Scharfes Minus in NRW-Industrie

Eine robuste Industrie sichert den Standort Nordrhein-Westfalen gegen schwere Krisen ab. Nun trifft eine Rezession das Wirtschaftsfundament des größten Bundeslandes.

„Wir mahnen schon lange Zeit wirtschaftspolitische Maßnahmen an, eine Senkung der Stromsteuer, die Abschaffung des Soli und marktwirtschaftliche Reformen im Rahmen der Energiewende, um gerade unseren starken Energiesektor in der heraufziehenden Krise zu stützen und die Energiekosten zu senken. Geschehen ist nichts!“, so NRW-Landesgeschäftsführer Herbert Schulte vom BVMW. Das statistische Landesamt (IT.NRW) meldet jetzt verheerende Industriedaten für NRW. Demnach reduzierte sich die Nachfrage im Januar in sämtlichen Produktionsbereichen rückläufig. Bei den Investitionsgütern (−15 Prozent) war das Minus im Vergleich zum Januar 2019 am stärksten. Die Inlandsbestellungen reduzierten sich im Vorjahresvergleich um zehn Prozent, die Auslandsbestellungen reduzierten sich um sieben Prozent, insgesamt ging es um acht Prozent nach unten.