Mittelstand lehnt Lieferkettengesetz ab

Der NRW-Mittelstand lehnt das Lieferkettengesetz der Großen Koalition ab. Gebot der Stunde sei Bürokratieabbau und keine ausgreifende Lehrstunde in Ideologie, so NRW-Landesgeschäftsführer Herbert Schulte.

„Immer neue Wachstumsbremsen helfen niemandem wirtschaftlich auf die Beine. Das von der Koalition diskutierte Lieferkettengesetz ist ein Bürokratiemonster der Spitzenklasse und es zwingt deutsche Unternehmen, unsere sozialen und ökologischen Mindeststandards im Ausland zu exekutieren. Die deutsche Wohlstandsgesellschaft bringt mit diesem Gesetz eine moralinsaure Überheblichkeit zum Ausdruck, die einzigartig sein dürfte und die betroffenen Unternehmen in eine wirtschaftlich untragbare Situation zwingt. Wir vergraben uns immer tiefer in unserer Bürokratie, die in Zeiten der schweren Rezession ironischerweise eine Hochkonjunktur erlebt. Die Minister Müller und Heil blenden bei ihrer Initiative konsequent sämtliche Entwicklungserfolge aus, die die Integration weiter Teile der Welt in die globalisierte Wirtschaft erbrachten. Deutscher Bürokratismus könnte nun also auch internationale Entwicklungspotenziale hemmen. Dies geschieht, wenn sich deutsche Betriebe aus Gründen zunehmender Bürokratisierung und unerfüllbarer Vorschriften aus den betroffenen Ländern verabschieden.“