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Verkehrsforum am 04.03.2002

130 Unternehmer, Stadräte und interessierte Bürger fanden sich am 04.03.02 im Blauen Saal des Gewerbepark Wilthener Straße ein, um sich über die Südumfahrung Bautzen zu informieren und zu diskutieren:( B96/6, S106, S119)

Als Gäste waren u.a. anwesend:

  • Staatssekretär Prof. Dr. Wolfgang Zeller
  • Dr. Bernd Rohde, Abteilungsleiter im SMWA
  • Landrat Michael Harig
  • OB Christian Schramm
  • Bm Peter Hesse
  • Prof. Andreas Geißler, Hochschule Zittau
  • BVMW-Landesgeschäftsführer Bodo Schwarz

 

Michael Jursch, Sprecher der IG Südumfahrung Bautzen, begrüßte die Anwesenden und eröffnete das Verkehrsforum. In seinen Eröffnungsworten machte er deutlich das die aktuellen Staus den Unternehmen viel Zeit und Geld kosten, täglich.

"Wir brauchen leistungsfähige Straßen-, Schienen-, Luft- und Wasserverkehrswege" führte Staatssekretär Prof. Zeller in seinem Statement aus.

Eine intakte Infrastruktur ist Grundlage für Investoren Die Oberlausitz muss sich auf die EU-Osterweiterung auch im Verkehrswesen vorbereiten, da sich mit der Osterweiterung der LKW-Verkehr verdoppeln wird. Entfernungsnachteile müssen durch schnelle Straßen ausgeglichen werden.

Die Oberlausitz ist Bindeglied im Eisenbahnverkehr Richtung Osten. Auch eine S-Bahn-Verbindung hält der Staatssekretär für möglich. Auch der Flugverkehr spielt eine wichtige Rolle. Jede Planungsregion soll einen Verkehrslandeplatz haben und dies ist in der Oberlausitz Bautzen. Doch braucht dieser ein professionelles Management.
Michael Harig (Landrat Bautzen): Infrastrukturprobleme ein Grund für Probleme im wirtschaftlichen Bereich. Nicht gegeneinander, sondern miteinander über neue Straßen diskutieren. Es geht auch um die Zukunft der Stadt Bautzen und der Region. "Der gegenwärtige Zustand ist unhaltbar"

Prof. Geißler (Hochschule Zittau)
Die Oberlausitz ist gut mit der Autobahn angebunden. Durch wissenschaftliche Untersuchungen konnte er feststellen: Je weiter die Entfernung zur Autobahn, desto weniger Investitionen und Jobs gibt es. Außerdem nimmt die Abwanderung zu. Das Hauptstraßennetz der Region muss bis 2006 stehen, damit wir auf die EU-Osterweiterung vorbereitet sind.

Nach dem Dr. Bernd Rohde die Teilnehmer über genauere Straßenprojekte informiert hatte wurde die Diskussion eröffnet:

Rainer Strehle (Trumpf Sachsen GmbH, Neukirch):
Wenn wir Märkte erreichen, gelingt es uns Arbeitsplätze zu schaffen. Die bestehenden Straßenverhältnisse führen zu negativen Eindrücken bei Gästen. Eine notwendige stärkere Vernetzung der Industrie in der Oberlausitz kann nur über kurze und schnelle Wege funktionieren. Auch das eigene Personal, das jeden Tag aus der gesamten Region kommt, hat mit den schlechten Bedingungen zu kämpfen.

Rudolf Pollack (Ontex Großpostwitz):
Lieferungen müssen pünktlich und sicher zum Kunden kommen. Auch bei Ontex ist die Anfahrt für die Angestellten ein Problem. Wir müssen die Region attraktiver machen.

Wilfried Kunt (Bombardier):
Kunden, Zulieferer & Lieferranten stehen ständig im Stau. Die Westumfahrung bringt daher Zeit- und Kostenersparnis.

Ulrich Meloh (AFT Förderanlagen Bautzen)
10 LKW's verlassen AFT täglich und stehen im Stau.
LKW-Verkehr durch die Stadt hat bereits zu tödlichen Unfällen geführt.Staus verursachen allein bei AFT & PMNS jährlich einen Schaden von 73.000 €. Dieses Geld fehlt bei Investitionen.

Bodo Schwarz (BVMW-Landesgeschäftsführer Sachsen):
"Arbeitslosigkeit finanzieren oder in Infrastruktur investieren, um Arbeitsplätze zu sichern und zu schaffen."

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