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Baden−Württemberg

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Senats-Abend mit IBM CEO Martina Koederitz
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Unternehmens-Nachfolge professionell regeln

Vierteilige Veranstaltungsreihe u. a. mit der Kreissparkasse Göppingen ab 22. Juni 2017

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Energieeinsparung fördern lassen

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Die Vielfalt bietet Chancen

Von links nach rechts: Lothar Lehner (BVMW Göppingen), Christiane Görzen (Initiative für Ausbildung, Nürtingen), Sven Noak (Eyeti Systems und Solutions GmbH & Co. KG, Nürtingen), Isabell Wehinger (IHK Bezirkskammer Göppingen), Wilfried Hüntelmann (Agentur für Arbeit, Göppingen), Frank Weigele (EWS Tool Technologies, Uhingen), Albrecht Bühler (Albrecht Bühler Baum und Garten GmbH, Nüringen).

Wie können Unternehmen dringend benötigte Fachkräfte gewinnen und wie lassen sich Flüchtlinge als Arbeitsnehmer in die Betriebe integrieren?

 

Fragen, für die es bei einer Veranstaltung des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW) zur bundesweiten Fachkräftewoche in Uhingen viele Tipps und Anregungen gegeben hat.

Zwei brisante Themen standen im Blickpunkt bei der jüngsten Veranstaltung des BVMW bei der Firma EWS in Uhingen. In den Referaten ging es darum, wie Betriebe in Zeiten des Fachkräftemangels trotzdem freie Stellen mit qualifizierten Kräften besetzen können und darum, wie sich die zunehmende Zahl an Flüchtlingen in den Arbeitsmarkt und in die Unternehmen integrieren lassen. BVMW-Kreisstellenleiter Lothar Lehner (Geislingen) freute sich nicht nur über eine große Zahl an interessierten Unternehmern, sondern auch über hochkarätige Referenten, die über die Themen aus der Praxis heraus berichten konnten. Sehr zur Freude auch von Bürgermeister Matthias Wittlinger, der in der Bewältigung der Flüchtlingskrise die Hauptaufgabe der Kommune sieht. Nur wenn ein Miteinander gelinge, sei dieses Problem zu bewältigen.

Albrecht Bühler von der Albrecht Bühler Baum und Garten GmbH in Nürtingen, der sich in der Initiative für Ausbildung engagiert, setzt darauf, als Fachkräfte für den eigenen Betrieb die eigenen Auszubildenden zu gewinnen. Die Unternehmen sollten deshalb ein Augenmerk auf den Nachwuchs legen und ihn nicht als preiswerte Helfer im Betrieb abtun. Um die Jugendlichen auch nach ihrer Ausbildungszeit für den Betrieb zu gewinnen, sollte dafür in der Lehrzeit der Grundstein gelegt werden. U.a. sollten ihre Stärken gefördert und ihnen schon mal verantwortungsvolle Aufgaben übertragen werden. Die Einhaltung der Ausbildungspläne, ein Ausbilder als fester Ansprechpartner, gemeinschaftliche Aktivitäten, die Anmeldung zu berufsbezogenen Wettbewerben, sowie die Vermeidung regelmäßiger Überstunden und ein frühzeitiges Übernahmeangebot festigen laut Bühler die Beziehung des Jugendlichen zum Betrieb. 

Wie die Firma EWS Weigele GmbH & Co. KG in Uhingen Auszubildende als motivierte Mitarbeiter für sich gewinnt, berichtete Geschäftsführer Frank Weigele. Die Jugendlichen würden schon in ihrer Schulzeit an den Betrieb herangeführt. Das Unternehmen nutze dazu nicht nur die zahlreichen Bildungspartnerschaften, sondern biete zudem Jahr für Jahr zahlreiche Praktikumsplätze für Realschüler und Gymnasiasten. Außerdem präsentiere sich das Unternehmen auf der Uhinger Bildungsmesse. So habe man bisher immer alle Lehrstellen mit guten und begeisterungsfähigen Jugendlichen besetzen können. Diese würden schon früh mit in die Pflicht genommen und lernten, Verantwortung zu übernehmen. Dafür kämen sie auch in den Genuss diverser Leistungen des Betriebes für seine Mitarbeiter. Dazu gehöre auch, dass Auszubildende ab dem zweiten Lehrjahr von der an die Belegschaft ausgeschütteten Gewinnbeteiligung profitieren. Sie erhalten auch eine Tankkarte und können an den Präventionsmaßnahmen des Unternehmens im Gesundheitsbereich teilnehmen.

Isabell Wehinger von der IHK-Bezirksammer Göppinger unterstrich die Initiativen ihrer Organisation, dem Fachkräftemangel zu begegnen. Unter anderem setze die Kammer auch darauf, dass Frauen spätestens nach der Familienphase wieder in ihren Beruf zurückkehren.

Wie sich Flüchtlinge in den Ausbildungs- und Arbeitsmarkt integrieren lassen berichtete Wilfried Hüntelmann, Vorsitzender der Geschäfts-führung der Agentur für Arbeit in Göppingen. Die Agentur sieht in dem Zustrom der Flüchtlinge nicht nur eine Herausforderung, sondern auch eine Chance, um fehlende Fachkräfte zu gewinnen. Ziel müsse es sein, bereits Ausgebildete schnell zu vermitteln und Wege zu finden, um das berufliche Know-how der Flüchtlinge zu heben. Hüntelmann sieht auch die Chance, mit den Flüchtlingen Ausbildungsstellen zu besetzen, die lang frei geblieben sind. Vorrangig sei, den Flüchtlingen die notwendigen Sprachkenntnisse beizubringen und ihre beruflichen Qualifikationen und Kompetenzen zu ermitteln und gegebenenfalls zu verbessern. Für die Unternehmer sei zudem wichtig zu wissen, ob Flüchtlinge, die sie als Arbeitskräfte oder Auszubildende einstellen möchten, voraussichtlich für längere Zeit in Deutschland sein werden. Hüntelmann zeigte nicht nur die verschiedenen Fördermaßnahmen auf, sondern schilderte auch die Betreuung der Menschen durch die Agentur und des Jobcenters.  

Sven Noak, Geschäftsführer der Eyeti Systems und Solutions GmbH & Co. KG in Nürtingen zeigte an einem Beispiel aus der Praxis auf, wie sich Flüchtlinge integrieren lassen. Noak ging in den Nürtinger Stadtteil  Neckarhausen in ein Haus, in dem ca. 50 Asylbewerber  untergebracht wurden, sponserte jedem eine Fußballausstattung (Trikot, Schuhe, etc.), ging auf Unternehmen und Vereine zu und organisierte einen Kick, in dem er zwei Mannschaften bildete. In beiden waren sowohl Unternehmer als auch Asylbewerber. Mittlerweile hat sich das Projekt so gut entwickelt, dass die Gruppe sogar im Kanzleramt in Berlin empfangen wurde und im Auswärtigen Amt.

Lothar Lehner zog ein positives Resumee von der Veranstaltung. Sowohl  die Referenten als auch der Teilnehmer hätten ein deutlich erkennbares Interesse gezeigt, die Probleme  Fachkräftemangel und Flüchtlingsstrom unter die Füße zu bekommen und den Willen gezeigt, aktiv einen Beitrag hierzu zu leisten. Mit einem Get-Together im Anschluss an die Veranstaltung mit guten Gesprächen und Impulsen klang der Abend aus.

 

Nur mit Bargeld nach Griechenland

Praktische Tipps bei der Unternehmerlounge des BVMW

Wer in diesen Tagen nach Griechenland reist, der sollte sicherheitshalber genügend Bargeld bei sich haben. Das riet Manfred Hegenloh vom gleichnamigen Göppinger Reisebüro bei der Unternehmerlounge des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW) im Hotel „Hohenstaufen“ in Göppingen.

Hegenloh war einer der Unternehmer, die bei der jüngsten Unternehmerlounge des BVMW seine Firma und Dienstleistungen vorstellte. Kreisvorsitzender Lothar Lehner (Geislingen) befragte den Reise-Experten kurz vor den Ferien zu aktuellen Themen in der Branche. Von einem Tunesien-Urlaub riet Hegenloh zwar nicht gänzlich ab, es sei jedoch angesichts der aktuellen Terrorgefahr in dem nordafrikanischen Land besser, mit einer Reise dorthin zuzuwarten. Hegenloh plauderte auch darüber, wie seine Mitarbeiter  passende Urlaubsangebote für ihre Kunden finden, wie viel Zeit Visa-Anträge in Anspruch nehmen und wie es aktuell um die Reisesituation in China aussieht. Schließlich hatte der Reisebüro-Chef noch einen Tipp parat: Nicht immer sei der Flug die günstige Variante. Wer beispielsweise mit einer Gruppe nach Berlin fahre, komme mit der Bahn inklusive einer Hotelübernachtung günstiger in die Hauptstadt als mit dem Flieger an einem Tag hin und zurück.

Wie er aus kleinen Anfängen ein gesundes mittelständisches Unternehmen aufgebaut hat, verriet der Degginger IT-Spezialist Wolfgang Greulich von WS-Datenservice. „Ich habe 1996 mit einem Berg von Schulden begonnen und mir mit viel Fleiß meine Existenz aufgebaut“, gestand der Unternehmer. „Ich bin morgens um 4 Uhr aufgestanden und war auch an  40 Wochenenden im Jahr unterwegs, um die IT-Probleme seiner Kunden zu lösen.WS-Datenservice habe sich im Laufe der Jahre zu einem führenden Dienstleister für IBM-Systeme bei Mittelständlern entwickelt. Sein Unternehmen könnte rapide weiter wachsen, doch dieses Ziel verfolge er nicht. Hohes Wachstum erfordere mehr Personal und das sei derzeit nicht zu bekommen. Sein Betrieb zähle zwölf Mitarbeiter und das sei eine gute Größe. Greulich bildet auch aus mit dem Ziel, die Auszubildenden nach der Lehrzeit in den Betrieb zu übernehmen. Gute Lehrlinge zu bekommen, sei nicht einfach, erzählt der IT-Mann aus der Praxis. Gut ein Viertel aller zum Vorstellungsgespräch eingeladenen Jugendlichen würde gar nicht erst zum vereinbarten Termin erscheinen und sich auch nicht entschuldigen. Ein gutes und von Vertrauen geprägtes Verhältnis zu seinen Mitarbeitern hält der Unternehmer für wichtig, „denn ich verlange von denen auch was“. Arbeitszeiten früh morgens, in der Nacht oder am Wochenende seien die Regel, denn Service an der Software seiner Kunden könne nur dann erfolgen, wenn diese von den Betrieben nicht benötigt wird. „Dafür hat ein Mitarbeiter bei uns auch mal am Montag frei.“

Vor dem Hintergrund rasch steigender Fälle von Burn-out kommt der Arbeit von Simone Damschek aus Eichenau bei München besondere Bedeutung zu. Sie hat sich darauf spezialisiert, psychischen Problemen von Mitarbeitern in den Unternehmen vorzubeugen. Grundlage dafür bildet auch die gesetzlich vorgeschriebene Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen am Arbeitsplatz, die die Unternehmer nachweisen müssen, sobald sie einen Mitarbeiter beschäftigen. Im Gespräch mit Lothar Lehner beschrieb die gebürtige Sindelfingerin ihre Vorgehensweise in den Betrieben und zeigte auf, wie sie mit gefährdeten Beschäftigten arbeitet, um ein Burn-out zu verhindern. Dabei wählt die zertifizierte Trainerin einen ganzheitlichen Ansatz und bietet ein gezielt zusammengestelltes Programm für Körper, Geist und Seele.

Die Themen, die die Interviewgäste von Lothar Lehner bei der Unternehmerlounge setzten, boten Gelegenheit zu intensiver Diskussion und Gesprächen beim geselligen Teil. Da kam auch das Netzwerken nicht zu kurz. Eine Absicht, die der BVMW mit dieser Veranstaltungsreihe ebenfalls verfolgt. Die nächste Unternehmerlounge findet im September statt. Gast ist dann Finanz-Staatssekretär Peter Hofelich.

Landkreis Göppingen hinkt wirtschaftlicher Entwicklung hinterher - BVMW-Unternehmerlounge beleuchtet Ursachen

Michael Engelhardt und Lothar Lehner im Gespräch

Die wirtschaftliche Entwicklung im Kreis Göppingen hinkt der im Land und im Bund hinterher – und das trotz der guten Konjunktur. Michael Engelhardt, Geschäftsführer der Creditreform in Göppingen, erläuterte bei der Unternehmerlounge des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW) in der „Orangerie“ in Uhingen einige Zahlen aus dem regionalen Monitoring, das die Creditreform jährlich erstellt und das noch im Juni für den Kreis Göppingen veröffentlicht werden soll. Ein wesentlicher Faktor für die wirtschaftliche Bewertung ist die Zahl der Insolvenzen. Von den 11200 Unternehmen im Landkreis hätten 206 schließen müssen, so Engelhardt.  Das seien 1,84 Prozent. Landesweit liege diese Zahl bei 1,61 Prozent, in Westdeutschland bei 1,80 Prozent. Nachteilig für den Wirtschaftsstandort Landkreis Göppingen seien der fehlende Ausbau der B 10 und der A 8,  die schlechten Anschlüsse an die Autobahn, die schleppende Erschließung von Gewerbegebieten mit Datenautobahnen, das fehlende Einkaufszentrum in Göppingen, sowie Hotels. Im Gespräch mit dem  Kreisvorsitzenden des BVMW, Lothar Lehner, unterstrich Engelhardt, dass sich das produzierende Gewerbe im Kreis unabhängiger von den Autokonzernen machen und sich breiter aufstellen müsse, zudem sollte man ein Augenmerk auf Technologie- und Dienstleitungsunternehmen legen. TeamViewer oder das geplante Entwicklungszentrum von Schuler seien da gute Beispiele. Engelhardt zeichnete in dem Gespräch auch die Entwicklung der Creditreform, die 1879 in Mainz als Verein gegründet worden war und bis heute die Vereinsstrukturen erhalten hat. Als Wirtschaftsauskunftsdatei und Inkassodienstleister biete man nicht nur Informationen über die Bonität von Unternehmen, man helfe Firmen auch, wenn es um deren Bewertung gehe. In diesem Zusammengang unterstrich Engelhardt, dass mit den Daten der Unternehmen sehr sensibel umgegangen werde und Datenschutz groß geschrieben werde.

 

Thiphaphone Sananikone vom Mannheimer Finanzdienstleister Berninger und Sananikone war ein weiterer Gesprächsgast von Lothar Lehner. Die aus Laos stammende Finanzexpertin, die auf ihrem Gebiet als Koryphäe gilt, zeigte auf, die man auch in Zeiten niedriger Zinsen noch eine gute Rendite erwirtschaften kann, die deutlich über der Inflationsrate liegt. In den meisten Verträgen würden die entstehenden Kosten verschwiegen und die könnten sehr hoch sein, wie Sananikone an einem Beispiel erläuterte. Könnten diese Kosten, die Banken und Versicherungen erheben, wegfallen, sei eine Rendite von bis zu neun Prozent bei einem kalkulierbaren Risiko möglich.

Was bedeutet der ab 1. Juli gesetzlich geregelte Anspruch auf Bildungsurlaub  für die mittelständischen Unternehmen? Mit dieser Frage setzte sich Rechtsanwalt Jörg-Martin Walser (Göppingen) bei der Unternehmerlounge auseinander. Der Wirtschafts- und Arbeitsrechtler verwies auf den hohen bürokratischen Aufwand, der damit verbunden sei. In den Bundesländern, in denen es das Gesetz schone gebe, machten gerade mal ein Prozent  der Beschäftigten davon Gebrauch. Unternehmen, die nicht mehr als zehn Mitarbeiter hätten, können den Bildungsurlaub ablehnen. Das habe jetzt schon dazu geführt, dass Betriebe mit zwölf oder 13 Mitarbeitern ihr Personal reduziert hätten.

Mit Martin Kaess aus Albershausen stellte sich in der Unternehmerlounge der FDP-Landratskandidat für den Wahlkreis Göppingen vor. Der selbstständige Gärtnermeister aus Albershausen, der seit 1980 Mitglied in der FDP ist, will sich im Falle seiner Wahl für den Abbau von Bürokratie für den Mittelstand einsetzen. Der langjährige Gemeinde- und Kreisrat  macht sich zudem stark für einen Halb-Stunden-Takt auf der Filstalbahn bis Geislingen. Kaess hofft, dass  nach den Wahlerfolgen in Hamburg und Bremen seine Partei auch im Flächenland Baden-Württemberg locker den Sprung über die Fünf-Prozent-Hürde schafft.

Industrie 4.0 – ein schleichender Prozess

Unternehmerlounge des BVMW: Was steckt hinter dem Schlagwort Industrie 4.0?

 
Kreis Göppingen.  „Industrie 4.0“ – nur ein tolles Schlagwort oder steckt mehr dahinter? Bei der Unternehmerlounge des Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW) im Hotel „Hohenstaufen“ in Göppingen äußerten sich Unternehmer aus unterschiedlichen Branchen.


Die „Industrie 4.0“, die vierte industrielle Revolution,  gilt als Zukunftsprojekt der Bundesregierung im Bereich der Hightech-Strategie, mit der vor allem die Informatisierung der Fertigungstechnik vorangetrieben werden soll. In den Betrieben soll alles vernetzt werden, um Ressourcen besser zu nutzen, Fehler zu vermeiden, Kunden zu integrieren und die Wertschöpfung zu erhöhen. Das Thema, das erstmals bei der Hannover-Messe 2011 diskutiert wurde, treibt seither die Wirtschaft um. Für Lothar Lehner vom BVMW ein Grund, bei der Unternehmerlounge einmal nachzuhaken, wie die vierte industrielle Revolution in der Praxis aussieht. Die vier geladenen Referenten machten indes deutlich: „Industrie 4.0“  ist keine Revolution, die Unternehmen über Nacht verändern, vielmehr ist es ein schleichender Prozess, der auch ohne das von der Politik in Gespräch gebrachte Schlagwort stattfinden würde.


Mario Gönitzer, einer der beiden Geschäftsführer von Zeta-Software (Stauferpark Göppingen), entwickelt mit zehn Mitarbeitern Software im Individual- und Standardbereich. Aushängeschild des Unternehmens ist eine Website-Software, mit der Nutzer in der Lage sind, ihre Homepage ohne großen Aufwand selbst zu erstellen und zu aktualisieren. Mit der simplen Benutzeroberfläche arbeiten mittlerweile nicht nur kleine und mittelständische Unternehmen, sondern auch Konzerne, Kommunen und Ministerien, wie Gönitzer erläuterte.


Daniel Hotzy, Direktor Research & Development bei der Eberspächer Automotive Controls GmbH & Co. KG in Esslingen, sieht die Industrie 4.0 als „schleichende Revolution“. Die Vernetzung finde in seinem Unternehmen schon seit eh und je statt. Der sechsfache Familienvater aus Gingen/Fils arbeitete zunächst im Göppinger Steinbeis-Transferzentrum und entwickelte dort innovative Elektronik für das Auto. So gut, dass der Teil des Transferzentrums ausgegründet wurde und mit Eberspächer ein namhafter Partner gefunden werden konnte. Im Zuge von Umstrukturierungen  wurde vor wenigen Jahren das Göppinger Unternehmen nach Esslingen verlegt. Dort beschäftigt sich der Diplom-Ingenieur weiter mit der elektronischen Entwicklung von Autoteilen, zum Beispiel bei der Abgastechnik oder beim Sounddesign, das einen immer höheren Stellenwert einnehme.  Nicht nur Autotüren müssten beim Zuschlagen einen „gewissen Sound“ verbreiten, sondern auch Motoren.


Dass sich die konsequente Umsetzung von „Industrie 4.0“ in einem Unternehmen durchaus lohnt, machte Dr. Reinhold Bareiß von  der Eagle Peak GmbH in Schwäbisch Gmünd deutlich. Um die totale Vernetzung in einem Unternehmen, möglich durch die eigens dafür entwickelte Software, zu erreichen, müsse jeder Stein im Betrieb umgedreht werden. Unterm Strich rechne sich dieser enorme Aufwand aber. Die Fehlerquote tendiert gegen Null, die Produktivität konnte in dem als Beispiel genannten Unternehmen um 15 Prozent gesteigert werden, zog Bareiß Bilanz.


Wie „Industrie 4.0“ die Arbeit einer Marketingagentur verändern kann, machte Manuel Hollert von der Agentur 7° Plus im Göppinger Stauferpark am Beispiel der Katalogherstellung deutlich. Eine einheitliche Software, mit der in einem Unternehmen Techniker, Vertriebler und Marketingleute arbeiten, erleichtert die Herstellung der Produktbeschreibungen und beschleunigt die Umsetzung in der Agentur. So könne ein Katalog von 300 Seiten in wenigen Stunden erstellen werden, was früher Wochen gedauert habe.

Den geselligen Teil der Unternehmerlounge des BVMW nutzten die Firmenchefs zum gegenseitigen Kennenlernen. Das an dem Abend unter den Teilnehmern verloste „Stauferkischtle“ der Maitis-Media Verlagsgesellschaft Göppingen ging an die Geschäftsführerin der Zepf² GmbH in Bad Boll, Carmen Zepf.


Bei der Unternehmerlounge des BVMW: Mario Gönitzer (Zeta-Software), Daniel Hotzy (Eberspächer), Dr. Reinhold Bareiß (Eagle Peak). Manuel Hollert (7° Plus), sowie BVMW-Kreisvorsitzender Lothar Lehner (von links). Foto: BVMW (zur honorarfreien Veröffentlichung)

 

 

Werben für die Handball-WM in Göppingen - Frisch-Auf-Frauen Marketingleiterin berichtet bei BVMW-Unternehmerlounge

Handball-WM unterm Hohenstaufen?   Bianca Baar, Marketingleiterin bei den Frauen von Frisch Auf Göppingen, hält dies für möglich. Bei der Unternehmerlounge des Bundesverbandes Mittelständische Wirtschaft (BVMW)  warb sie bei den Firmeninhabern für noch mehr Handballbegeisterung.

2017 ist Deutschland Gastgeber der Weltmeisterschaft im Frauenhandball, zwei Jahre später, zusammen mit Dänemark, tragen die Männer ihre Titelkämpfe aus. Dass Göppingen Austragungsort von WM-Spielen werden könnte, hält Bianca Baar für denkbar. Vor allem für Spiele bei der Frauen-WM habe Göppingen gute Karten, erzählte der Marketingprofi im Interview mit  BVMW-Kreischef Lothar Lehner im Hotel „Hohenstaufen“. Die EWS-Arena erfülle von der Platzzahl her die Vorgaben des Verbandes. Nur bei den geforderten Nebenräumen sehe es noch düster aus. „Die müssten erst noch geschaffen werden, durch Anbauten oder ein ansprechendes Containerdorf.“  Wenn Göppingen bereit sei, diese Investitionen vorzunehmen, dann seien Spiele bis zum Viertelfinale unterm Hohenstaufen möglich.  Bei der Handball-Weltmeisterschaft der Männer macht sich Baar für eine Bewerbung der Sportregion Stuttgart stark und brachte  die Porsche-Arena als Austragungsort ins Gespräch.

Die Bedeutung des Handballs für den Standort Göppingen sei unbestritten, so Baar. Knapp 300 Unternehmen engagieren sich bereits bei den Handball-Bundesligisten. Nach wie vor sei Göppingen deutsche Handball-Hauptstadt. Viele Jahre sei die Stadt die einzige gewesen, in der sowohl Frauen als auch Männer in der Bundesliga spielten. Inzwischen sei das auch in Berlin und Bietigheim der Fall. Da aber in Göppingen noch zwei Jugendmannschaften in der Bundesliga mitmischen, stehe man mit vier Spitzen-Teams im Handball bundesweit ganz oben. Welche Möglichkeiten Unternehmen haben, sich bei Frisch Auf zu engagieren, zeigte Baar ebenfalls auf. Sie berichtete über die gemeinsame Vermarktung von Männer- und Frauenhandball, sprach über Kontaktmöglichkeiten der Firmenchefs beim Freundeskreis oder im Businessclub. Für Unternehmen, die sich für eine Unterstützung der Handball-Bundesligisten interessieren, würden maßgeschneiderte Angebote gemacht. „Uns ist aber auch wichtig, dass die Firmen Begeisterung für die Handball-Idee mitbringen“, so Baar, die auch über die Nachwuchsarbeit bei Frisch Auf informierte.

Wie können Leistungssportler ihre Fitness verbessern? Gerhard Oechsle Geschäftsführer von Respofit in Geislingen, hob in seinem Kurzvortrag auf die von seinem Unternehmen federführend entwickelte „ganzheitliche Leistungsdiagnostik“ ab. Studien hätten bewiesen, dass nur diejenigen optimale Leistung bringen können, die auch richtig schlafen. Störfaktoren rund ums Bett müssten daher vermieden werden. Für Oechsle gehören  vor allem Fernsehen und Handy dazu. Wer schläft während der Fernseher läuft hat einen deutlich schlechteren Schlaf, ebenso der, der das Handy angeschaltet neben sich auf dem Nachttisch liegen hat. Auch wenn seine Untersuchungen vornehmlich bei Weltklasse-Sportlern vorgenommen wurden, seien die Ergebnisse auf andere übertragbar, auch auf Unternehmer. Oechsle riet  dazu, mindestens eine Stunde vor dem  Einschlafen den Fernseher auszuschalten, das Handy aus dem Schlafzimmer zu verbannen und im Bett anstelle eines E-Books auf das gedruckte Buch zurückzugreifen. „Das ist für die Augen auf jeden Fall besser“, so der Experte.

Überraschungsgast bei der Unternehmerlounge war Hartmut Schüle vom Bankhaus Bauer in Stuttgart. Der ehemalige langjährige Mitarbeiter der Kreissparkasse Göppingen kümmert sich bei der traditionsreichen Stuttgarter Privatbank vor allem um die Geldgeschäfte von Unternehmern. Auch in der Null-Zins-Phase könnten noch Renditen erzielt werden, so Schüle. Hilfe bekomme er da vom Computer. Das Bankhaus hatte vor einigen Jahren ein bundesweit beachtetes Programm entwickelt, das die Chancen auf Renditen signalisieren könne. Auch die griechische Finanzkrise sprach Schüle an. Hier mahnte er, die Verhältnisse nicht außer Acht zu lassen. Griechenland habe eine Wirtschaftsleistung die mit der von Hessen vergleichbar sei. Daher sei die Griechenland-Krise für die EU kein Riesenproblem. An ein Ausscheiden Athens aus dem Euro glaube er nicht, da dies wohl auch einen Austritt des Landes aus der EU nach sich ziehen könne. Schüle bezog sich dabei auf eine Aussage von EU-Kommissionschef Jean-Claude Juncker.

Mehr Sicherheit muss nicht immer teuer sein - Experten des BVMW geben Unternehmern Tipps

Der Schutz von Eigentum, Personen und Daten war zentrales Thema beim jüngsten Treffen der Mitglieder des Bundesver­band Mittelständische Wirtschaft (BVMW) in Süßen.  Die fünf  Referenten aus der Region stießen auf ein interessiertes Publikum.

 

Einig waren sich die Sicherheitsexperten beim Netzwerkerabend des BVMW im vollbesetzten Nebenzimmer im Gasthaus Löwen in Süßen in einem Punkt: „Eine hundertprozentige Sicherheit gibt es nicht, aber man kann viel für mehr Schutz von Eigentum, Personen und Daten tun.“ Die Experten gaben zahlreiche Tipps.  Rudolf und Dominik Oberdorfer aus Göppingen konzentrierten sich auf den Schutz von Eigenheimen und Wohnungen, der vor dem Hintergrund von gut 300 Hauseinbrüchen im Landkreis Göppingen in 2014 an Bedeutung gewinnt. Die Hausbesitzer würden es den Einbrechern oft noch zu einfach machen. Vor allem Terrassen- und Balkontüren, aber auch Fenster ließen sich oft zu leicht aufhebeln. Dabei gebe es, so Rudolf Oberdorfer, Türen und Fenster, an denen die Täter verzweifeln würden. Lichtschächte und Dachfenster ließen sich ebenfalls sichern. Im Erdgeschoss könnten auch Fenstergitter einen Einbruch verhindern.

Wie wichtig Sicherheitskonzepte für Firmen sind zeigte Frank Baumann vom BS-Sicherheitsdienst in Heiningen auf. Wegen fehlender Sicherheitskonzepte würden vielen Unternehmen hohe Schäden entstehen, so der frühere Polizist, der sich 2002 selbstständig gemacht hat. Mechanischer Einbruchschutz reiche oft nicht aus. Baumann setzt vor allem auf die Videoüberwachung. Der elektronische Alarm laufe  bei der Leitstelle auf, von dort könne der Einsatz dann koordiniert werden. Ein Schwerpunkt seines Unternehmens sei auch die Sicherung von Transporten, auch mit Gefahrgut.

Wie anfällig viele Firmengebäude für Ganoven sind, zeigte Raphael Röttinger, Geschäftsführer von Isec Solution in Ulm auf. Die Tatsache, dass immer mehr Firmen Arbeiten von externen Unternehmen ausführen ließen, erhöhe die Anwesenheit betriebsfremder Personen auf dem Firmen-Areal. Röttinger empfiehlt  Unternehmen, dass sich Besucher grundsätzlich an- und abmelden und ihre Daten hinterlegen. „Personenschutz ist erst dann gut, wenn man die Personenschützer nicht als solche erkennt“, so Röttinger und widersprach damit dem Bild vom auffällig großen und breitschultrigen Leibwächter, der, ganz in schwarz gekleidet, auch noch seine Waffe offen zeigt. Röttinger, dessen Unternehmen  viele Prominente  begleitet hat – darunter Helene Fischer -  besteht auch darauf, dass mindestens ein Mitarbeiter seines Teams die Sprache des zu Beschützenden spricht. Ein großes Thema sei, so Röttinger, auch die Veranstaltungssicherheit. Für je 500 Besucher seien zwei Sicherheitskräfte erforderlich. „Da braucht schon manch eine Geburtstagsparty einen Schutz“, so der Experte. „Viele Veranstalter würden das Naheliegendste oft übersehen. Was passiert denn, wenn  ein Besucher aus gesundheitlichen Gründen zusammenbricht?“

Dass mit Daten oft schludrig umgegangen wird, machte der TÜV-geprüfte Datenschutzauditor Eugen Röttinger (Ulm) deutlich. Die beste Firewall für den Computer nütze nichts, wenn Firmenmitarbeiter grob fahrlässig heikle Daten ausplaudern. Als Beispiel nannte Röttinger eine Arztpraxis, in der die Sprechstundenhilfe am Telefon einem Patienten seine Untersuchungsergebnisse vortrage – für alle im Wartezimmer gut hörbar. Auch bei der Patientenanmeldung  würde oft alles andere als diskret mit persönlichen Daten umgegangen, so der Geschäftsführer der Euroecon C & C. Viele Firmen hätten die Bedeutung des Datenschutzes noch nicht erkannt und viele Geschäftsführer seien sich nicht bewusst, dass sie bei Verstößen gegen Datenschutzbestimmungen mit ihrem Privatvermögen haften.

Arbeitssicherheit und Gesundheitsschutz hat sich Michael Bartolome  auf die Fahnen geschrieben. Viele Firmen, vor allem klein- und mittelständische Unternehmen,  setzen bei ungenügenden  Vorkehrungen ihr Image aufs Spiel. Ein weiteres Thema für den Experten aus Eschenbach: Hohe Schäden, die durch Wirtschafts­kriminalität, Materialdiebstahl oder Vandalismus entstehen. „Was passiert, wenn ein verärgerter Mitarbeiter Firmendaten abspeichert?“  Der Referent riet zu einer Klassifizierung von Informationen in den Betrieben. Nicht jeder müsse alles wissen.

Staat mischt sich verstärkt in Betriebe ein; BVMW kritisiert hohen bürokratischen Aufwand durch neue Gesetze

„Der Staat mischt sich immer mehr in die Abläufe in den Unternehmen ein.“ Lothar Lehner, Leiter der Kreisgeschäftsstelle Göppingen des Bundesver­bandes mittelständische Wirtschaft mit Zuständigkeit auch für den Landkreis Esslingen, kritisierte bei der ersten Unternehmer-Lounge in diesem Jahr den erneut gestiegenen  bürokratischen Aufwand für die Betriebe.

 Für den Mittelstand verspricht das Jahr 2015 ein spannendes zu werden, so Lehner zum Auftakt der Unternehmer-Lounge, zu der rund 30 Firmenchefs in die Steuerberatungskanzlei Hofmann, Wahler & Partner nach Zell u. A. gekommen waren. Der BVMW-Chef im Kreis nannte dann auch gleich die Themen, die für die Mittelständler von Bedeutung seien. Bleibt Griechenland in der Eurozone? Welche Folgen hätte ein Athener Euro-Ausstieg für andere Krisenländer wie zum Beispiel Italien? Dessen Austritt aus dem Euroraum könnte das Ende der Gemeinschaftswährung sein, prophezeite Lehner. Auch die Ukraine-Krise bereitet dem BVMW Sorgen. „Auch wenn Putin mit der Annektierung der Krim Völkerrecht gebrochen hat, so ist die Antwort des Westens darauf fragwürdig“, so Lehner. „Die Entspannungspolitik der 70er Jahre hat noch eine andere Sprache gesprochen.“ Die Einführung des Bildungsurlaubes werde den Mittelstand ebenso belasten wie die des Mindestlohns. Vor allem der  hohe bürokratische Aufwand führe gerade  bei kleineren Unternehmen zu Beeinträchtigungen bei Forschung und Entwicklung.

Welche Auswirkungen 2015 Änderungen bei  der Steuergesetzgebung auf die Unternehmen haben zeigte Peter Wahler von der Steuerberatungskanzlei Hofmann, Wahler & Partner in Zell u. A. auf. Wahler legte den Schwerpunkt vor allem auf die Einführung des Mindestlohns, der  dem Mittelstand zu schaffen machen werde. Denn der bürokratische Aufwand sei immens. Vor allem die nun vorgeschriebene Erfassung und Archivierung der Arbeitszeit der Mitarbeiter werde den Unternehmern eine Menge Zeit kosten.  Die müsste nicht nur für stundenweise Beschäftigte hinterlegt werden, sondern auch für Mitarbeiter mit dem Festgehalt. Denn ein Mitarbeiter mit 1700 Euro Festgehalt komme in einem Monat mit 18 Arbeitstagen auf über 8.50 Stundenlohn, in einem Monat aber mit 23 Arbeitstagen bliebe er aber darunter. Eine Verrechnung der Monate untereinander sei ebenso wenig erlaubt, wie die Umlegung des Urlaubs- und Weihnachtsgelds auf das gesamte Jahr. Letzteres dürfe nur im Monat der Auszahlung auf den Stundenlohn angerechnet werden.

Der Versicherungsexperte Dietmar Buntz verriet den Unternehmern, wie sie ihren Beitrag für die private Krankenversicherung konstant halten können. Mittelständler, die im Alter 800 Euro Monatsbeitrag und mehr an die private Krankenversicherung zahlen müssen, sollte es nicht mehr geben. „Lassen Sie sich von den Versicherungen nicht ausnehmen“, riet Buntz, warnte zugleich aber auch vor einem Wechsel zu einer anderen Krankenversicherung. An Beispielen zeigte Buntz auf, wie sich der Monatsbeitrag um mehr als die Hälfte senken lässt.

Marc Ast rief mit seinem Kurzvortrag über die datenschutzrechtlichen Bestimmungen beim Betreiben einer Firmen-Website bei einigen Unternehmern ungläubiges Staunen hervor. Er riet den Firmenchefs auch dazu, sich um ein internes und öffentliches Verfahrensverzeichnis zu kümmern, um rechtlich auf der sicheren Seite zu sein. Jürgen Dagutat von der Kirchheimer Aurenz GmbH ging in seinem Kurzvortrag auf die Sicherheitslücken bei Telefonanlagen ein. Zumeist konzentrierten sich die Unternehmen auf den Schutz ihrer gespeicherten Daten, vergäßen aber oft, dass  Hacker verhältnismäßig einfach nicht gesicherte   Telefonanlagen knacken  und Unternehmen – vor allem übers Wochenende – Schäden in hohem fünfstelligen Betrag anrichten können.

Berliner Politik aus schwäbischer Sicht: Round Table mit Heike Baehrens (SPD) und Hermann Färber (CDU) – Große Koalition

Der Kamin blieb im Badhotel in Bad Überkingen aus – angesichts der sommerlichen Temperaturen ein glücklicher Umstand.  Der Geschäftsführer des BVMW-Kreisverbandes Lothar Lehner hatte die beiden Bundestagsabgeordneten aus dem Landkreis Göppingen Heike Baehrens (SPD) und Hermann Färber (CDU) zum Kamingespräch mit Vertretern und Vertreterinnen der mittelständischen Wirtschaft eingeladen.

Die beiden Abgeordneten sind Neulinge in Berlin und berichteten zunächst von ihren ersten Monaten in Berlin und über die Zusammenarbeit in der Großen Koalition. Als es um die jeweiligen politischen Schwerpunkte ging, berichtete Heike Baehrens über ihre Arbeit im Gesundheitsausschuss des Deutschen Bundestages, die anstehende Pflegereform und dass sie als stellvertretende Vorsitzende der Deutsch-Koreanischen Parlamentariergruppe demnächst nach Seoul reisen wird.

Hermann Färber, gelernter Landwirt, berichtete wie seine „Groko“-Mitstreiterin darüber, dass die tägliche Arbeit abseits aller Klischees sachbezogen und ideologiefrei geleistet wird. Sein Thema waren schwerpunktmäßig die besonderen Aspekte des Freihandelsabkommens  (TTIP) mit den USA und die damit verbundenen Chancen und Risiken: Verbraucherschutz und Klagen aus den USA gegenüber deutschen Firmen und Institutionen.

Bei der Diskussion machten die anwesenden Unternehmensvertreter besonders auf die Probleme durch zu viel Bürokratie und die Herausforderungen durch die Energiewende aufmerksam. Diskutiert wurde auch über das geplante Freihandelsabkommen zwischen den USA und der EU, wobei der Abbau von Handelshemmnissen grundsätzlich positiv bewertet wurde.  Die beiden Schwaben mit Arbeitssitz in Berlin betonten unisono, dass es kein Absenken europäischer oder deutscher Verbraucherschutzstandards geben wird.  Politik und Mittelstand waren sich durch die intensive  Diskussion an diesem Abend sicher ein Stück näher gekommen. Unser Foto zeigt die Teilnehmer des BVMW-Abends im Badhotel in Bad Überkingen.

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