regulären Erwerbsleben entfernt haben, als dass es ihnen auf eigener Kraft möglich wäre, wieder ein geregeltes Arbeitsleben zu führen. Grundsätzlich lenkt die Debatte den Blick auf die nach wie vor hohen Schulabbrecherzahlen. Hier liegt in der Regel die Ursache von Langzeitarbeitslosigkeit in konjunkturell stabilen Zeiten. Enge Kooperationen von Schulen und Betrieben vor Ort sind das Fundament, junge Menschen an das Erwerbsleben heranzuführen und den Sturz in die Langzeitarbeitslosigkeit zu vermeiden.“