Ausgangssperre wäre völliger Niederschlag der Wirtschaft

Der Mittelstand warnt vor den extremen ökonomischen Folgen einer möglichen Ausgangssperre, wie sie derzeit in Bayern diskutiert und teilweise bereits praktiziert wird.

NRW-Landesgeschäftsführer Herbert Schulte vom Bundesverband mittelständische Wirtschaft appelliert an die Bürger, die bestehenden Vorsichtsmaßnahmen zur Eindämmung der Pandemie strikt einzuhalten, um weitere Einschränkungen der Bürgerrechte zu verhindern: „Ein generelle Ausgangssperre wäre der totale Lockout für die bereits extrem getroffene Wirtschaft. Gastronomiebetriebe, der stationäre Handel und wichtige Dienstleistungen wären nicht mehr in der Lage die Bevölkerung adäquat zu versorgen. Um diese weitere Eskalation der alarmierenden Situation für Betriebe und Belegschaften zu verhindern, sind wir alle aufgerufen, die Regeln des Social Distancing exakt zu befolgen. Nur so kann es gelingen, die Corona-Ansteckungsdynamik wirksam zu verringern und den Belastungsstresstest für unser Gesundheitssystem beherrschbar zu machen.“ Schulte begrüßte die angekündigten Hilfsprogramme, die nun auch die Millionen Solo-Selbständigen umfassen sollen und möglichst rasch und unbürokratisch die Verdienstausfälle kompensieren müssen. Im Übrigen zeigten sich viele Unternehmen flexibel, stellten auf Home-Office-Arbeit um, koordinierten virtuelle Meetings und leisteten so einen wichtigen Beitrag zur Einhaltung der Vorsichtsmaßnahmen.