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Mobikon: Mobile-Integration von Business und Lifestyle

Bild: Messe Frankfurt Exhibition GmbH

Fachbesucher loben hohe Themen-Qualität: Digitale Agenda, Proximity, Wearables und Mobile-Start-ups

Mobile nimmt als B2B-Applikation Fahrt auf. Die Anwenderbranchen zeigen erste Eigenentwicklungen und integrieren sie in ihre Strukturen. Mit diesem Fazit geht heute die Mobikon, die Mobile Business Fachmesse mit integriertem Kongress des Jahres 2015, zu Ende. An den beiden Messetagen besuchten rund 3.800 Teilnehmer die Aussteller an ihren Ständen und erlebten das umfangreiche Kongressprogramm auf fünf Bühnen.

„Die Mobikon zeichnet in diesem Jahr die Öffnung der deutschen Unternehmen hin zur Anwendung mobiler Technologien nach. Mobile-Technologien haben sich in den zurückliegenden sieben Jahren nun davon gelöst, ein Novum zu sein: Die Rückintegration von Mobile in die bestehenden Unternehmens­strukturen von Kommunikation, IT und Entwicklung vollzieht sich schneller und grundlegender als bisher absehbar. Mit den Kongressthemen hat die Mobikon dieses Jahr einen hochkarätigen Impuls gesetzt. Wir sehen dies am enormen Zuspruch zum Kongress und zur Ausstellerpräsenz dort, wo konkrete Anwendungen für Handel, Industrie und Lifestyle Furore machten“, sagt Iris Jeglitza-Moshage, Geschäftsleitung Messe Frankfurt Exhibition GmbH, zu Messeschluss.

So zeigten etwa die Industrieinitiative der NFC-Branche Smart Media Alliance, die Firma Schneider Schreibgeräte GmbH und die auf E-Business-Lösungen spezialisierte 1eEurope GmbH erste Anwendungen für Handel und Gastronomie. Ihr Auftritt im Rahmen der Proximity Area der Mobikon stieß auf beachtliche Resonanz bei den Besuchern. Holger Schaffer, Director Business Development, Schneider Schreibgeräte GmbH: „Proximity-Technologien wie Bluetooth, Beacons und NFC Tags haben wir auf der Mobikon erfolgreich gezeigt. Diese Hardware ermöglicht Plattformen, die im Handel vielfältige Lösungen zur Kommunikation in Alltagsanwendungen bereitstellen: Im Supermarkt, in der Boutique, in der Bar und im Museum. Die Zukunft heute schon live erleben – das hat auf der Mobikon sehr gut funktioniert und allen gefallen.“ Michael Lehmann, Head of Mobile Business, T-Systems Multimedia Solutions, resümierte ähnlich: „Unsere Erwartungen an die Mobikon haben sich übererfüllt. Wir konnten unsere Proximity-Lösung in zahlreichen Gesprächen an beiden Messetagen erfolgreich präsentieren. Mit einigen Kunden haben wir bereits konkrete Realisationsvorhaben mit zeitlicher Umsetzung besprochen.“

Auch der Payment-Anbieter Paypal zieht eine positive Bilanz. „Die Mobikon hat uns einmal mehr gezeigt, dass die Branche als Ganzes reifer wird. Gespräche und Fragen waren in diesem Jahr deutlich konkreter und anspruchsvoller als noch im Vorjahr,“ fasst Sven Kappel, Head of Mobile und Omnichannel bei PayPal, die Messe-Präsenz seines Unternehmens in Frankfurt am Main zusammen.

Für die branchenpolitischen Sprecher fügt sich dies ins aktuelle Bild.

Marco Junk, Geschäftsführer des Bundesverbands Digitale Wirtschaft   (BVDW) e.V.: „Die Mobikon 2015 hat gezeigt, dass die erhöhten Anforderungen der Marktteilnehmer die Professionalisierung des Mobile Business vorangetrieben haben. Eine aktuelle Wachstumsrate von über 100 Prozent bei mobil getätigten Online-Käufen verdeutlicht das außerordentliche Potenzial von Mobile. Insofern war die Mobikon für den BVDW als fachlicher Partner eine hervorragende Plattform, diese Wachstumsfelder aufzugreifen und abzubilden. Wir freuen uns besonders über die enorm positive Resonanz zu unserer DO MOBILE! Area auf der Mobikon.“

Die Integration von Mobile-Lösungen rückt dank Initiativen wie zum Beispiel dem Förderschwerpunkt Mittelstand-Digital oder der DO MOBILE! Area des BVDW auch im Mittelstand in greifbare Nähe. Angelika Müller, Leiterin Referat Mittelstand-Digital im BMWi: „Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) ist mit dem Förderschwerpunkt Mittelstand-Digital und seinen 69 Projekten bereits das zweite Mal auf der deutschen Leitmesse für das Mobile Business vertreten. Im Vordergrund steht für uns die Sensibilisierung der mittelständischen Unternehmen für die Einführung von elektronischen Geschäftsprozessen, um ihre Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten bzw. zu steigern. Wie der erfolgreiche Umbau zum ‚mobilen‘ Unternehmen gelingen kann, zeigten die Projekte auf der Mittelstand-Digital-Kongressmesse mit Best-Practice-Beispielen und Vorträgen aus Praxisunternehmen. Die Mobikon ist für uns eine ideale Plattform, um alle Partner von Mittelstand-Digital zusammenzubringen und um sie mit den Akteuren des Mobilen Business zu vernetzen.“

Einen Marktüberblick erlangen und Benchmarking betreiben, das hat das Gros der Besucher auf der Mobikon dementsprechend erfolgreich tätigen können. Auch hier zeigte sich in der äußerst positiven Resonanz, wie wichtig Orientierung für die Mobile-interessierte Unternehmerschaft auf Besucherseite in dem sich weiterhin schnell bewegenden Markt der Mobile-Technologien ist. Die Guided Tours von Mobikon und des BVDW im Rahmen der Initiative DO MOBILE! waren restlos ausgebucht. Hans Rodewald, Leiter Wirtschaftsregion FrankfurtRheinMain des Bundesverbands mittelständische Wirtschaft (BVMW); „Die geführten Messerundgänge für Fachbesucher lieferten einen optimalen Überblick über die Highlights der Mobikon: kompakt, aktuell und höchst informativ.“

Vladimir Srejic, Software Development Innovation bei der Aloys F. Dornbracht GmbH & Co. KG Armaturenfabrik: „Für mich ist mein Mobikon-Besuch gewissermaßen ein Testballon. Unser Unternehmen erweitert – vor allem, um dem Kunden einen echten Mehrwert zu bieten – die Produktpalette um Mobile-Anwendungen aus dem Internet of Things. Da ist es für mich wichtig, Benchmarking zu betreiben. Mein Mobikon-Besuch hat mir gezeigt: Die Marktrealität bestätigt uns in unseren Entwicklungen! “ Sven Jacoby, Online-Vertriebsmanager beim Versorgungsunternehmen Mainova AG: „Ich bin gezielt zum Mobikon-Kongress gekommen, um mir Aktuelles zur Mobile-Implementierung aus erster Hand zu holen. Und das konnte ich hier hervorragend tun. Überrascht hat mich die Bandbreite der inzwischen marktreifen Wearables.“

Die weltweit aktive MobileMonday-Bewegung hatte die Mobikon zur Plattform ihrer diesjährigen Mitgliederversammlung (Global Summit) erstmals in Deutschland gemacht. 30 MobileMonday-Chapter aus aller Welt waren dabei. Auf der „Pow Wow“-Vortragsbühne präsentierte MobileMonday eine Reihe von Deep-Knowledge-Vorträgen und Networking-Gelegenheiten mit „Mobile Natives“ an beiden Mobikon-Messetagen.

Auf der zweitägigen Fachveranstaltung erlebten 3.800 Teilnehmer ein exklusiv besetzter Kongress mit 206 Sprechern aus sieben Ländern sowie Mobile-Lösungen von 126 Ausstellern aus Europa, Afrika und Asien sowie aus den USA. Die Mobikon präsentierte sich damit in diesem Jahr mit einer größeren internationalen Beteiligung in Ausstellung und Kongress. Zudem hat sie mit der Jurierung der Vorträge durch einen mit Branchenspezialisten besetzten Expert Circle das Kongressprogramm aufgewertet. Zur Vorveranstaltung M-Days im vergangenen Mai hatten sich 145 Aussteller und 160 Kongresssprecher aus fünf Ländern 4.400 Teilnehmern aus vier Ländern präsentiert.

Die nächste Mobikon ist für Mai 2016 geplant.

Weitere Informationen, Themen und Bildmaterial finden Sie auf der Website www.mobikon.com

Steuerzahlungen in Sachwert wandeln - profitabel bei Spitzensteuersatz

Anleger mit Spitzensteuersätzen können aktuell Investitionen in Sachwerte wie Immobilien deutlich schneller entschulden. Die Baugeldzinsen sind historisch niedrig, wie die DGZF Pfandbriefkurve belegt.

Die blaue Linie zeigt die Baugeldentwicklung mit einer 10 jährigen Zinsbindung, die darunter liegende graue Linie zeigt die 5 jährige Zinsbindung. Die Darstellung basiert auf den Pfandbriefrenditen der Deka Bank und der Landesbanken. Pfandbriefe dienen der Refinanzierung von Immobiliendarlehen und sind somit ein sehr guter Indikator für die Zinsentwicklung beim Baugeld.

In den Jahren 2007 und 2008 musste für eingesetzte Fremdmittel ein Zins von mehr als 5% gezahlt werden, eine Tilgung war noch nicht eingerechnet. In dem aktuellen Zinsumfeld schaffen Sie es, in diese 5% bereits eine Tilgung von 3% zu verrechnen. Voraussetzung ist eine gute Bonität und der Einsatz von Eigenkapital, das mindestens die Nebenkosten eines Erwerbs decken sollte.

Hier wird klar, dass es sich um eine historische Entwicklung handelt. Paaren Sie dieses Umfeld mit einem sehr guten Preis-/Leistungsverhältnis bei dem Einkauf einer Immobilie und mit möglichen hohen steuerlichen Förderungen, können Sie Ihre Investition in einem Zeitraum von 15 bis 20 Jahren ohne größere monatliche Zahlungen entschulden.

Dazu ist Initiative und Engagement notwendig. Als erster Schritt ist die grundlegende Bereitschaft zu prüfen. Dafür bieten wir Ihnen unseren Informationsvortrag am 30. April. Sie können wählen zwischen der Mittagszeit und dem frühen Abend.

Profitieren Sie von dem Wissen eines Experten mit einer Erfahrung von mehr als 25 Jahren. Die steuerlichen Regelungen beschreibt ein Steuerberater und Wirtschaftsprüfer (BVMW Mitglied).

Im zweiten Schritt muss man sich mögliche Sachwerte vor Ort ansehen. Dazu laden wir Sie ein und organisieren für Sie entsprechende Besichtigungen. Nach ihrer Entscheidung folgen Notartermin und Fremdmittelbeschaffung.

Autor:
Matthias Heukeshoven

069 70 76 73 0 oder
0172 29 18 209 (Stichwort Seminar 30.4)

matthias.heukeshoven (please no spam) @ (please no spam) mlp.de

Wie der Turnaround gelingt

Manchmal muss man das Ruder herumreißen

In jedem Unternehmen gibt es mal einen Punkt, an dem man feststellt, dass der eingeschlagene Weg nicht mehr der richtige ist. Am besten wäre es nun die Entscheidung zu treffen, das Ruder herumzureißen.

Diese notwendige Entscheidung wird oft nicht umgesetzt. Teils aus Angst davor, dass der Turnaround schief gehen könnte. Teils wegen der Gewissheit, dass man “gar nicht so genau weiß, wie das eigentlich geht.”

Dabei ist es mittel- und langfristig gesehen wesentlich schlimmer, notwendige Veränderungen nicht herbei zu führen und auszusitzen.

Mit den nachfolgenden Schritten gelingt Ihnen der Turnaround:

 

Schritt1: Benennen Sie den Veränderungsbedarf

Nennen Sie den Veränderungsbedarf – vor sich selbst, vor Ihrer Mannschaft, in ihrer Organisation. Erklären Sie, warum eine Veränderung nötig ist. Solange Sie selbst zu dem Veränderungsbedarf nicht stehen und den ungünstigen Status Quo schön reden, solange wird kein Mitarbeiter mit Herzblut an der Veränderung mitarbeiten.

 

Schritt 2: Beschreiben Sie das Ziel

Beschreiben Sie sehr exakt, wohin die Reise gehen soll. Benennen Sie alles, was in irgendeiner Weise mit dem Zielzustand zu tun hat. Am besten ist es, wenn Sie diesen Zustand mit Zahlen, Daten und Fakten spicken.

In meiner Beraterpraxis erlebe ich immer wieder, dass gerade hier zu wenig Energie hineinfließt. Trauen Sie sich, das Ziel in all seinen Facetten zu beschreiben. Benennen Sie alle Auswirkungen. Spielen Sie Wunschkonzert:  Ja, das Leben ist ein Ponyhof – wenn Sie einen daraus machen. Fangen Sie in Ihrer Fantasie damit an.

 

Schritt 3: Entwickeln Sie eine Strategie, um das neue Ziel zu erreichen

Entwickeln Sie eine grobe “in-diese-Richtung-könnten-wir-maschieren"-Strategie. Laden Sie Ihr Team ein, sich an der Überlegung zu beteiligen. Machen Sie das keinesfalls alleine im stillen Kämmerlein. Nutzen Sie die Schwarmintelligenz Ihrer Organisation, um Ideen für eine grobe Marschrichtung zu erhalten.

Wenn Sie eine solche Veranstaltung professionell moderieren, werden Sie überrascht sein, was Ihr Team alles bedenkt und welche genialen Ideen entstehen.

 

Schritt 4: Suchen Sie nach vorhandenen Ressourcen und aktivieren Sie diese

Nun haben Sie eine Idee, in welche Richtung Sie das Ruder herumreißen müssten, damit Sie dahin kommen, wohin Sie wollen.

Schauen Sie sich nach Ressourcen in Ihrem Unternehmen, die den Weg unterstützen können. Das können offene und verborgene Fähigkeiten einzelner Personen und Teams sein, aber auch schlummernde Finanzmittel, besondere Technologien oder Eigenarten, die Sie als Unternehmen auszeichnen.

Fragen Sie sich: Mit welchen zwei oder drei Ressourcen schaffen wir den größtmöglichen, sichtbaren Nutzen in kürzester Zeit? Fragen sie also nicht in erster Linie danach, wann Sie ein Ergebnis an einer Nachkommastelle erreichen, sondern streben Sie danach, in recht kurzer Zeit sichtbare Ergebnisse zu erzeugen, die einen relativ großen Nutzen bringen. Schaffen Sie Leuchttürme.

 

Schritt 5: Machen Sie einen Plan

Nun kennen Sie Ihr Ziel, Sie haben eine Vorstellung davon, in welche Richtung Sie laufen können und welche Ressourcen Sie dabei unterstützen können.

Machen Sie einen Plan daraus, z.B. einen Projektplan. Beschreiben Sie genau, wer losläuft, wann, und welche Meilensteine wann gesammelt werden.

Wenn Sie sich im Projektmanagement nicht auskennen, holen Sie sich externe Unterstützung. Erfahrungsgemäß gehen größere Veränderungen ohne Projekt-Handwerk selten gut aus.

 

Schritt 6: Laufen Sie los – aber mit Schmackes

Nun wird es ernst: Beauftragen Sie den Turnaround. Schaffen Sie einen Auftrag (z.B. einen Projektauftrag) an eine Person (vielleicht an sich selbst) oder ein Team. Statten Sie sie mit den erforderlichen Kompetenzen und Mitteln aus (Budget), schaffen Sie ihnen die nötigen Freiräume und lassen Sie sie laufen.

Bedenken Sie: Waschen, ohne sich nass zu machen, geht nicht. Wenn Sie die Veränderung wirklich wollen, müssen Sie etwas investieren.

 

Schritt 7: Kontrollieren Sie, ob Sie auf dem Weg sind

Sie haben Ihrem Plan und Sie kennen die Meilensteine, die auf dem Weg zum Turnaround erreicht werden sollen. Kontrollieren Sie stets, ob sich Ihr Vorhaben so entwickelt, wie Sie es sich vorgestellt haben.

Ansonsten:

 

Schritt 8: Steuern Sie gegen

Es wäre utopisch anzunehmen, dass alles wie am Schnürchen läuft und der Turnaround kerzengerade läuft. Rechnen Sie besser damit, dass unterwegs Hürden auf Sie warten – ausgefallene Mitarbeiter, Angriffe von außen, neue Baustellen an anderen Orten und vieles mehr. 

Das ist normal und gehört dazu, ist aber kein Grund, das Vorhaben abzubrechen. Steuern Sie dagegen: Wegen eines Seitenwindes müssen Sie Ihr Schiff nicht seinem Schicksal überlassen. Werden Sie aktiv: Erneuern Sie die Segel, rudern Sie oder legen Sie geplant irgendwo an.

 

So geht es – anders nicht

Wenn Sie diese Regeln beachten und konsequent anwenden, reißen Sie das Ruder herum. Wenn Sie die Regeln nicht beachten, werden Sie es nicht schaffen.

Einer der häufigsten Gründe für das Scheitern von Projekten ist die mangelnde Konsequenz in der Durchführung. Bleiben Sie am Ball, wenn Sie wirklich einen anderen Kurs haben wollen.

Erfolgreich verändern ist möglich, wenn man es richtig macht.

 

Über den Autor:

Robert Flachenäcker, Jahrgang 1968, Projektmanagement seit 1998. Zertifizierter PRINCE2 und PMI-Projektmanager (PMP®), Systemischer Coach, berät Menschen und Unternehmen mit dem Ziel, sich systematisch und zielgerichtet zu verändern.

 

0160 976 68 423 oder coaching (please no spam) @ (please no spam) solveidos.de

www.flachenaecker.de, www.villa.solveidos.de

Außergewöhnliche Belastungen – Abzugsfähigkeit bei der Einkommensteuer

Der Begriff der außergewöhnlichen Belastung ist in zwei Gruppen zu unterscheiden:

Außergewöhnliche Belastungen allgemeiner Art nach § 33 Einkommensteuergesetz (EStG)

Höchst- und Pauschbeträge für einzelne, herausgegriffene Gruppen nach § 33a und § 33b Einkommensteuergesetz (EStG)

Die zwei Gruppen unterscheiden sich in dem Punkt, dass bei den außergewöhnlichen Belastungen allgemeiner Art § 33 EStG es keine Höchstbeträge für den Abzug gibt. Allerdings werden hier die Aufwendungen um die sogenannten „zumutbare Eigenbelastung“ gekürzt.

Bei § 33a und § 33b EStG ist die Höhe des zulässigen Abzuges durch die jeweiligen Höchst- und Pauschbeträge begrenzt. Hier verzichtet das Gesetz auf den Abzug der zumutbaren Belastung.

Allgemeine Angaben

Außergewöhnliche Belastungen sind grundsätzlich in dem Jahr steuerlich zu berücksichtigen, in dem die Aufwendungen geleistet worden sind.

In Sonderfällen können Sie die außergewöhnlichen Belastungen in ein anderes Jahr vor- oder zurückschieben. Dies ist z. B. der Fall, wenn sich hohe außergewöhnliche Belastungen im Jahr der Zahlung nur zum kleinen Teil steuerlich auswirken. In einem Urteil vom 06.08.2013 des Finanzgerichtes Saarland kommt eine Verteilung dieser Kosten aus Billigkeitsgründen bis zu 5 Jahre in Betracht. In solchen Fällen ist beim Finanzamt eine Billigkeitsmaßnahme zu beantragen mit dem Bezug zu § 163 Abgabenordnung.

Werden die Aufwendungen von dritter Seite erstattet, sind die Aufwendungen die jemanden entstanden sind mit der Erstattung von dritter Seite zu kürzen.

Außergewöhnliche Belastungen allgemeiner Art - § 33 EStG

Unter diesen Punkt fallen Belastungen die Ihnen auf Grund außergewöhnlicher und im Grunde und Höhe nach zwangsläufigen Aufwendungen entstehen.

Sie sind belastet, wenn Sie ein persönliches Ereignis zu diesen Ausgaben zwingt.

Der Teil der die zumutbare Belastung übersteigt wird bei Ihrer Einkommensteuer vom Gesamtbetrag der Einkünfte abgezogen.

In folgender Aufstellung können Sie Ihren Prozentsatz für die zumutbare Belastung entnehmen:

 

Steuerpflichtige nicht verheiratet ohne Kinder:

Gesamtbetrag der Einkünfte bis 15.340 EUR

5%

Gesamtbetrag der Einkünfte über 15.340 EUR bis 51.130 EUR

6%

Gesamtbetrag der Einkünfte über 51.130 EUR

7%

Steuerpflichtige verheiratet ohne Kinder:

Gesamtbetrag der Einkünfte bis 15.340 EUR

4%

Gesamtbetrag der Einkünfte über 15.340 EUR bis 51.130 EUR

5%

Gesamtbetrag der Einkünfte über 51.130 EUR

6%

 

 

Steuerpflichtige verheiratet mit einem oder zwei Kinder:

Gesamtbetrag der Einkünfte bis 15.340 EUR

2%

Gesamtbetrag der Einkünfte über 15.340 EUR bis 51.130 EUR

3%

Gesamtbetrag der Einkünfte über 51.130 EUR

4%

Steuerpflichtige verheiratet mit drei oder mehr Kindern:

Gesamtbetrag der Einkünfte bis 15.340 EUR

1%

Gesamtbetrag der Einkünfte über 15.340 EUR bis 51.130 EUR

1%

Gesamtbetrag der Einkünfte über 51.130 EUR       

2%

Kinder werden hier nur berücksichtigt, für die ein Anspruch auf den Kinderfreibetrag oder Kindergeld besteht.

Folgende Beispiele können Steuerpflichtige als außergewöhnliche Belastungen absetzen:

- Krankheitskosten durch Verordnung eines Arztes für Arznei-, Heil- und Hilfsmittel
- Behinderungsbedingte Um- oder Neubaukosten
- Behindertengerechte Ausstattung
- Bestattungskosten
- Fahrtkosten behinderter Menschen
- Heimunterbringung durch Krankheit veranlasst

- Kur zur Heilung oder Linderung einer Krankheit

Außergewöhnliche Belastungen in besonderen Fällen - § 33a EStG

Unter diesen Paragraphen fallen Aufwendungen die für Unterhalt und eine Berufsausbildung geleistet werden.

Im Absatz 1 wird der Unterhalt an bedürftige Personen, für die der Steuerpflichtige unterhaltsverpflichtet ist beschrieben.

Leistet der Steuerpflichtige Unterhaltsleistungen, so kann dieser die Aufwendungen bis zu einem Maximalbetrag in Höhe von 8.354,00 EUR (Stand 2014) im Kalenderjahr von seinem Gesamtbetrag der Einkünfte abziehen. Der Höchstbetrag von 8.354,00 EUR darf erhöht werden um die Kranken- und Pflege-versicherungsbeiträge die zur Basisabsicherung dienen.

Ausgeschlossen sind hier Kranken- und Pflegeversicherungsbeiträge die als Zusatzversicherung (über die Basisabsicherung) für die bedürftige Person gezahlt werden.

Voraussetzung für die Absetzung des Unterhalts als außergewöhnliche Belastung ist, dass der Steuerpflichtige keinen Kinderfreibetrag oder Kindergeld für die bedürftige Person erhält und diese ein geringes oder kein Vermögen besitzt.

Hat die bedürftige Person eigene Einkünfte und Bezüge so sind diese gemindert um 624,00 EUR mit in die Berechnung des Unterhaltes einzubeziehen.

Im Absatz 2 wird der Freibetrag beschrieben, der zur Abgeltung des Sonderbedarfs für ein in Berufsausbildung auswärtig untergebrachten volljährigen Kindes abgezogen werden darf. Der Freibetrag beträgt pro Kalenderjahr 924,00 EUR. Voraussetzung dafür ist, dass man für das Kind Anspruch auf den Kinderfreibetrag oder Kindergeld hat.

Der Freibetrag vermindert sich um die eigenen Einkünfte und Bezüge des Kindes soweit diese den Betrag von 1.848,00 EUR überschreiten.

Für jeden vollen Kalendermonat in dem diese Voraussetzungen nicht vorgelegen haben, vermindern sich die 924,00 EUR und 624,00 EUR um je ein Zwölftel.

Pauschbeträge für behinderte Menschen, Hinterbliebene und Pflegepersonen – § 33b EStG

In diesem Paragraphen wird die Höhe der Pauschbeträge geregelt, wie hoch der jeweilige Pauschbetrag bei einem Grad der Behinderung ist.

Behinderten-Pauschbeträge erhalten Steuerpflichtige deren Grad der Behinderung auf mindestens 50 festgestellt wird. Weiterhin erhalten Steuerpflichtige den Behinderten-Pauschbetrag, wenn der Grad der Behinderung auf weniger als 50, aber mindestens auf 25 festgestellt worden ist. Bei einer Behinderung deren Grad bei mindestens 25 aber bei weniger als 50 liegt, ist die Voraussetzung für den Anspruch auf den Behinderten-Pauschbetrag, dass auf Grund dieser Behinderung Rente oder andere Bezüge gezahlt werden oder eine dauernde Einbuße der körperlichen Beweglichkeit vorliegt.

In dieser Aufstellung entnehmen Sie den Pauschbetrag für den jeweiligen Grad der Behinderung:

Von 25 und 30         310 EUR
Von 35 und 40         430 EUR
Von 45 und 50         570 EUR
Von 55 und 60         720 EUR
Von 65 und 70         890 EUR
Von 75 und 80      1.060 EUR
Von 85 und 90      1.230 EUR
Von 95 und 100    1.420 EUR

Behinderte Menschen die hilflos oder blind sind erhöht sich der Pauschbetrag auf 3.700 EUR.

Hilflos sind Menschen die täglich Hilfe Fremder benötigen für die Sicherung ihrer persönlichen Existenz.

Steht einem Kind der Behinderten-Pauschbetrag oder der Hinterbliebenen-Pauschbetrag zu, für das der Steuerpflichtige den Kinderfreibetrag oder Kindergeld erhält, kann auf Antrag der Pauschbetrag auf den Steuerpflichtigen übertragen werden, wenn das Kind ihn nicht selbst in Anspruch nimmt.

Grundsätzlich ist der Pauschbetrag je zur Hälfte auf beide Elternteile zu verteilen, es sei denn es hat nur ein Elternteil den Anspruch auf den Kinderfreibetrag.

Pflegt ein Steuerpflichtiger einen Angehörigen der das Merkzeichen H (hilflos) oder BL (blind) im Schwerbehindertenausweis hat bzw. hat der Angehörige die Pflegestufe 3, so kann der Steuerpflichtige einen Pauschbetrag in Höhe von 924 EUR im Kalenderjahr als Pflege-Pauschbetrag geltend machen, wenn er dafür keine Einnahmen erhält.

Teilen sich mehrere Steuerpflichtige die Pflege, so ist der Pflege-Pauschbetrag auf die Anzahl der Steuerpflichtigen zu verteilen.

Steuerliche Vergünstigungen für Behinderte

Für die Fahrten zur Arbeitsstätte ist es Behinderten erlaubt, statt der 0,30 EUR pro Entfernungskilometer die tatsächlichen Kosten anzusetzen.

Voraussetzung dafür ist, dass der Grad der Behinderung auf mindestens 70 festgestellt ist oder der Grad der Behinderung auf mindestens 50 festgestellt ist und das Versorgungsamt eine erhebliche Gehbehinderung bescheinigt.

Damit der Behinderte sich nicht gezwungen fühlt die tatsächlichen Kosten nachzuweisen, darf er anstelle dieser auch 0,30 EUR pro gefahrenen Kilometer ansetzen.

Unser Tipp:

Heben Sie alle Aufwendungen die Sie für die Fahrten zur Arbeitsstätte benötigen (Benzinkosten, Reparaturen, Steuer und Versicherungsbeiträge für Ihr Kfz) auf und reichen diese mit einer Aufstellung bei dem Finanzamt zu Ihrer Einkommensteuererklärung ein. In den meisten Fällen sind die tatsächlichen Aufwendungen höher als die 0,30 EUR pro gefahrenen Kilometer.

 

Behinderte Menschen können neben den Pauschbeträgen die Fahrtkosten wie folgt berücksichtigen: Grad der Behinderung von mindestens 80 oder Grad der Behinderung von mindestens 70 und das Merkzeichen „G“:

Aufwendungen durch die Behinderung veranlasste Fahrten sind als außergewöhnliche Belastung anzuerkennen, wenn diese nachgewiesen oder glaubhaft gemacht werden und angemessen sind.

Für die Vereinfachung kann ein Aufwand bis zu 3.000 km pro Jahr angesehen werden mit dem Ansatz von 0,30 EUR.

Merkzeichen „aG“ (außergewöhnlich gehbehindert), „Bl“ (blind) und „H“ (hilflos):

Hier dürfen nicht nur Aufwendungen durch die Behinderung veranlasst, sondern auch Fahrten für Freizeit und Erholung als außergewöhnliche Belastung angesetzt werden. Die tatsächliche Fahrleistung ist nachzuweisen oder glaubhaft zu machen. In der Regel wird eine Fahrleistung von 15.000 km im Jahr als angemessen anerkannt. Diese 15.000 km werden pro Jahr auch mit 0,30 EUR angesetzt.

Autor: Willi Kreh – Steuerberater, 16. Oktober 2014

Weitere Steuerinformationen finden Sie unter www.kreh.de
und im Blog: www.krehaktiv.de

Erfolgreich mit Social Media: Teil 1 - Das Business-Netzwerk

“Social Media – lohnt sich das überhaupt?” Diese Frage höre ich häufig. Gestellt wird sie oft gar nicht von Neulingen, sondern von Unternehmen und Freiberufler/innen, die bereits erste Gehversuche hinter sich haben. Sie haben eine Facebook-Seite oder einen Twitter-Account eingerichtet, gehen vielleicht regelmäßig in XING – allerdings scheinen sie nicht recht zu wissen, was sie dort eigentlich sollten. Ihre Erfahrungen lassen sind im Wesentlichen so zusammenfassen:

  • Social Media ist eher etwas für die private Nutzung
  • Social Media “verkauft” nicht
  • Man wird kaum wahrgenommen
  • Und: Es kostet viel zu viel Zeit!

 

Deshalb beschreibe ich in einem dreiteiligen Blog-Beitrag Strategien, mit denen sich der Social-Media-Erfolg doch noch einstellen kann: Das Business-Netzwerk (Teil 1), die Unternehmenspersönlichkeit (Teil 2) und den Social-Media-Plan (Teil 3).

Einen “Zahn” muss ich jedoch gleich zu Anfang ziehen: Ja, es kostet viel Zeit -  selbstverständlich! Unter Umständen auch Geld. Social Media ist ein ernstzunehmender Kanal für PR, Marketing, Vertrieb, Kundenbindung und vieles mehr. Wer hat erzählt, dass es all dies umsonst geben könnte? Das Einrichten von (Basis-)Accounts kostet zwar meist nichts – aber Business-Erfolge fallen uns nicht kostenlos in den Schoß. Allerdings: Langfristig zahlen sich die investierten Ressourcen wieder aus. Denn sie sparen Aufwand an anderen Stellen.

Im ersten Teil meiner dreiteiligen Social-Media-Strategiereihe geht es um das professionelle Business-Netzwerk.

Strategie Nr. 1: Ihr Business-Netzwerk

Die besten Plattformen für Business-Netzwerke sind XING und LinkedIn. XING ist relevant, weil es in Deutschland, Österreich und der Schweiz führend ist. LinkedIn ist dagegen die weltweit führende Businessplattform und daher relevant für alle, deren Zielgruppen in international aufgestellten Konzernen oder sogar im Ausland angesiedelt sind.

Auch in Facebook, Google+ oder Twitter kann man Business-Netzwerke aufbauen und pflegen. Allerdings haben diese Plattformen einen anderen Fokus. Der beruflich motivierte Kontaktaufbau ist dort nur ein “Nebeneffekt”, während er bei XING und LinkedIn im Mittelpunkt steht.

Wie baut man am besten ein Business-Netzwerk auf?

Ein Netzwerk aufzubauen, ist leicht gemacht: Kontakte suchen und anfragen sowie Kontaktanfragen bestätigen. Je größer Ihr Netzwerk, desto größer Ihre Chance, wahrgenommen zu werden. Denn Ihre Aktivitäten werden dem Netzwerk in der Regel im Bereich “Neuigkeiten” angezeigt.

Doch Größe allein ist nutzlos. Vielmehr geht es darum, ein qualitativ hochwertiges und gut strukturiertes Netzwerk zu gestalten und dieses dann auch aktiv zu nutzen. Hier sind die wichtigsten Tipps dafür:

1) Ein überzeugendes Profil

Allen voran: Bringen Sie Ihr Profil auf Vordermann. Überlegen Sie, wie Sie wahrgenommen werden möchten: als vertrauenswürdiger Geschäftspartner, kompetenter Experte, innovativer Trendscout, sympathischer Kommunikator, unerschütterlicher Profi, vielseitiges Multitalent … Wie auch immer Sie gesehen werden möchten, es muss authentisch, überzeugend und dabei unaufdringlich sein.

Richten Sie alle Einträge auf die Gestaltung Ihres authentischen Selbstbilds aus. Das gilt insbesondere auch für Ihr Profilfoto! Sie sollten Ihre Profilbesucher offen und freundlich willkommen heißen. Freizeit-Schnappschüsse, Bilder mit weiteren Personen oder gar Haustieren oder mit einem geheimnisvoll verdunkelten, verborgenen, verfremdeten Gesicht haben auf einer Business-Plattform ebensowenig verloren wie allzu verführerische oder alberne Posen.

Nutzen Sie in Ihrem Profil alle Möglichkeiten aus, die XING und LinkedIn Ihnen bieten, um sich noch detaillierter darzustellen und aus der Masse herauszuragen. Bei XING sind das beispielsweise der Profilspruch (was sollte der Profilbesucher auf den ersten Blick über Sie erfahren?) und das Portfolio, wo Sie zusätzliche Texte, Bilder und PDFs einstellen können. Bei LinkedIn sind das die Textbereiche “Über mich” und Berufserfahrungen” mit der Möglichkeit, zusätzliche Dateien oder Links anzufügen, weiterhin z. B. Projektbeschreibungen und Veröffentlichungen.

2) Netzwerk erweitern

Als Basis vernetzen Sie sich natürlich mit all Ihren bestehenden Geschäftspartnern. Gewöhnen Sie sich zudem an, sich nach Veranstaltungen mit allen zu vernetzen, mit denen Sie gute Gespräche geführt haben. Erwähnen Sie dabei in der Kontaktanfrage den Anlass Ihres Treffens (z. B. “Unser Gespräch gestern beim XY-Kongress in ABC fand ich sehr spannend.”). Das ist nicht nur eine freundliche Geste gegenüber dem Angefragten, es hilft Ihnen auch, den Überblick zu behalten. Denn dieser Text wird in den Notizen zum jeweiligen Kontakt angezeigt. So wissen Sie auch in drei Jahren noch, woher Sie denjenigen kennen.

Dann nehmen Sie sich auch Zeit, Ihr Netzwerk gezielt um Kontakte zu erweitern, die Sie (noch) nicht persönlich kennen. Nutzen Sie dazu die Suchfunktion (das geht am besten mit einem kostenpflichtigen Account). Weiterhin kann man nach den Mitgliedern in relevanten Gruppen suchen, die Kontakte von Kontakten durchstöbern, auf Profilbesucher oder auf die von XING bzw. LinkedIn generierten Empfehlungen reagieren – jedoch immer nur, wenn es wirklich passt.

Machen Sie sich vorher klar, welche Kontakte für Sie wichtig sind; sei es als potenzielle Kunden, Kooperationspartner oder Dienstleister. Überlegen Sie gut, aus welchem Grund sich derjenige mit Ihnen vernetzen würde: Was macht SIE für den anderen attraktiv? Fragen Sie nur solche Kontakte an, denen SIE einen Nutzen von Ihrer beiderseitigen Vernetzung versprechen können. Und schicken Sie NIE eine Kontaktanfrage ohne einen personalisierten, überzeugenden Grund!

3) Netzwerk strukturieren

Die Texte Ihrer Kontaktanfragen helfen Ihnen schon sehr, den Überblick zu behalten, wenn Ihr Netzwerk wächst. Nutzen Sie darüber hinaus auch die Notizen-Funktion, um weitere Informationen über einen Gesprächspartner festzuhalten (z. B. Ihr Gesprächsthema, Gemeinsamheiten, Vorlieben oder Abneigungen). Keine Sorge, die Notizen sehen nur Sie, nicht der betreffende Kontakt!

Vor allem aber: “Taggen” Sie alle Ihre Kontakte, indem Sie ihnen Kategorien (bei LinkedIn: Tags) zuweisen.

Kategorien haben den Vorteil, dass Sie Ihre Kontakte später danach filtern und separat kontaktieren oder zu Events einladen können. Sie können die Standardkategorien von XING bzw. LinkedIn verwenden oder eigene gestalten, indem Sie einfach in den Platzhalter schreiben. Alle Kategorien können Sie auch noch im Nachhinein anderen Kontakten zuweisen. XING zeigt Ihnen später in einer Tag-Wolke an, welche Kategorien wie häufig vergeben wurden.

4) Netzwerk aktiv nutzen

Alles, was ich bisher beschrieben habe, sind notwendige Vorbereitungen für Ihr professionelles Netzwerk. Der Nutzen zeigt sich erst im aktiven Umgang damit. Und hier gilt, wie insgesamt bei Social Media, die Gesetzmäßigkeit des Teilens, der sogenannten “Shareconomy”: Wer gibt, bekommt etwas zurück. Wer egoistisch agiert, wird ignoriert – schlimmstenfalls sogar abgestraft. Ich habe schon erlebt, dass “Spammer” aus XING entfernt wurden und sich dann fieberhaft (und wohl vergeblich) bemüht haben, ihr Netzwerk auf einer anderen Plattform zu rekonstruieren.

Also, wie funktioniert das “Geben” in XING und LinkedIn?

  • Beispielsweise durch Weiterverbreiten nützlicher Inhalte in Form von Statusmeldungen: gute Veranstaltungstipps, Downloads, Whitepapers, Liveberichte von Veranstaltungen usw.
  • Durch kluge Kommentare in den Foren Ihrer Gruppen.
  • Durch freundliche Reaktionen auf die Statusmeldungen anderer: als interessant markieren, kommentieren, empfehlen.
  • Nur in Einzelfällen sollten Sie passende Inhalte per Mail direkt an ausgewählte Kontakte senden. Denken Sie daran, unsere Mailboxen sind immer viel zu voll!

All dies signalisiert Ihren Netzwerk, dass Ihnen etwas an Ihren Kontakten liegt. Trotzdem ist es natürlich nicht ganz uneigennützig. Denn es verschafft Ihnen zugleich auch Reichweite und zahlt auf Ihre eigene Reputation, Ihren Expertenstatus und Ihre Vertrauenswürdigkeit ein. Und Sie bleiben im Gedächtnis, “top-of-the-mind” Ihrer Netzwerkpartner.

Und nun können wir uns endlich mit vertriebsgerichteten Gedanken befassen (Stichwort “Social Selling”). Denn mit diesem Vorschuss an Bekanntheit, Reputation, Vertrauen und Aufmerksamkeit können Sie Ihr Netzwerk durchaus auch auf Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung hinweisen. Die Faustformel dabei lautet: 80% Nutzwert, dann sind 20% Eigenmarketing auch akzeptabel. Wenn Sie alles richtig gemacht haben, werden Sie auch dafür Weiterempfehlungen erhalten.

Vertriebsprofis können das Netzwerk noch konkreter nutzen und behutsam zum nächsten Schritt im Vertriebstrichter führen. Gehen Sie dabei selektiv vor: Überlegen Sie genau, wen Sie mit welchem Thema ansprechen und zum “Prospect”, also einem Interessenten für Ihr Produkt oder Ihre Dienstleistung, weiterentwickeln können. Telefonieren Sie, vereinbaren Sie einen Termin oder bitten Sie um die (am besten schriftlich dokumentierte) Erlaubnis, Ihren Kontakt auf die Mailingliste für Ihren Newsletter zu setzen. Es wird Ihnen viel leichter gelingen als bei “Cold Calls”, da der Ansprechpartner Sie ja bereits kennt und – hoffentlich – schätzt.

“Social Selling” bedeutet zunächst viel Aufwand, aber am Ende wird es viel effizienter sein als herkömmliche Methoden der Kaltakquise. Social Media sind per se kein Vertriebskanal, aber richtig und konsequent genutzt, können sie den Vertrieb enorm beflügeln.

Dr. Sabine Holicki
GVSB Gesellschaft für Vertrieb Stategie Beratung
Mehr Infos unter www.gvsb.de und www.cki-blog.de

Umsatzsteuerbefreiung für Unterrichtsleistungen

Die Befreiung von der Umsatzsteuer für Unterrichtsleistungen ist im § 4 Nr. 21 Umsatzsteuergesetz (UStG) geregelt.

Buchstabe a

Der Buchstabe a des § 4 Nr. 21 UStG beschreibt die Umsatzsteuerfreiheit der Leistung von Schulen.

Darunter fallen Leistungen die unmittelbar dem Schul- und Bildungszweck dienen von privaten Schulen und anderen allgemein bildenden oder berufsbildenden Einrichtungen.

Erforderlich ist, dass die zuständige Landesbehörde eine Bescheinigung ausstellt, dass die Schule auf einen Beruf oder auf eine vor einer juristischen Person des öffentlichen Rechts abzulegende Prüfung ordnungsgemäß vorbereitet.

Buchstabe b

Der Buchstabe b des § 4 Nr. 21 UStG beschreibt die Umsatzsteuerfreiheit für die Unterrichtsleistung des selbstständigen Lehrers.

Hierunter fallen Unterrichtsleistungen von selbstständigen Lehrern die unmittelbar dem Schul- und Bildungszweck dienen.

Voraussetzung ist, dass diese Leistungen an Hochschulen und öffentlich allgemein bildenden oder berufsbildenden Schulen erbracht werden.

Eine weitere Möglichkeit ist es, wenn an privaten Schulen und anderen allgemein bildenden oder berufsbildenden Schulen, die die Voraussetzungen des Buchstaben a erfüllen, die Leistungen erbracht werden.

Selbstständige Lehrer - Nachweise

Selbstständige Lehrkräfte sind freie Mitarbeiter die an Hochschulen oder ähnlichen Bildungseinrichtungen Unterricht erteilen.

Die Unterrichtstätigkeit soll Kenntnisse im Rahmen festliegender Lehrprogramme und –pläne vermitteln.

Eine Regelmäßigkeit wird für gewisse Dauer vorausgesetzt. Einzelne Vorträge fallen nicht unter die Steuerbefreiung.

Wenn die Einrichtung zu mehreren Bildungszwecken dient, muss ein Nachweis erbracht werden in welchem Bereich der selbstständige Lehrer tätig ist.

Der Nachweis wird von der Bildungseinrichtung ausgestellt, dieser muss enthalten, dass

- die Voraussetzungen des § 4 Nr. 21 UStG erfüllt sind

- Bezeichnung und Anschrift der Bildungseinrichtung

- Bezeichnung des Faches, Kurses oder Lehrgangs in dem der Unternehmer unterrichtet

- Unterrichtszeitraum

- Versicherung über das Vorliegen einer Bescheinigung nach § 4 Nr. 21 a) bb) UStG des

  Unterrichtsbereiches


Kein Nachweis ist erforderlich bei:

- Hochschulen

- öffentlich allgemein und berufsbildenden Schulen

- Ersatzschulen (staatlich genehmigt oder landesrechtlich erlaubt) 

Die Bildungseinrichtung darf die Bestätigung dass die Leistung umsatzsteuerbefreit ist, nur erteilen wenn sie selbst über eine Bescheinigung der Landesbehörde verfügt.

Für die Rechnungen des selbstständigen Lehrers ist wichtig, dass diese auf ihren Rechnungen vermerken, dass diese eine umsatzsteuerfreie Leistung erbracht haben:

„Umsatzsteuerfreie Leistung gemäß § 4 Nr. 21b UStG. Bescheinigung des Auftraggebers liegt vor.“

 

Autor: Willi Kreh – Steuerberater, 18. August 2014

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und im Blog: www.krehaktiv.de

Kleinunternehmerregelung - Umsatzsteuer

Als Kleinunternehmer wird bezeichnet, wer bestimmte Umsatzgrenzen nicht überschreitet. Dies ist im § 19 Umsatzsteuergesetz geregelt.

Der Kleinunternehmer darf in seinen Rechnungen keine Umsatzsteuer gesondert ausweisen und im Gegenzug darf er auch keine Vorsteuer aus Rechnungen von anderen Unternehmen ziehen. Er muss unterjährig keine Umsatzsteuervoranmeldungen abgeben.

Voraussetzung

Die Voraussetzung für die Kleinunternehmerbesteuerung ist, dass der Gesamtumsatz nach vereinnahmten Entgelten im vorangegangenen Jahr nicht mehr als 17.500 EUR betragen hat und im laufenden Kalenderjahr voraussichtlich nicht mehr als 50.000 EUR betragen wird.

Nicht zum Gesamtumsatz gehörend

Nicht zum Gesamtumsatz zählen u. a. Vermietung und Verpachtung von Grundbesitz, Umsätze als Arzt, Zahnarzt, Heilpraktiker, Physiotherapeut oder ähnliche heilberufliche Tätigkeiten, die unmittelbar dem Schul- und Bildungszweck dienenden Unterrichtsleistungen selbstständiger Lehrkräfte an Hochschulen und allgemeinen bildenden und berufsbildenden Schulen und an privaten Schulen, wenn diese von der zuständigen Landesbehörde eine entsprechende Bescheinigung haben.

Weiterhin gehört der Verkauf von Anlagevermögen nicht zum Gesamtumsatz.

Zum Gesamtumsatz gehörend

Zum Gesamtumsatz werden aber die private Nutzungen von PKW und Telefon, sowie der Eigenverbrauch von eingekaufter Ware gerechnet.

Aufnahme der Tätigkeit im laufenden Kalenderjahr

Wenn ein Unternehmer seine Tätigkeit im Laufe eines Kalenderjahres neu aufnimmt, kann man nicht auf den Vorjahresumsatz zurückgreifen. Deshalb ist hier der voraussichtliche Umsatz des laufenden Kalenderjahres auf einen Jahresumsatz hochzurechnen. Angefangene Kalendermonate sind als volle Kalendermonate zu behandeln. Für die Anzahl der Monate beachten: Unternehmereigenschaft beginnt bereits mit den Vorbereitungshandlungen.

Option zur Regelbesteuerung

Wenn ein Unternehmer die Voraussetzungen des § 19 UStG erfüllt, ist er automatisch Kleinunternehmer.

Er kann jedoch auf die Anwendung des § 19 UStG verzichten. Der Antrag auf die Regelbesteuerung ist bis zur Unanfechtbarkeit der Steuerfestsetzung möglich. Im Sprachgebrauch ist dies die Option zur Regelbesteuerung = Mehrwertsteuer.

Hat der Unternehmer optiert, so ist dieser 5 Jahre an diese Erklärung gebunden. Erst nach Ablauf dieser 5 Jahre kann der Unternehmer wieder zur Kleinunternehmerregelung wechseln.

Die Entscheidung ob die Option günstiger oder ungünstiger ist, ist immer vom Einzelfall abhängig.

-    Umsätze überwiegend mit Unternehmer:               Regelbesteuerung (Option) günstiger

-    Umsätze überwiegend mit Privatpersonen:            Kleinunternehmerregelung günstiger

-    Umsätze mit Unternehmer und Privatpersonen:     individuell zu betrachten

 

Autor: Willi Kreh – Steuerberater, 29. Juli 2014

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Haushaltsnahe Dienstleistungen

Der Gesetzgeber hat die steuerliche Vergünstigung von Aufwendungen im Rahmen von Haushaltsnahen Dienstleistungen in Privathaushalten im § 35a EStG geregelt.

Danach ergeben sich folgende Möglichkeiten einen Steuervorteil in Anspruch zu nehmen:

1. Haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse § 35a Abs. 1 EStG

Für die Beschäftigung eines Mitarbeiters im Rahmen eines Mini-Jobs in einem Privathaushalt 20 % der Aufwendungen – maximal 510 €

2. Andere haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse / Dienstleistungen / Pflege- und Betreuungsleistungen § 35a EStG Abs. 2 EStG

  • Für die Beschäftigung eines fest angestellten Mitarbeiters (sozialversicherungspflichtig)
  • Für Arbeiten in der selbst genutzten Wohnung oder Haus durch einen Dienstleister im Rahmen der allgemeinen Haushaltsnahen Dienstleistungen
  • Kosten für Pflege- und Betreuungsleistungen

20 % der Aufwendungen – maximal 4.000 €

3. Handwerkerleistungen in der selbst genutzten Wohnung oder Haus § 35a Abs. 3 EStG 

Für Renovierungs- Erhaltungs- oder Modernisierungsmaßnahmen 20% der Aufwendungen – maximal 1.200 €

 

 

Zu 1. Haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse

Ein geringfügiges Beschäftigungsverhältnis (Mini-Job) ist anzuerkennen, wenn neben den Voraussetzungen der haushaltsnahen Tätigkeit auch das Haushaltsscheckverfahren durchgeführt wird.

 

Zu 2. Andere haushaltsnahe Beschäftigungsverhältnisse / Dienstleistungen / Pflege- und Betreuungsleistungen

Hierunter fallen folgende Kosten:
Wohnungsreinigung, Fensterreinigung, Kochen, Gartenarbeiten (Rasenmähen, Heckenschneiden), privat veranlasste Umzugskosten (z.B. Kosten Möbelwagen), Pflege- und Betreuungsleistungen.

 

Zu 3. Handwerkerleistungen in der selbst genutzten Wohnung oder Haus

Diese Vergünstigung wird nicht nur Hauseigentümern sondern auch Mietern gewährt, wenn sie Auftraggeber der Handwerkerleistung sind. Die Steuervergünstigung wird für folgende Handwerkerleistungen gewährt: Schönheitsreparaturen, z.B. Streichen und Tapezieren von Innenwänden, Streichen und Lackieren von Türen, Fenstern, Wandschränken, Heizkörpern, Ausbesserungsarbeiten jeder Art, Erneuerung von Bodenbelägen, Erneuerung der Heizungsanlage, Modernisierung eines Badezimmers, Austausch von Fenstern und Türen, Streichen der Hausfassade sowie Garten- und Wegebauarbeiten auf dem Grundstück usw.
Die Steuervergünstigung beläuft sich auf 20 % der Arbeitskosten (Materialkosten sind nicht begünstigt), höchstens jedoch auf 1.200 €.

Nicht begünstigt sind „Gutachtertätigkeiten“, wie Mess- und Überprüfungsarbeiten (Emissionsmessung des Schornsteinfegers).

 

Um die Vergünstigungen in Anspruch nehmen zu können, müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Es muss eine Rechnung über die erbrachte Leistung vorliegen
  • Der Rechnungsbetrag muss überwiesen worden sein – Kontoauszug des Kreditinstitutes (Barzahlungen werden nicht anerkannt)
  • Die Leistung muss in Deutschland erbracht worden sein
  • Die Leistung muss im Haushalt des Steuerpflichtigen erbracht werden

 

Die sich ergebenden Steuervorteile werden bei jedem Steuerpflichtigen in voller Höhe von der Steuerschuld in Abzug gebracht. Dadurch ergibt sich eine tatsächliche Steuerersparnis. Ebenfalls ist der Gleichbehandlungsgrundsatz gewährleistet und kein Steuerpflichtiger wird bevorzugt bzw. benachteiligt.

Autor: Willi Kreh – Steuerberater und BankStrategieBerater, 12. Juli 2014

Weitere Steuerinformationen finden Sie unter www.kreh.de
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New financial reporting requirements for China

Nachricht von Vistra Deutschland:

China has announced new reporting requirements for PRC residents – measures which also affect individuals residing in the country for more than a year and corporations registered in China.

For more information, please contact Vistra China

NEU: Reisekosten ab 2014

(WKr) Um Reisekosten geltend machen zu können, ist es erforderlich, dass es sich um eine vorübergehende Auswärtstätigkeit handelt. Ein Zeitrahmen von bis zu 48 Monate kann als vorübergehend angesehen werden, wenn dies auf einen Zeitraum begrenzt wurde. § 9 Abs. 4 EStG.

Für eine Reise, die privat und beruflich veranlasst ist, besteht keine Aufteilungsverbot mehr. Die Kosten für den beruflich veranlassten Teil der Reisekosten sind steuerlich abzugsfähig.

Im Rahmen der Reisekostenabrechnung können folgende Kosten geltend gemacht werden:

Fahrtkosten

Fahrtkosten in tatsächlicher Höhe (Nachweise erforderlich)

Fahrtkosten bei Nutzung eines eigenen Fahrzeuges in tatsächlicher Höhe oder mit der Pauschale von 0,30 EUR pro gefahrenen Kilometer

Verpflegungsmehraufwendungen

Bei Auswärtstätigkeiten im Inland sind die Verpflegungsmehraufwendungen nur mit Pauschbeträgen anzusetzen und zwar für jeden Kalendertag der Abwesenheit von der Wohnung und regelmäßigen Arbeitsstätte. Bei einer längerfristigen Auswärtstätigkeit können die Verpflegungsmehraufwendungen nur für die ersten drei Monate geltend gemacht werden.

Für Verpflegungsmehraufwendungen im Inland können folgende Pauschalen angesetzt werden:

Abwesenheit bis 8 Stunden

  0 EUR

mehr als 8 Stunden

12 EUR

Abwesenheit von 24 Stunden    

24 EUR

Bei Auswärtstätigkeiten im Ausland wird der Verpflegungsmehraufwand durch Auslandstagegelder berücksichtigt. Diese werden in unterschiedlicher Höhe für jedes einzelne Land vom Bundesministerium für Finanzen veröffentlicht.

www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Downloads/BMF_Schreiben/Steuerarten/Lohnsteuer/2013-11-11-reisekosten-reisekostenverguetung-auslandsreisen-2014.html

Übernachtungskosten

Die Übernachtungskosten können bei einer Auswärtstätigkeit als Reisekosten geltend gemacht werden. Diese Kosten sind durch Rechnungen (Hotel, Pension usw.) nachzuweisen. Diese Kosten unterliegen ab 1. Januar 2010 nur noch mit 7% der Umsatzsteuer. Sämtliche Nebenleistungen wie Verpflegung, insbesondere Frühstück, Telefon und Internet unterliegen dem allgemeinen Umsatzsteuersatz von 19 %. Es ist darauf zu achten, dass in den Rechnungen sowohl die reinen Übernachtungskosten als auch sämtliche Nebenleistungen gesondert ausgewiesen sein müssen.

Erstattet der Arbeitgeber dem Arbeitnehmer das Frühstück, so ist die Pauschale für die Verpflegungsmehraufwendungen um 4,80 EUR zu kürzen. Wird vom Arbeitgeber ein Mittag- oder Abendessen bezahlt, so sind die Verpflegungsmehraufwendungen um je 9,60 EUR zu kürzen.

Sollten die Kürzungen höher sein, als die möglichen Verpflegungsmehraufwendungen, so muss dafür nichts versteuert werden.

Reisenebenkosten

Hierbei kann es sich um Telefongespräche, Straßenbenutzungsgebühren oder Parkgebühren handeln. Diese Kosten sind durch entsprechende Belege nachzuweisen.

Autor: Willi Kreh – Steuerberater und BankStrategieBerater, 15. November 2013

Weitere Steuerinformationen finden Sie unter www.kreh.de

Ihre Daten bei der Finanzverwaltung abrufen

Ab Anfang 2014 können Sie Ihre beim Finanzamt gespeicherten Daten elektronisch einsehen und abrufen. Unter dem Stichwort “vorausgefüllte Steuererklärung (VaSt)” werden auch Daten zum Abruf bereitgestellt, die von Dritten an die Finanzverwaltung übermittelt worden sind.
(Rundschreiben des BMF IV A3 – S0202/11/10001).

Bewirtungskosten und Finanzamt

Die Abzugsfähigkeit der Bewirtungskosten ist bei der Einkommen-, Körperschaft- und Gewerbesteuer auf 70% der Kosten begrenzt.

Der Vorsteuerabzug ist zu 100% aus dem Gesamtbetrag der Bewirtungskosten möglich.

Die Bewirtungskosten sind nur abzugsfähig, wenn die Bewirtung aus rein betrieblichem Anlass erfolgte, sowie ein Bewirtungskostenbeleg/-rechnung und ein Bewirtungskostennachweis vorliegen.

Der Bewirtungskostenbeleg bzw. die Bewirtungskostenrechnung bis zu 150 EUR muss folgende Angaben enthalten:

  • Name und Anschrift des leistenden Unternehmers
  • Ausstellungsdatum des Beleges bzw. der Rechnung
  • Rechnung muss maschinell erstellt und registriert sein
  • Art und der Umfang der Leistung (genaue Bezeichnung, die Menge und den einzelnen Betrag pro Rechnungsposition – Sammelbegriffe wie „Speisen und Getränke“ werden nicht anerkannt)
  • Bruttobetrag - Entgelt
  • Ausweis des Umsatzsteuersatzes in %

 


Bei Bewirtungskosten über 150 EUR müssen zusätzlich folgende Angaben ersichtlich sein:

  • Steuernummer oder Umsatzsteuer-ID-Nummer des leistenden Unternehmers
  • Name und Anschrift des Leistungsempfängers
  • Fortlaufende Rechnungsnummer
  • Zeitpunkt der Lieferung bzw. Leistung
  • Nettoentgelt – aufgeteilt nach Umsatzsteuersätzen
  • Umsatzsteuerbetrag in EURO

 


Aus dem Bewirtungskostennachweis müssen folgende Angaben ersichtlich sein:

  • Namen der Teilnehmer
  • Name der bewirtenden Person (sich selbst bei Teilnehmer mit anführen)
  • Anlass der Bewirtung mit genauer Angabe (Sammelbegriffe werden nicht anerkannt - wie z.B. Geschäftsbesprechung)
  • Tag und Ort der Bewirtung
  • Gesamtbetrag der Kosten
  • Unterschrift des Bewirtenden


Weitere Fragen richten Sie bitte direkt an unser Mitglied: Willi Kreh – Steuerberater und BankStrategieBerater

Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand (ZIM)

ZIM ist ein Förderprogramm für mittelständische Unternehmen und wirtschaftsnahe Forschungseinrichtungen.

Die Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen, einschließlich des Handwerks und der unternehmerisch tätigen freien Berufe, sollen nachhaltig unterstützt werden.

www.zim-bmwi.de

Leiharbeiter sind auch Mitarbeiter

22.03.2013

 

Wie groß ein Betriebsrat sein muss, hängt von der Anzahl der Mitarbeiter ab. Nun sind auch Leiharbeiter mitzuzählen. So entschied das Bundesarbeitsgericht am 13.3.2013.

Unterschrift auf Tablet ungültig

10.09.2012

Die Unterschrift unter einen Kaufvertrag (bei dem Schriftform vorgeschrieben ist) auf einem Tabletcomputer (iPad) ist nicht rechtsgültig. Das hat jetzt das OLG München entschieden (Urteil vom 04.06.2012, Az.: 19 U 771/12). Begründung: Eine elektronische Aufzeichnung genügt nicht der vorgeschriebenen Schriftform.

Hessen

Main-Taunus-Kreis