Graf Lambsdorff zu Gast im Wirtschaftssenat

Der Liberalismus hat es in Deutschland seit jeher schwer. Eigenverantwortung und Wettbewerb sind hohe Werte, die im Schatten des Nanny-Staats zu verkümmern drohen. Eine gute Gelegenheit für liberale Politiker, ihr Profil zu schärfen.

Im September stellte sich der FDP-Politiker Alexander Graf Lambsdorff den Fragen der NRW-Wirtschaftssenatoren. Ein Heimspiel für den Neffen des als „Markt-Grafen“ inzwischen zur liberalen Legende aufgestiegenen Onkels Otto. Unter der moderierenden Gesprächsführung durch RTL West – Geschäftsführer Jörg Zajonc gelang es Graf Lambsdorff vor den Teilnehmern bei unserem Mitglied DELTA-V in Wuppertal, ein liberales Krisenprogramm zu zeichnen, das einen wohltuenden Kontrast zur etatistischen Konsenshaltung bot. Wohlstand entsteht in der dezentralen Suche nach besten Lösungen, dies im Wettbewerb und ohne staatlichen Interventionismus! Eine Lehre, die gerade in Krisenzeiten gilt und hoffentlich auch in der Politik wieder Gehör findet.

Graf Lambsdorff, Ex-Diplomat und über lange Zeit Europaparlamentarier, machte deutlich, dass wir eine Phase globaler Unsicherheit erleben und warb für europäische Lösungen: Kontrollierte Zuwanderung und eine rasche Rückkehr zu marktwirtschaftlichen Prinzipien zählten genauso wie eine scharfe Abgrenzung zu undemokratischen Kräften in der parlamentarischen Landschaft zu den Leitlinien des Bonners, der seine Partei nach dem Berliner Bundesparteitag inhaltlich und personell gestärkt sieht. Eine alte politische Weisheit besagt: Wahlen werden in der Mitte gewonnen – die Rezepte zu einem liberalen Achtungserfolg besitzt die Partei allemal.