Schulte: „Dürfen uns nicht protektionistisch einigeln“

Der NRW-Mittelstand fordert angesichts des Rückgangs des Außenhandels ein klares Bekenntnis zu Freihandel und Globalisierung. Man dürfe den Debattenraum nicht den Protektionisten überlassen, fordert NRW-Landesgeschäftsführer Herbert Schulte.

„Jetzt ist der Moment gekommen, das Fundament unseres Wohlstands zu verteidigen und klarzustellen, dass wir ausschließlich mit unseren Partnern auf den internationalen Märkten reüssieren werden. Wer sich jetzt im Angesicht der Rezession ökonomisch einigelt, setzt seinen Wohlstand fahrlässig aufs Spiel. Der drastische Einbruch unserer Exporte vor allem im europäischen Handelsraum setzt die nationale und europäische Politik unter Zugzwang, ohne Wenn und Aber Handelsbarrieren abzubauen und den freien Wettbewerb als Innovationsverfahren zu stärken. Die Zahlen machen deutlich, dass wir als Mittelstand und als Gesellschaft ein existenzielles Interesse an offenen Märkten und stabilen globalen Lieferketten haben. Politik und Wirtschaft müssen daher offensiv gegen den aufkommenden Protektionismus kämpfen. Dieser mag zwar bislang eher partikularen politischen Interessen als rhetorische Kampffigur dienen. Allerdings droht er sich im populistischen Kampffeld zu verselbständigen. Für uns im Mittelstand ist die politische Nationalisierungsrhetorik, die wir nun in Bezug auf bestimmte Produktgruppen erleben, unakzeptabel. Auf diesen gefährlichen Irrweg dürfen wir uns nicht begeben.“