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Herzlich willkommen im Salzlandkreis,

beim Kreisverband Bernburg, Aschersleben, Staßfurt des  Bundesverbandes mittelständische Wirtschaft (BVMW).

Ihnen, den aktiven Unternehmern der Region, bietet der BVMW-Kreisverband eine moderne unternehmerische Gemeinschaft. Alle Aktivitäten des Kreisverbandes sind darauf gerichtet, die wirtschaftlichen Ziele der Mitgliedsunternehmen zu fördern.
Entsprechend der Verbandsphilosphie bieten wir Ihnen eine Plattform für persönliche Kontakte zu Partnern, die wie Sie als mittelständische Unternehmer, Freiberufler oder Selbständige tätig sind. Ebenso zu leitenden Angestellten mit unternehmerischer Verantwortung, Politikern oder Mitarbeitern von Behörden, Hochschulen, Wirtschafts- und Wissenschaftseinrichtungen und Banken.
Eine wichtige Kontaktebene für alle Mitglieder sind die regelmäßig stattfindenden Unternehmertreffen verschiedenster Art. Erfolgreiche Verbandsmitglieder stellen sich vor, geben wichtige Informationen zu aktuellen Problemen unternehmerischer Arbeit. Experten informieren zu wichtigen Neuigkeiten für eine erfolgreiche Unternehmensführung.  So verschaffen Sie sich entscheidende Wissensvorsprünge im Wettbewerb.

Einen Einblick in die bisherigen Veranstaltungen des laufenden Jahres erhalten Sie auf dieser Seite.
Die Unternehmertreffen der Vorjahre können Sie im Veranstaltungsrückblick (linke Navigationsleiste)  noch einmal nacherleben.

Unternehmertreffen im Salzland Center Staßfurt * 30.11.2016

Bei der Veranstaltung handlete sich es um ein Format, das erst zum zweiten Mal zur Anwendung kam. Es traten mehrere Referenten mit unterschiedlichen, für die Unternehmensführung relevanten Themen auf.

Im Einzelnen wurden folgende Vorträge gehalten:

„Industrie 4.0 - Fluch oder Segen - Sinnvoll in das neue Industriezeitalter“
Michael Chudziak, Unternehmensberatung Michael Chudziak, 
Bernburg

Die Ausgangsthese von Herrn Chudziak war, dass wir uns selbst und die Wirtschaft sich bereits im Prozess der Digitalisierung befinden. Er erinnerte an Auto, Smartphone, Smart TV, Smart Watch oder Smart Home. Vieles sei bereits zur Realität geworden. Aber, wie geht es weiter? Im Zusammenhang mit der Beantwortung dieser Frage gab er folgende Empfehlungen:

Es müssen die Ängste derer, die nicht wissen, was auf sie zukommt, genommen werden. Insbesondere die Angst vor Arbeitsplatzverlust. Ebenso sollten die Mitarbeiter durch die Anwendung des Change Managements in den Wechsel mit eingebunden werden.
Erst nach reiflicher Überlegung sollten Projekte zur Veränderung des Unternehmens begonnen werden. Es sind die Geschäftsprozesse zu überdenken und vor allem Maßnahmen zu ergreifen, die eine Steigerung der Wertschöpfung mit sich bringen.
Besonders wichtig sei, Expertise von außerhalb zu nutzen, wie sie das neue BVMW-Kompetenzzentrum und dessen Kompetenznetzwerk bieten.
Schließlich müsse massiv an der Sicherheit der Datenübertragung und der Datennetze gearbeitet werden.
Als vier Eckpfeiler der Digitalisierung führte er an: Vernetzung,
Informationstransparenz, technische Assistenz und dezentrale Entscheidungen.
Letztlich lautete seine Antwort: Industrie 4.0 kann zum Segen werden, wenn es sinnvoll gemacht wird.

 

"Das CSR-Projekt - Erfolg durch Verantwortung"
Carsten Hesse, 11fach.de, Halle

Hinsichtlich des Begriffes CSR - Corporate Social Responsibility führte Herr Hesse zunächst aus, dass es eine auf Dialog basierende Unternehmenstrategie sei, die die Zukunftssicherheit des Unternehmens im Blick hat und Wettbewerbsvorteile für das Unternehmen mit sich bringt.

Dabei sollten die Erwartungen der Stakeholder, d.h., der Personen oder Organisationen, die vom Unternehmen beeinflusst werden oder das Unternehmen beeinflussen (Lieferanten, Kunden, Behörden oder Mitarbeiter), berücksichtigt werden. Und das über das gesetzlich geforderte Maß hinaus.

Der erste Schritt sei eine Bestandsaufnahme aller nichtfinanziellen Aspekte des Unternehmens. Dies betrifft sowohl quantifizierbare als auch nicht quantifizierbare Faktoren. Dann seien die wichtigsten Stakeholder zu identifizieren. Die Wesentlichkeitsanalyse ermittele dann die wirklich wichtigen, für jedes Unternehmen unterschiedlichen Themen, an denen es arbeiten muss. Es bestimmt die Wesentlichkeitsanalyse die Themen, die im Nachhaltigkeitsbericht kommuniziert werden.

Auf dieser Grundlage beginne das strategische Denken. Es müssen die richtigen Stakeholder zu einem Dialog über die wichtigen Themen eingeladen und deren Erwartungen in Erfahrung gebracht werden, damit diese in die Unternehmensstrategie integriert werden können. Damit bindet man diese enger an das Unternehmen oder entwickelt neue Geschäftsfelder. 
Der Stakeholderdialog soll unter der Prämisse der Nachhaltigkeit geführt werden. Wie kann man diese in den drei Dimensionen Ökologie, Soziales und Ökonomie steigern? Zusätzlich sollen alle unternehmerischen Prozesse dieser Prüfung unterzogen werden. Dabei kommt es auch auf kreative Lösungen und Herangehensweisen an. Der Blick von außen durch die externen Stakeholder kann dabei neue Lösungswege eröffnen.

Die Kommunikation der Maßnahmen nach außen solle dann das Image des Unternehmens positiv beeinflussen. Nicht zuletzt sei auch ein Nachhaltigkeitsbericht ein Marketing-Tool. Durch die nachhaltige Unternehmensstrategie sticht ein Unternehmen auch aus der Masse heraus. Durch die Transparenz, dass ein Unternehmen auch die Dinge anspricht, bei denen die Erwartungen der Stakeholder nicht erfüllt werden, ist es gleichsam auch ein Reputationsschutz.

Die Wettbewerbsvorteile seien inzwischen empirisch belegt, wenn auch nicht immer quantifizierbar. Gerade im Bereich des Personalwesens könne eine CSR-Strategie von Nutzen sein.

 

"Fachkräfte von der Bundeswehr?"
Susanne Pforr, Berufsförderungsdienst (BFD), Karrierecenter der Bundeswehr Magdeburg

Bezug nehmend auf die Struktur des Berufsförderungsdienstes informierte Frau Pforr, dass 16 Karrierecenter der Bundeswehr bestehen und das Regionalteam Magdeburg über weitere Standorte in Weißenfels, Burg und Havelberg verfüge.
Der Berufsförderungsdienst unterstütze Unternehmen bei der Suche nach Fachkräften.

Die Soldatinnen und Soldaten seien fachlich sowie sozial kompetent, hoch motiviert, zuverlässig und kämen aus einer geregelten Beschäftigung.

Der BFD verfüge über eine Stellenbörse. Weiterhin bestünden folgende zusätzliche Leistungsangebote, um zum „maßgeschneiderten“ Mitarbeiter zu bekommen:

  • Umschulung,
  • Kostenübernahme für berufliche Weiterbildungen,
  • arbeitsplatzorientierte Berufsbildungsmaßnahme,
  • Berufsorientierungspraktikum und
  • der Einarbeitungszuschuss.


Kennzeichen der arbeitsplatzorientierte Berufsbildungsmaßnahme seien z.B. eine direkte Ausbildung des Soldaten am zukünftigen Arbeitsplatz oder die Sicherung des Lebensunterhaltes durch die Bundeswehr bei einer maximalen Dauer von 12 Monaten.
Beim Berufsorientierungspraktikum stünden das gegenseitige Kennenlernen, eine Berufszielorientierung /-bestätigung sowie eine Potenzialanalyse und eine gemeinsame Bestimmung der nötigen Qualifikation im Vordergrund. Die Dauer beträgt einen Monat, ggf. 3 x 1 Monat.
Als Einarbeitungszuschuss wird durch die Bundeswehr ein finanzieller Ausgleich mit bis zu 50 % des regelmäßig gezahlten Arbeitsentgeltes für maximal 13 Wochen gezahlt. Die Voraussetzungen hierfür seien die Einstellung eines ehemaligen Soldaten für mindestens ein Jahr im Unternehmen und eine direkte Einarbeitung am Arbeitsplatz entsprechend dem Einarbeitungsplan.

 

„Arbeitsschutz-System in Deutschland - Worauf kommt es an?"
Michael Hackert, IGS Ingenieurgesellschaft Staßfurt mbH, Staßfurt

Herr Hackert stellte in seinem Vortrag die Verantwortung der Geschäftsleitung im Arbeitsschutz dar und ging dabei insbesondere auf die betriebliche Organisation des Arbeitsschutzes ein.

Das Angebot der IGS mbH bestehe darin, einen Check als Außenstehender durchzuführen, mögliche Defizite aufzuzeigen und, soweit gewünscht, Vorschläge zur Erhöhung der Rechtssicherheit und des Niveaus der Arbeitsschutzorganisation im Betrieb zu geben.

Falls eine Fachkraft für Arbeitssicherheit noch nicht bestellt ist, kann die Leistung selbstverständlich in Auftrag gegeben/genommen werden.


„Energetische Optimierung im Unternehmen - Förderprogramm Sachsen-Anhalt ENERGIE
der Investitionsbank Sachsen Anhalt"
Gunnar Pevestorf, BWI Bio-Wärme-Innovation GmbH, Aschersleben

Bei einer einführenden Vorstellung der BWI GmbH wies Herr Pevestorf darauf hin, dass sich diese als Lösungsgeber für Unternehmen, die Wohnungswirtschaft, Gesundheits- und Pflegeeinrichtungen oder den kommunalen Bereich bei der energetischen Optimierung sieht.
Den Schwerpunkt seinen Vortrages bildete das Förderprogramm der Investitionsbank Sachen Anhalt – Sachsen Anhalt ENERGIE. Hier sieht die BWI GmbH günstige Möglichkeiten für die mittelständischen Unternehmen der Region.

So würden gefördert

  • der Ersatz von ineffizienten Anlagen und Aggregaten,
  • die energetische Optimierung von Prozessen, Druckluft- und Pumpsystemen, Heiz-, Kühl- und Vakuumsystemen und Systemen für Trocknung, Trennung und Konzentration sowie
  • Anlagen zur Erzeugung von Strom oder Wärme aus erneuerbaren Energien, Strom- und Wärmespeicher


Dabei sind die geförderten Anlagen i.d.R. mindestens 5 Jahre, bei KMU mindestens 3 Jahre nach der Abschlusszahlung durch den Zuwendungsempfänger zu betreiben.
Die Förderung sei möglich über De-minimis und AGVO (Allgemeine Gruppenfreistellungsverordnung).

Ale Praxisbeispiele für geförderte Maßnahmen nannte Herr Pevestorf  Backöfen, einen Kühltisch, Abwärmenutzung durch WW- Speicher oder  zur Kühlung, die Umrüstung von Heizungsanlagen, Motoren, Rührwerke für Biogasanlagen, Beleuchtung, Kraftfahrzeuge (Elektro, Hybrid, Gas, ausschließlich betrieblich genutzt) sowie die energetische Optimierung von gewerblichen Gebäuden.

Die angebotenen Leistungen der BWI GmbH seien in diesem Zusammenhang:

  • Erstgespräch beim Interessenten und Aufklärung über die Möglichkeiten,
  • Durchführung eines Energieaudits, gefördert bis zu 80 % von der BAFA,
  • Beantragung und Begleitung des Förderantrages bei der IB- Sachsen Anhalt,
  • Unterstützung bei der Umsetzung der Maßnahmen und
  • Energetische Anlagenbewirtschaftung

 

„Burnout muss nicht sein – Ursachen und Vermeidungsstrategien“
Bernd, Willerding, Berater - Coach – Mediator, Magdeburg

„In meinem kurzen Impulsvortrag möchte ich Sie in meine persönliche Situation mit hineinnehmen.

Genau heute vor 10 Jahren begann mein Burnout. Oder besser gesagt, da wurde mir klar, dass ich krank bin und dass ich schon seit langer Zeit mit zunehmenden Symptomen zu kämpfen hatte.
Was war passiert? Nach einem sehr erholsamen und entspannten Urlaub im Sommer 2006 hatte ich am ersten Arbeitstag Herzschmerzen. Der Kardiologe bescheinigte mir ein gesundes Herz und eine deutliche psychische Belastung. Ich nahm es nicht ernst, wie ich schon zuvor ein Stresstest nicht ernst genommen hatte, bei dem mir eine hohe Burnout-Gefährdung bescheinigt wurde.
Mir würde das nicht passieren. Ich bekomme keinen Burnout. Dafür fühlte ich mich durch meinen Optimismus und durch meine Lebenseinstellung gewappnet.
Im Herbst 2006 verschlimmerten sich mehrere Dinge. Ich bekam immer mehr Schlafstörungen. Schon seit Jahren hatte ich eine ständige Müdigkeit, die sich verschärfte. Es stelle sich eine zunehmende Vergesslichkeit, Antriebsstörung und Lustlosigkeit ein. Ich wurde immer anfälliger für jede kleine Krankheit. Gleichzeitig wurde ich sehr dünnhäutig und streitanfällig. Es gäbe noch weitere Symptome zu beschreiben, die häufig auftraten.
Als ich meinem Arzt von meiner Situation berichtete, wollte er mich krankschreiben. Ich dachte hingegen, dass es noch gehen müsste. Nach 12 Tagen war ich am Ende und akzeptierte die Krankschreibung. Es folgten Monate der inneren Lähmung. Ich begann mit Psychotherapie und konnte nach langem Hin und Her in einer Reha wieder auf die Beine kommen. Knapp ein Jahr später konnte ich nach einer Wiedereingliederung wieder 100% arbeiten.

Jedem kann das gleiche passieren. Die meisten ignorieren die Symptome und tun sie ab. Viele sagen, dass man eben etwas kürzer treten müsse und dann gehe es schon besser. Aber das reicht nicht. Wir können auch nicht einfach Menschen aus dem Weg gehen, die uns nerven. Wichtig ist, dass ein Burnout sowohl mit äußeren Faktoren (Stress, unangenehme Mitmenschen usw.) als auch mit inneren Faktoren (Vergangenheit, Prägungen, Kindheit usw.) zusammenhängt. Daher ist es wichtig, dass wir uns beiden Bereichen stellen. Besonders die Entdeckung der inneren Faktoren braucht Zeit und Begleitung. Diese Begleitung kann ich Ihnen schon frühzeitig anbieten sowohl für das Einzelgespräch als auch für das Teamcoaching. Die meisten Dinge kann man klären, bevor man krank wird. Eine gute Prophylaxe ist an der Stelle sehr ratsam, damit man gar nicht erst ausfällt, sondern im Arbeitsprozess und in seinem Lebensumfeld bleiben kann.“


Michael Chudziak
Carsten Hesse
Susanne Pforr
Michael Hackert
Gunnar Pevestorf
Bernd, Willerding

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Unternehmertreffen bei der pressmetall Hoym GmbH * 24.10.2016 * Hoym


Nach der Begrüßung durch den Leiter des BVMW-Kreisverbandes hieß der Geschäftsführer der pressmetall Hoym GmbH, Dr. Marc Mateika, die Teilnehmer herzlich willkommen und stellte zunächst das Unternehmen vor.

Er informierte, dass die pressmetall Hoym GmbH gemeinsam mit der pressmetall Gunzenhausen GmbH zur Muttergesellschaft pressmetall GDC Group GmbH gehört.

Deren Ziele in der zukünftigen Marktausrichtung seien insbesondere

  • die Unterstützung der Tochterunternehmen mit Kapital, Management-Ressourcen, Expertenwissen und Markt-Know-how,

  • die Herstellung von Aluminium-Druckgussteilen im Schließkraftbereich 250 bis 1.500 t mit weiteren Veredelungsschritten sowie

  • die Etablierung eines eigenständigen, wettbewerbsfähigen und stabilen Marktteilnehmers.


Die pressmetall Hoym GmbH wurde im Jahre 2013 durch eine Übernahme der 1999 gegründeten und 2012 in Insolvenz geratenen  
Druckguss Hoym GmbH gegründet.
Bei einer Mitarbeiterzahl von über 200 und einem Umsatz von 33 Mio EUR verfüge das Unternehmen damit über eine langjährige Produktionskompetenz.

Produziert werden Ölpumpengehäuse, Getriebequerträger, Motorträger, Halter von Nebenaggregaten für die Unternehmen BMW, Daimler, VW, Getrag, Bosch, Webasto und Continental.

Herr Mateika gab an, dass der Fertigungsprozess vor allem die Bereiche Schmelzerei, Gießerei, Mechanische Bearbeitung sowie CNC und nachgeschaltete Arbeitsgänge umfasst.
Den dazugehörigen Maschinenpark machen im Wesentlichen Wannenöfen, vollautomatische Druckgussmaschinen mit Schließkräften von 400 bis 900 t, Strahlanlagen, eine Gleitschleifanlage, Bearbeitungszentren und diverse Sondermaschinen aus.

Als Innovationen führte er an:

  • Erhebliche Kosteneinsparungen / Wettbewerbsvorteile durch das Projekt Minimalschmierung aufgrund der Reduzierung von Abwasser, Stromkosten, Trennmitteleinsatz, Zykluszeiten sowie Erhöhung der Formenstandzeit.

  • Die Weiterentwicklung von Jet Cooling zur Verbesserung der Qualität der Druckgussteile durch Reduktion der Porositätsvolumina.

  • Das Downsizing als Entwicklung von leichtbaugerechten, hochbeanspruchten Aluminium-Druckgussteilen.

Im Anschluss wurden den Teilnehmern durch den Werkleiter, Dietmar Ernst, und weitere Mitarbeitern in einem Betriebsrundgang die einzelnen Bereiche gezeigt und die ablaufenden Prozesse erläutert.

Die Veranstaltung endete mit einem Imbiss und einer Kontaktbörse mit angeregten Gesprächen der Gäste und der Geschäftsführung.

Dr. Marc Mateika

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Unternehmertreffen bei der WASSERKRAFT Bernburg GbR * 06.09.2016 * Bernburg

Die teilnehmenden Unternehmer hatten sich auf der Freifläche des Wasserkraftwerkes Bernburg versammelt und genossen zunächst die beeindrucke Aussicht auf das im Sonnenlicht erstrahlende Schloss Bernburg, der Krone Sachsen-Anhalts.
Es begrüßte sie der Kreisgeschäftsführer Dr. Helmhard Kraft und führte sie zunächst in das Thema des Abends ein.

Im Mittelpunkt standen dann die Ausführungen des Gastgebers und BVMW-Mitglieds, Mathias Mönchmeier. Als Geschäftsführer der WASSERKRAFT Bernburg GbR, informierte er seine Gäste zunächst über die Wasserkraft in Sachsen-Anhalt, ging auf Fragen der erneuerbaren Energien im Zusammenhang mit der Energiewende ein und berichtete über die Historie seines Unternehmens.

Die Wasserkraftnutzung in Sachsen-Anhalt habe eine lange Tradition. So wurde das erste deutsche Mühlenwehr im Jahre 941 in Alsleben errichtet. In den folgenden Jahrhunderten wurde die Wasserkraft mit der Schiffbarmachung von Saale und deren Nebenflüsse sowie von Unstrut und  Mulde an fast allen Staustufen genutzt - vor allem für Sägewerke, Holzschleifereien, Papierfabriken oder Getrei-demühlen. Herr Mönchmeier berichtete über eine Explosion der Zahl von Wasserkraftanlagen (WKA).
Nach 1945 erfolgte die Umsetzung von Wasserkraft-Projekten, die kriegsbedingt nicht fertiggestellt wurden: Später aber kam es zu einer politisch gewollten Stilllegung der WKA in der DDR.

Zur Wiedervereinigung 1990 bestanden nur noch 8 WKA zur Stromerzeugung.
Heute seien in Sachsen-Anhalt ca. 50 WKA mit ca. 150 GWh Jahresarbeit in Betrieb. Davon 12 an der Saale mit ca. 50 GWh.

Bei einer Gesamtleistung von 6.700 MW und einer Jahresarbeit von 1.900 GWh der regenerativen Energie in Sachsen-Anhalt entfällt damit auf die Wasserkraft ein Anteil von 8 Prozent.
Aber, ein Vorteil der Wasserkraft besteht in der Fähigkeit der Netzstabilisierung. Auf Grund nur gerin-ger kurzzeitiger Schwankungen kann sie Grundlaststrom bereitstellen.

Zur Energiewende meinte Herr Mönchmeier, dass diese und die regenerativen Energien in Deutschland durch unglückliche politische Diskussionen im Zusammenhang mit hohen Strompreisen für Pri-vathaushalte und Industrie, die Belastung der Netze und einem möglichen Verlust von Arbeitsplätzen in traditionellen Energieberufen in ein schlechtes Licht geraten seien.
In Wirklichkeit würden die Strompreise durch regenerative Energien gesenkt und nicht erhöht. Das hohe Preisniveau beim Kunden sei Resultat der Marktmacht der EVU und der Stützung alter Techno-logien.
Die Energiewende sei durchaus ein harter sozialer Einschnitt, der aber unumgänglich sei. Alle ernst-zunehmenden Wissenschaftler seien sich einig: Der Klimawandel ist vom Menschen gemacht. Er hat weitreichende Auswirkungen (Hunger, Wassermangel, Bevölkerungswanderung), so dass wir jetzt handeln müssen. Eine Verzögerung macht die Situation nur schlimmer und z.T. unumkehrbar. Deutschland habe hier eine Vorbildfunktion.

Zum eigenen Unternehmen berichtete Herr Mönchmeier, dass zum Wasserkraftwerk ursprünglich eine Papierfabrik gehörte. Diese wurde 1805 gegründet und ab 1855 die Wasserkraft zur Papierherstellung genutzt. In der DDR wurde die Wasserkraftnutzung dann eingestellt.
Nach der Übernahme durch die Familie Mönchmeier erfolgte 1993 die Entfernung der Turbinenhalle und der Einbau von drei modernen, "doppelt regulierten Kaplan-Turbinen".
2007 wurde die benachbarte  Saalemühle mit 5 maroden Turbinen übernommen. Auch hier wurde der Maschinenpark modernisiert. Aktuell sei eine neue elektronische Steuerung für beide Anlagen instal-liert worden.
Die Jahresproduktion liegt insgesamt bei ca. 12 Mio. kWh, was dem Verbrauch von ca. 6.000 Privat-haushalten entspricht.

Im Anschluss an den Vortrag von Herrn Mönchmeier Rundgang machten die Unternehmer einen Rundgang durch das Unternehmen, wobei die Turbinenhalle und die Fischtreppe im Vordergrund standen.
Dem folgte bei einem kleinen Imbiss eine rege Kontaktbörse.

Mathias Mönchmeier

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6. BVMW-Sommerabend * 30.06.2016 * WBR Rathmannsdorf

Der 6. Sommerabend des Kreisverbandes fand wieder im Ausbildungsstandort WBR Rathmannsdorf des BBRZ Berufliches Bildungs- und Rehabilitationszentrums e.V. Aschersleben und damit im schönen Ambiente des Schlosses Rathmannsdorf statt.

Zunächst begrüßte der Leiter des BVMW-Kreisverbandes, Dr. Helmhard Kraft, die anwesenden BVMW-Mitglieder und Gäste.

In seiner Begrüßung stellte dann der Geschäftsführer des BBRZ, Klaus-Dieter Graul, den Teilnehmern das BBRZ und speziell die Ausbildungsstätte WBR Rathmannsdorf näher vor.

Auch diesmal stand  wieder ein Speed Dating auf der Tagesordnung.
Hierbei ist es den Teilnehmern – analog eines - möglich, in relativ kurzer Zeit durch kompakte, nur wenige Minuten dauernde Gespräche in Vierergruppen sich selbst und ihr Unternehmen zu präsentieren und durch das Kennenlernen einer größeren Anzahl anderer Teilnehmer das eigene unternehmerische Netzwerk zu erweitern.

Helmhard Kraft erläuterte hierzu die Spielregeln. Insgesamt wurden vier Runden absolviert, so dass jeder Teilnehmer die Möglichkeit hatte, mit 12 anderen Unternehmern in Kontakt zu kommen.

In den aufgestellten Pavillons am Grill konnten dann die Teilnehmer die entstandenen und für Sie interessanten Kontakte vertiefen und ausbauen. Es wurde wieder ein schöner Abend mit vielen interessanten Gesprächen.
Daran hatten wieder Kurt und Edith Stein, Inhaber des Weinfachhandels Stein aus Staßfurt, maßgeblichen Anteil.

Klaus-Dieter Graul


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Unternehmertreffen in der Salzlandsparkasse * 02.06.2016 * Bernburg

Helmut Ibsch, Vorstand der Salzlandsparkasse, begrüßte die anwesenden Unternehmerinnen und Unter-nehmer. Er informierte, dass die Arbeit der Salzlandsparkasse durch das Niedrigzinsniveau nicht einfacher geworden ist. Dennoch wird sich das Geldinstitut nicht aus der Fläche zurückziehen.
Er unterstrich, dass die Salzlandsparkasse auf die mittelständische Wirtschaft setzt und sich als dessen Dienstleister sieht. Deshalb sei er erfreut, dass es wieder einmal zu einem BVMW-Unternehmertreffen in seinem Hause gekommen ist. Er versicherte, dass die Sparkasse nach wie vor bereit sei, die Kreditwünsche ihrer Firmenkunden zu erfüllen. Darüber hinaus seien innovative Produkte wie der Unternehmerschnellkredit entwickelt worden und werden alternative Formen der Unternehmensfinanzierung angeboten.

In seiner Begrüßung stellte Dr. Helmhard Kraft fest, dass er es für unerlässlich hält, die Kompetenz der Salzlandsparkasse als Mitglied zu nutzen. Stelle doch die Sicherung einer ständigen und optimalen Liquidi-tät durch die die verschiedenen Formen der Unternehmensfinanzierung – neben Kredit auch Leasing oder Fördermittel - eine ständige Herausforderung für jeden Unternehmer dar
Er wies darauf hin, dass die Frage der Unternehmensfinanzierung zu den vier Schwerpunkten der politischen Arbeit des BVMW gehört und ging auf aktuelle Forderungen des BVMW auf diesem Gebiet ein. Seit Jahren würden die Entscheidungen und Ereignisse  kritisch und konstruktiv begleitet.

Zum Thema „Rating – wichtige Unternehmenskenngröße mit Auswirkungen" sprachen Astrid Boin und Oliver Schrott.

Astrid Boin informierte, dass unterschiedliche Rating- und Scoringverfahren angewandt werden.
So wird das KundenKompaktRating (KKR) für alle Kunden automatisch monatlich erstellt. Aus den Berei-chen Firmen- und Gewerbekunden, freie Berufe und Existenzgründer kann außerdem anlassbezogen ein umfangreicheres StandardRating (STR) erstellt werden.
Unter Verwendung des jeweiligen Ratingergebnisses und Einbeziehung weiterer Faktoren, wie  Kontoverhal-ten, Warnsignale, Haftungsverbund oder Ausfallinformationen wird hier eine Ratingnote ermittelt. Auf Wunsch des Kunden kann diese auch in einem Rating-Zertifikat dargestellt werden.

Über die sich anschließende Ermittlung des Stärken-Potenzial-Profils (SPP) berichtete Oliver Schrott.
Die SPP kann auf Wunsch der Kunden erstellt werden. Sie ist ein sehr nützliches Instrument. So schafft sie mehr Transparenz, zeigt Schwachstellen und Stärken auf, plausibilisiert das Ratingergebnis, fördert die Kommunikation und dient als Orientierungshilfe.
Herangezogen werden hier verschiedene Kennzahlen zur Beurteilung des Unternehmens. Das wuirde am Beispiel der Eigenkapitalquote dargestellt.

Danach sprach Ines Groth, Leiterin des Firmenkundencenters, zum Kreditgeschäft und zu den Kreditbereichen der Salzlandsparkasse.
Sie sagte, dass in 2015 insgesamt 245 Mio. €  als Darlehen an Unternehmen und Privatkunden ausgereicht wurden und eine anhaltend positive Nachfrage nach Krediten bestehe.

Finanziert werden bei Privatkunden vor allem Konsumgüter und Immobilien. Weiterhin sind es Unterneh-mensinvestitionen und Kapitalanlagefinanzierungen

Zu Internet und neuen Medien meinte sie, dass diese die Geschäftswelt wesentlich beeinflussen und sich die Sparkasse dem stellt. So erfolgt ab Juni 2016 eine vollständige Überarbeitung des Internetauftrittes der Sparkasse. Dennoch setze man weiterhin auf persönliche Beratung.  Die Geschäftsstellen mit angepassten Service- und Beratungszeiten blieben weiterhin Dreh- und Angelpunkt der Kundenbetreuung

Im Zusammenhang mit der Struktur der Kreditbereiche führte sie das UnternehmenskundenCenter, das FirmenkundenCenter und das ImmobilienCenter an.
Beim UKC erfolge eine vollumfängliche Betreuung der Firmen- und Unternehmenskunden mit einem sehr komplexen Finanzierungsumfang vor Ort.
Die FKC nehme die gewerbliche Spezialberatung der Geschäfts- und Gewerbekunden an vier Standorten wahr: Frau Groth ging auf die einzelnen Beratungsleistungen im gewerblichen Bereich näher ein und meinte, dass stets eine persönliche Beratung im Vordergrund stehe und die Geschäftsstellen mit angepassten Service- und Beratungszeiten Dreh- und Angelpunkt unserer Kundenbetreuung bleiben.

Schließlich ging sie noch auf den Unternehmerschnellkredit ein. Hier besteht die Möglichkeit der Sofortzu-sage eines Kredites bei guten Bestandskunden. Bis 50.000 € ist ein Kredit auch ohne Sicherheiten möglich, für flexible gewerbliche Verwendungsmöglichkeiten (Fahrzeuge, Maschinen, Geräte, Einrichtung, usw.).
Es bestünden insgesamt günstige Finanzierungskonditionen in Anlehnung an die Bonität des Antragstellers, inkl. Restkreditabsicherung.

"Kredit oder Leasing? - Kredit und Leasing!" lautete der Vortrag von Markus Mestenhauser von der  Deutschen Leasing.
Im Vordergrund seiner Ausführungen stand das Servicespektrum seiner Gesellschaft. Es würde sich Leasing neben Fahrzeugen (Pkw, Nutzfahrzeuge oder Fuhrpark-Management) für eine Vielzahl von Gütern anbieten. So für Maschinen (Produktionsanlagen ,Werkzeugmaschinen, Agrar-und Baumaschinen), Medizintechnik, Immobilien (Neubauten, Bestandsimmobilien, Baumanagement), IT- und Kommunikationstechnik (Hardware, Software, Drucker und Kopierer), Energie (Wind-und Bioenergie, Kohle- und Gaskraftwerke, Gas-, Strom- und Wärmenetze), Transport und Logistik (Schienen-und Luftfahrzeuge, Schiffe, Container, Logistik-und Technikzentren
Er Meinte: Wir finanzieren fast alles!
Kurzfristige Lösung stellte er beispielhaft an einem Taxiunternehmen (Pkw), einen Friseursalon (Waschma-schine), einen Dachdecker (Aufzug), ein Werbeunternehmen (Kuvertiermaschine) und einen Zahnarzt (Be-handlungseinheit) vor.

Helmuit Ibsch
Astrid Boin
Oliver Schrott
Ines Groth
Markus Mestenhauser


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Unternehmertreffen bei der Lebenshilfe Bernburg * 20.04.2016 * WfbM Bernburg

In seiner Begrüßung informierte der Leiter des Kreisverbandes, Dr. Helmhard Kraft, dass bei einer Reihe von Mitgliedsunternehmen des Kreisverbandes Menschen mit gesundheitlichen Handicaps im Mittelpunkt stehen. Er betonte, dass es sein Anliegen ist, mit derartigen Veranstaltungen zu einer  allgemein stärkeren Sensibilisierung bezüglich dieses Themas beizutragen.

Danach stellte Geschäftsführer Norbert Zacher die Lebenshilfe Bernburg gGmbH näher vor.
Er ging dabei zunächst von dem bestehenden Leitbild des Unternehmens aus, in dem es heißt:

„Die Lebenshilfe Bernburg gGmbH ist ein regional tätiges soziales Unternehmen, welches sich für die verschiedensten Bedürfnisse behinderter Menschen einsetzt. Seit unserer Gründung im Jahre 1996 fördern und begleiten wir Menschen mit einer geistigen, seelischen, körperlichen oder mehrfachen Behinderung in den verschiedensten Lebenssituationen in ihrem Bedürfnis nach mehr Lebensqualität.“

Das sind derzeit 640 Personen, die in Werkstätten, Wohnverbünden, Kindertagesstätten, durch ambulante Dienste und spezielle Beschäftigungsmöglichkeiten betreut werden.
In den Werkstätten in Bernburg, Baalberge, Peißen und Ilberstedt werden im Einzelnen folgende Tätigkeiten ausgeführt: Konfektionierung, Lattenrostmontage, Palettenbau, Metall-, Kunststoff- und Elektromontage, Textilverarbeitung, Tischlerarbeiten, KFZ Pflege,  Aktenvernichtung oder Arbeiten im Garten- und Landschaftsbau.

Herr Zacher informierte, dass eine Reihe von Angehörigen der Lebenshilfe auch außerhalb (Schwimmbad und Sportplatz Nienburg, öffentliche Toilette Bernburg, Keßlerturm Bernburg) oder sogar direkt in Unternehmen, wie bei der Firma Exte GmbH Nienburg oder im Toom Baumarkt Bernburg tätig sind.

Weitere Details erfahren Sie im PowerPoint-Vertrag.

Im Anschluss sprach Thomas Holz, Vorsitzender der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Bernburg zum Thema

Unternehmerische Möglichkeiten zur Beschäftigung von Menschen mit gesundheitlichen Handicaps“.

Dabei ging er von folgender Frage aus:
Warum soll ich als Unternehmer mich diesem Thema widmen?
Er machte deutlich, dass die gesundheitlichen Handicaps weiter zu fassen sind und auch die Arbeitsunfähigkeit durch Krankheit zu berücksichtigen ist. Hier gilt es auf der Basis von Personalbedarfsanalyse und Betriebsorganisation im Rahmen einer PE-Strategie durch Gesundheitsmanagement und Leistungserhalt - neben der Qualifizierung und Rekrutierung - entsprechende Maßnahmen zur Sicherung des Personalbedarfs einzuleiten.
Für behinderte Menschen würden folgende Fördermöglichkeiten bestehen: Eingliederungszuschuss, Technische Arbeitshilfen, Probebeschäftigung, Ausbildungszuschuss oder Unterstützte Beschäftigung.

Danach fand eine Besichtigung der Werkstätten statt.
Herr Zacher und der Produktionsleiter, Marco Hampel, erläuterten den interessierten Teilnehmern die jeweiligen Werkstattbereiche und Fertigungsabläufe.


Helmhard Kraft
Norbert Zacher
Thomas Holz


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Unternehmertreffen zum Thema "Industrie 4.0 * Stadtwerke Staßfurt * 09.03.2016

Dieses Unternehmertreffen war eine gemeinsame Veranstaltung vom BVMW-Kreisverband und der Stadt Staßfurt.

In seiner Begrüßung hob der Oberbürgermeister Sven Wagner zunächst die Bedeutung der Digitalisierung für seine Stadt hervor. Ich meinte, der Wettbewerb der Standorte sei bereits in vollem Gange. Welcher ist der schnellste, welcher bindet langfristig die meisten innovativen, digitalaffinen Unternehmen bzw. die Unternehmen, die von einer schnellen Breitbandinfrastruktur abhängig sind.
Sven Wagner  bezeichnete letztere als das Rückgrat für die schnelle Digitalisierung der Regionen und damit als Standortfaktor Nr. 1 für Kommunen, die sich als guter Wohn- Wirtschafts- und Bildungsstandort verstehen wollen.
Er schätzte ein. dass Deutschland und besonders Sachsen-Anhalt hier aber noch Entwicklungsland sei.
Die große Mehrzahl der Unternehmen der Stadt Staßfurt würde die Breitbanderschließung als eine der vordergründigsten Aufgaben betrachten.
Er versicherte, dementsprechend diesen Aufgaben einen entsprechenden Stellenwert in seiner Arbeit einzuräumen. Ein Beleg und wichtiger Schritt in diese Richtung sei auch die heutige Veranstaltung.

Danach begrüßte Dr. Helmhard Kraft die anwesenden Unternehmer und gab eine kurze Einführung in das Thema aus Sicht des Verbandes.
Er betonte, dass dieses Thema auch beim BVMW einen hohen Stellenwert genießt. Das wurde nicht zuletzt deutlich beim letzten BVMW-Jahresempfang in Berlin, bei dem EU-Digitalkommissar Günther Oettinger Antworten auf die Fragen gab,
Ist Europa fit für die Digitalisierung? Wie können die Chancen der Digitalisierung erfolgreich genutzt können?
Helmhard Kraft berichtete, dass nach Ansicht des EU-Kommissars der geplante Ausbau der Breitbandnetze richtig sei, aber schon jetzt erkennbar nicht ausreiche. Um alle Transportbedürfnisse für Daten in Deutschland zu erfüllen, müsse unser Land konsequent die Gigabyte-Gesellschaft anstreben.
Die Digitalisierung erstrecke sich auf alle Lebensbereiche und müsse ein digitales Europa ohne Grenzen sein. Dazu gehöre eine paneuropäische flächendeckende Konnektivität.
„Kümmern Sie sich in diesem Jahr um die digitale Grundkompetenz“, gab Günther Oettinger den Vertretern aus Wirtschaft und Politik mit auf den Weg.
Der Kreisgeschäftsführer informierte auch über eine Rede des Ministerpräsidenten Estlands, Taavi Rõivas, der ebenfalls in Berlin zu Gast war. Und das nicht ohne Grund.
Zum einen haben Deutschland und Estland bezüglich des Mittelstandes viel gemeinsam. Aber zum anderen ist Estland Deutschland einen großen Schritt voraus. Denn die Esten leben die Digitalisierung, in Unternehmen und in der Verwaltung.
Rõivas hätte gezeigt, wie digitale Lösungen in seinem Land zu mehr Effizienz und zu wirtschaftlichem Wachstum beitragen.

Mit großem Interesse erwarteten dann die Teilnehmer den Vortrag von Holger Seidel, Geschäftsfeldleiter Logistik- und Fabriksysteme des Fraunhofer-Instituts für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF.
Sie wollten Antworten auf solche Fragen haben, wie
Was verbirgt sich eigentlich wirklich hinter "Industrie 4.0" und betrifft das überhaupt mittelständische Unternehmen? Und falls ja, ist dies mehr Chance oder Risiko oder beides?
Welche Technologien sind die Treiber und wie werden sie die Arbeitswelt verändern? Was sind eigentlich disruptive Geschäftsmodelle?
Die Unternehmer kamen voll auf ihre Kosten.
Holger Seidel informierte umfassend über die Thematik.

Er erläuterte zunächst, dass die Bezeichnung „Industrie 4.0“ für die vierte industrielle Revolution steht, die durch eine immer intelligenter werdende Automatisierungstechnik, die Menschen bei ihrer immer komplexer werdenden Arbeit unterstützen soll, gekennzeichnet ist.

Wesentliche Aussagen in seinem Vortrag waren u.a.:

Industrie 4.0 bedeutet einen grundlegenden Paradigmenwechsel: von einer zentralen Steuerung zu einer dezentralen Selbstorganisation mit dem Ziel maximaler Wertschöpfung und minimalem Ressourcenverbrauch.

Als großer Innovationstreiber wird das Digitale die Welt radikal verändern.
Es werden neue Produkte, Dienstleistungen, Applikationen und Geschäftsmodelle durch neue Ausprägungen bei Geschwindigkeit, Miniaturisierung, Konnektivität, Lagerung, Identifikation, Geo-Information, Robotik und Simulation erscheinen.

Die neue Stufe der Organisation und Steuerung der gesamten Wertschöpfungskette wird sich zunehmend an kundenindividuellen Wünschen orientieren. Voraussetzung hierfür ist die Verfügbarkeit aller notwendigen Informationen in Echtzeit.

In einer Smart Factory würden Menschen, Maschinen und Ressourcen so selbstverständlich kommunizieren wie in einem sozialen Netzwerk.

Die Arbeitswelt wird nachhaltig verändert werden
Die Veränderungen werden große Auswirkungen auf die klassischen Arbeitsplätze haben. So werden nach Schätzungen 50 bis 70 Prozent der Arbeitsplätze mit standardisierten oder wiederholenden Aufgaben zukünftig entfallen.
Es wird sich das Arbeitsumfeld der Menschen wandeln. Assistenz-, Prüf- und Lernsysteme bieten Entscheidungsunterstützung und Belastungsregulation.
Die jungen Talente werden neue Anforderungen stellen. Der Lifestyle wird wichtiger als Profit. Die Dynamisierung der Geschäftsmodelle erfordert eine zunehmende Flexibilität: zeitlich, räumlich und arbeitsorganisatorisch.
Ebenso wird sich eine Verschiebung auf den Kompetenzfeldern ergeben.

Der Mittelstand ist derzeit im Gegensatz zu vielen Großunternehmen durch eine nur geringe Investitionstätigkeit in Richtung Digitalisierung und fehlendes Fachwissen über diese Schlüsseltechnologien gekennzeichnet.

Zum Schluss bot Herr Seidel den Unternehmern die Unterstützung des Fraunhofer-Instituts in Magdeburg an.

Sven Wagner
Helmhard Kraft
Holger Seidel
 



Unternehmertreffen zum Thema "Marketing im YouTube-Zeitalter" * Salzland Center Staßfurt * 09.02.2016

Das Unternehmertreffen sollte der Frage nachgehen:
Videoproduktion im YouTube-Zeitalter - Haben Foto & Print ausgedient?

In seiner Begrüßung hob Kreisgeschäftsführer Dr. Helmhard Kraft hervor, dass der Kreisverband mit der Wahl dieses Themas neue Entwicklungen und Herausforderungen nicht verschlafen, sondern auf der Höhe der Zeit bleiben möchte.

Die Referenten, Florian  Arndt,  Geschäftsführer der Sons of Motion Pictures GmbH,  und Roman  Rögner,  Geschäftsführer von PICMENTION Medienproduktion GbR, junge erfolgreiche Unternehmer und BVMW-Mitglieder aus Leipzig, stellten zunächst sich und ihre Unternehmen vor.

Ihre Ausgangsthese war dann: Die Digitalisierung hat das Mediennutzungsverhalten verändert. Das bewegte Bild, der Film oder das Video, ist dabei ein zentraler Angelpunkt.
Im Zeitalter des Web 3.0 gingen 77 Prozent der Bevölkerung online. Und das bei einer täglichen Nutzung von über 170 Min. Die Bedeutung des Fernsehens nimmt ab, die der mobilen Endgeräte zu. Die Werbung im TV verlagert sich immer mehr in das Internet.
Damit wird der Film zu einem hervorragenden Medium, um das Unternehmen, die Produkte oder die Dienstleistung glaubhaft und authentisch darzustellen. Damit sich der Kunde über die Produkte besser informieren kann und diese dann auch kauft.
Tatsächlich wollen 65 Prozent aller Kaufinteressenten vor dem Kauf ein Video über das Produkt sehen. Mindestens 44% sehen regelmäßig Online-Video-Werbung. Die Kaufbereitschaft steigt um 13 Prozent. Mit einem Video beworbene Produkte werden bis zu 12 Prozent öfter gekauft.

Und nicht zuletzt, so meinten die Referenten, werden Websites mit Videos von Google eindeutig belohnt, was das Ranking der Internetseiten anbetrifft.
Das sei bedeutsam im Zusammenhang mit der Suchmaschinenoptimierung SEO (search engine optimization), die dazu dient, dass Webseiten im organischen Suchmaschinenranking in den unbezahlten Suchergebnissen auf höheren Plätzen erscheinen.

Des Weiteren gaben Sie zu bedenken, dass YouTube inzwischen die weltweit zweitgrößte Suchmaschine und damit eine Werbeplattform wie Google darstellt.

An konkreten Beispielen zeigten dann Florian Arndt und Roman Rögner welche Möglichkeiten es für die Unternehmen außerhalb des Internets für den Einsatz von Filmen und Videos gibt, z.B. für Messen, E-Mails oder Kinowerbung. Dabei gingen sie auf die unterschiedlichen Filmarten, wie Imagefilm, Dokumentation, Werbespot, Erklär- bzw. Produktvideo ein.

Das Fazit der Veranstaltung:
Der Videokonsum wächst stetig. Videos genießen immer mehr Aufmerksamkeit. Da die Kosten für Videoproduktionen rückläufig sind, sind diese für den Mittelstand bezahlbar geworden.
Videos haben das größere Potential gegenüber Foto & Print.

Und hier zu Ihrer Information ein Making-of der Sons Of Motion Pictures GmbH.

Florian Arndt
Roman Rögner



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