Energiewende marktwirtschaftlich aufsetzen

Im kommenden Jahr wird die Gesamtbelastung durch fiskalische Abgaben auf den Strompreis nach Angaben des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) den Rekordstand von 44 Milliarden Euro erreichen. Der BVMW fordert Reformen.

Der NRW-Mittelstand fordert eine Senkung der Stromsteuer und marktwirtschaftliche Reformen bei der Energiewende. Dazu erklärt NRW-Landesgeschäftsführer Herbert Schulte vom Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW): „Deutschland steht seit diesem Jahr bei den Stromkosten auf Platz 1 in Europa, noch vor dem Hochpreisland Dänemark. Der ungebremste Anstieg der Stromkosten wird die Industrie im Land weiter erheblich belasten und damit auch den durch Maßnahmen der Energiewende kriselnden Industriestandort NRW schwer treffen. Es wird Zeit zu konstatieren, dass die dilettantisch und planwirtschaftlich aufgesetzte Energiewende an ihre Grenzen der Bezahlbarkeit stößt. Berechnungen zeigen, dass 53% des Strompreises auf fiskalische Abgaben fallen. Wir müssen dringen runter von diesem Abgabenberg, um wettbewerbsfähig zu bleiben. Die Bundesregierung ist jetzt gefragt, endlich das Heft des Handelns in die Hand zu nehmen. Neue Projekte sollten sich dem Marktprozess stellen und sich so in eine effiziente Energieversorgung einfügen. Wir benötigen eine Revision auf der Basis marktwirtschaftlicher Reformen und ein Ende der Dauersubvention durch das EEG.“