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22. Mai 2017 | Südwestpark-Forum | Nürnberg

BVMW [MittelstandsForum] Betriebliches Gesundheitsmanagement

Durch gesellschaftliche Veränderungen – z.B. die demografiebedingte Alterung der Belegschaften, einen zunehmenden globalen Wettbewerb sowie den sich abzeichnenden Fachkräftemangel – gewinnt das Engagement von Unternehmen und Institutionen für die Arbeits- und Beschäftigungsfähigkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter immer mehr an Bedeutung. Erhalt der Arbeitsfähigkeit und Verbesserung der Beschäftigungsfähigkeit der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind entscheidend für die Zukunftsfähigkeit eines Betriebes.

Von einem ganzheitlich ausgerichteten betrieblichen Gesundheitsmanagement profitiert nicht nur die Belegschaft, sondern auch das Unternehmen oder die Institution als Ganzes - durch weniger Personalfluktuation, zufriedenere und engagierte Mitarbeiter sowie weniger krankheitsbedingte Fehlzeiten. Darüber hinaus steigert ein kluges Gesundheitsengagement auch die Arbeitgeberattraktivität. Gerade in strukturschwachen bzw. vom demografischen Wandel besonders betroffenen Regionen können auf diese Weise qualifizierte Beschäftigte gewonnen und an das Unternehmen gebunden werden.

Gründe genug also für Edgar Jehnes vom BVMW Mittelfranken, einen Workshop zum Thema Betriebliches Gesundheitsmanagement anzubieten. Personalchefs und BGM-Beauftragte aus kleinen und großen mittelständischen Unternehmen diskutierten am 22. Mai 2017 im Südwestpark in Nürnberg mit Gesundheitsmanagementexperten. Themen waren u. a. die Rahmenbedingungen und mögliche Konzepte, Strategien und Tipps für die Installierung eines BGM im Unternehmen. Außerdem wurden die Themen Resilienz und Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) beleuchtet. Und schließlich erfuhren die Teilnehmer in einem Best-Practice-Beispiel an, wie die RIBE Richard Bergner Holding GmbH & Co. KG das Thema BGM anpackt.

Die Veranstaltung fand statt im Rahmen der BVMW [TaskForce] BGM, bei der Personal- und Gesundheitsverantwortliche aus Unternehmen mit BGM-Experten wichtige Fragen des BGM diskutieren.

Betriebliches Gesundheitsmanagement, nichts für Mittelständler?

Norbert Winzen | VIACTIV Krankenkasse
Betrieblicher Gesundheitsmanager® nach Bundesverband BGM, Diplom-Oecotrophologe und Fachberater BGM und Prävention

BGM – Betriebliches Gesundheitsmanagement -  ist in aller Munde. Längst ist das Thema nicht mehr nur einem elitären Wissenschaftlerkreis vorbehalten. In vielen Großunternehmen gibt es längst eigene Abteilungen, die sich der Mitarbeitergesundheit annehmen. Und auch die Bundesregierung hat sich die Verbesserung der Volksgesundheit auf die Fahne geschrieben: Seit 2016 ist das „Gesetz zur Stärkung der Gesundheitsförderung und der Prävention“ in Kraft. Betriebe spielen hier als Lebenswelt, in der Menschen zusammenkommen, eine besondere Rolle. Aber wie können mittelständische Betriebe die Gesundheit ihrer Mitarbeiter stärken? Und macht das wirtschaftlich für den eigenen Betrieb überhaupt Sinn?

Best Practice: Betriebliches Gesundheitsmanagement der RIBE-Gruppe

Reinhold Leng | RIBE Richard Bergner Holding GmbH & Co. KG
Leiter Betriebliches Gesundheitsmanagement, Gesundheitsmanager IHK, Demografie-Berater nach INQA

RIBE in Schwabach entwickelt kundenspezifische Lösungen in den Bereichen Verbindungstechnik, Elektroarmaturen und Technische Federn. Das Familienunternehmen in der 4. Generation ist ein international anerkannter Entwicklungs- und Produktionspartner. BGM bei RIBE bedeutet unter anderem: Verhältnis und Verhaltensprävention für die Gesundheit der Mitarbeiter,  Anbieten von Hilfestellungen, Förderung der Eigenverantwortung aller Beschäftigten, Steigerung der Motivation und Arbeitszufriedenheit, gezielte Gesundheitsförderung im Ausbildungsbereich, Gesundheitscoaching und weitere individuelle Maßnahmen. Reinhold Leng, Leiter Betriebliches Gesundheitsmanagement bei der RIBE-Gruppe, erläutert, wie BGM bei dem Unternehmen begann, welchen Verlauf das Programm nahm und welche Bausteine das ganzheitliche Gesundheitsmanagement bei RIBE umfasst.

Gesund und leistungsstark - Wirtschaftlicher Erfolg braucht Resilienz als Widerstandskraft

Prof. Dr. Jörg Pscherer | glasklar GmbH
Professor für Wirtschaftspsychologie und Gesundheitsmanagement an der FOM Hochschule in Nürnberg, Inhaber der Psychologischen Praxis Pscherer, Mitinhaber der glasklar GmbH für systemische Unternehmensentwicklung

Lässt man den normalen Stress der Multitasking-Gesellschaft außer Acht, ist Burnout die Speerspitze einer Entwicklung, die fast schon zur Gewohnheit geworden ist. Wer als Führungskraft stolz sagt, in der eigenen Abteilung fallen doch kaum Mitarbeiter aus, sollte auf den sogenannten Präsentismus blicken: Neben manifesten Krankheitsausfällen führt auch Anwesenheit ohne Leistungskraft zu steigenden Einbußen im Produktionsergebnis. Richtige Burnout-Prävention setzt auf verschiedenen Ebenen und rechtzeitig an: Das sind einerseits strukturelle Unternehmensfaktoren (konstruktives Arbeitsklima, an- statt überforderdernde Arbeitsgestaltung) und das sind Verhaltenskompetenzen des Einzelnen. Einen zentralen Stellenwert nimmt dabei gesundheitsorientiertes Selbstmanagement ein. Der Vortrag beleuchtet ein Kernproblem gerade bei Führungsverantwortlichen: Gesundheit ist zwar wichtig, steht aber im Zweifelsfall den Alltagszwängen zurück. Wie kann man sich dagegen wehren? Die Antwort liefert Resilienz.

Integration von BEM in BGM - Betriebliches Eingliederungsmanagement (BEM) als ein Erfolgsfaktor des Betrieblichen Gesundheitsmanagements (BGM)

Heike Grethlein | EinfachStimmig
Dipl.-Sozialwirtin, Expertin für Gesunde Arbeit

Gesunde, leistungsfähige MitarbeiterInnen sind - gerade im Hinblick auf den demografischen Wandel und den Fachkräftemangel - eine zentrale Größe für den Unternehmenserfolg. Nutzen Sie das BEM, um Ihr BGM weiter zu stärken. Optimal verzahnt und auf die besonderen Verhältnisse Ihres Unternehmens abgestimmt, erreichen Sie positive Effekte auf die krankheitsbedingten Fehlzeiten und den Erhalt der Arbeitsfähigkeit. In dem Impulsvortrag lernen Sie die Grundzüge des BEM kennen und bekommen Anregungen, wie Sie BEM systematisch einführen können. Basierend auf den praktischen Erfahrungen in regionalen mittelständischen Unternehmen erhalten Sie Tipps rund um die DO’s und DON’Ts des BEM.

Partner

Bayern

Edgar Jehnes