Suchergebnisse

Ergebnisse werden geladen.
 

In der Rubrik "Standpunkt" veröffentlichen wir regelmäßig Meinungen und Ausführungen von Sirko & Wilfried Rosenberg, oder Gastschreibern zu aktuellen Themen & Entwicklungen. Sie erscheint auch in "DIE Aktuell".

Attraktive Unternehmen - attraktive Region

06.03.2017 Am 20.02.17 starteten wir mit dem Versand von Vertragsunterlagen die nächste Etappe der Dresdner Industrietage. Einige Unternehmen haben darauf schon gewartet, um in ihren Planungen die Tage der offenen Tür vom 15.-19.05.2017 fest zu verankern, zu denen Studierende u.a. in die Unternehmen eingeladen werden.

Diese Tage der offenen Tür sind ein Instrument auf attraktive Unternehmen der Wirtschafts-region aufmerksam zu machen. Das ist das Hauptziel, weil diese Unternehmen oft zu wenig bekannt sind.

Wir bauen in Verbindung mit der modernisierten Webseite www.dresdner-industrietage.de sozusagen einen starken Kanal, um den teilnehmenden Unternehmen Fachkräfte "zuzuspielen".

Je mehr Unternehmen sich beteiligen, je wirkungsvoller wird dieser Kanal und das nicht nur anlässlich der Tage der offenen Tür. Es ist ein durch die 

Gemeinschaft gebündeltes Werkzeug, das hilft die eigene Employer Branding Strategie umzusetzen. Auch getreu dem Grundsatz „Tue Gutes und lass andere darüber reden!“ stärken wir den Teamgeist des Mittelstands.

Vieles wird in Zukunft nur in Kooperationen zu erkämpfen und umzusetzen sein. Die Prozesse sind komplexer geworden. Deshalb geht es uns bei den Dresdner Industrietagen darum die Innovationsfähigkeit der mittelständischen Unternehmen auszubauen und dazu das Zusammenwirken mit den Hochschulen enger zu gestalten.

Alle Unternehmen die sich beteiligen, können sich als attraktiv bezeichnen, nur sollte das auch weit über die Grenzen der Unternehmen hinaus bekannt sein - auch in der Öffentlichkeit und in der Politik. 

Text: Wilfried Rosenberg, Leiter Kreisverband, BVMW

Wirtschaft hat mehr zusagen als Parlamente? - Mittelstandslobby um so dringlicher!

05.12.2016 Im jetzt von der Sächsischen Staatsregierung veröffentlichten Sachsen-Monitor, der Auskunft zur Stimmungslage gibt, bejahen 65% die Feststellung „Wir haben keine echte Demokratie, weil Wirtschaft und nicht die Parlamente das Sagen haben.“

Mal abgesehen von der Frage, wie sich eine echte Demokratie von einer anderen unterscheidet, suggeriert schon die Feststellung ein falsches und vor allem ein sehr undifferenziertes Bild, was aufmerksamkeitsgetriebene Medien gern aufnehmen.

Da wird geschlussfolgert, das Land ist gespalten wie lange nicht mehr. Ich denke, das es vor allem eine andere Wahrnehmung von dem gibt, was in der Wirklichkeit schon länger passiert. Frank Richter (Landeszentrale politische Bildung) trifft es eher „Die Gesellschaft hat sich stark polarisiert.“

Natürlich sind es wirtschaftliche Belange, die die Politik berücksichtigen muss, um die Rahmenbedingungen so zu setzen, dass auch entsprechend 

umverteilt werden kann.

Zwar haben Unternehmen daran ebenso Interesse, aber generell geht es Politikern um die Interessen des Staates. Und das ist überhaupt nicht kritisch! Wenn aber eine solche o.g. Feststellung gesetzt wird, ist das auch ein Ablenkungsmanöver , um beim Bürger Freispruch zu erlangen. Und so entsteht auch ein solches Befragungsergebnis!

Nun gibt es bekanntlich „DIE“ Wirtschaft nicht und deshalb sind wir als Mittelstandsverband aufgefordert für unsere Interessen und damit ebenso um die Interessen der Regionen noch mehr zu kämpfen, in denen Mittelständler verwurzelt sind.

Deshalb bündeln wir in der Wirtschaftsregion Dresden die Kräfte, auch um eine noch wirksamere Lobbyarbeit machen zu können. Wo Mittelstand nicht präsent ist, findet Mittelstand nicht statt! Diese notwendige Nachhaltigkeit kann nur ein freiwillig organisiertes, parteipolitisch unabhängiger, branchenübergreifender Verband wie der BVMW leisten!

Dafür wird 2017, nicht zuletzt mit Blick auf die Bundestagswahl ein Meilenstein in unserer Arbeit gesetzt. Wir sind gut gerüstet und auf Mitgliederwachstum programmiert. 

Da sollen auch alle Mitglieder in ihrem eigenen Interesse nicht abseits stehen und sich mehr engagieren. Sie wissen aus ökonomischen Erkenntnissen, dass es immer „kritischer Massen“ bedarf, um echte Wirkungen zu hinterlassen. 

Redaktion: Wilfried Rosenberg.

Mittelstand hält den Standort hoch! - Erfolgsfaktoren nicht durch schwache Verwaltungen zerstören

Bisher ist mir noch niemand begegnet, der das vom Amtsleiter Wirtschaftsförderung Bautzen, Alexander Scharfenberg in der SZ vom 17.10.2016 gegebene Interview nicht sehr deutlich kritisiert hat.

Mittelständler fühlen sich in die Ecke gestellt, missverstanden, ihre wirklichen Probleme sind bei derartigen undifferenzierten Bewertungen in keinen guten Händen.

Die Chefs und die Mitarbeiter strengen sich an und dann redet ein Wirtschaftsförderer den Standort kaputt, um den Versuch zu machen die eigene Aktionsunfähigkeit zu verstecken. Und das in einer Zeit, wo gerade Politiker und Unternehmer um einen Imageschaden durch fortwährende, selbst hoch geredete Krawalle fürchten.

Nötig ist ein Schub an kollektiver Intelligenz, aber die Wirtschaftsförderung Bautzen demonstriert einen Zukunftspessimismus der einen kritischen Aufschrei von Unternehmern bewirken muss.

Ja, unser Denken und Handeln ist freilich noch tief im Industriezeitalter verwurzelt. Die Schere zwischen Technologien, die sich in exponentieller Weise beschleunigen und gesellschaftliche Institutionen, die sich im Schneckentempo bewegen droht weiter aufzugehen.

Die Herausforderung heißt, unsere wichtigste Ressource - egal in welcher Gegend - zum Durchbruch zu verhelfen: der menschlichen Schaffenskraft.

In Bautzen erscheint gerade jetzt das verloren gegangen zu sein. Ein bis 2014/15 wirkender Vorteil: Vielfältige regelmäßige Dialoge zwischen Stadtverwaltung und Unternehmervereinigungen finden seit Juni 2015 nicht mehr statt, obwohl Wirtschaftsförderung Chefsache werden sollte.

Ein Glück, das Wirtschaftsförderung an anderen Standorten in der Oberlausitz und z.B. in der Kreisverwaltung Bautzen bedeutend besser funktioniert.

Zum Glück sind in Bautzen mit den 40.000 Einwohner und den 1.570 umsatzsteuerpflichtigen Unternehmen noch genügend „Aktivisten“ am Werke, die den Standort auch jetzt noch zu einer Perle in Sachsen machen, die Beziehungen ins Umland pflegen und sich als Hauptstadt der Oberlausitz in der Wirtschaftsregion Dresden verstehen.

Wo werden die Vorteile genutzt, werden die überhaupt verstanden? Was soll die Stadt Görlitz sagen: Deren Unternehmen 47% der Umsätze von den Unternehmen in Bautzen machen? Und das bei vergleichbarer Unternehmensanzahl.

Von der Lage im Raum und der Entfernung zu Dresden gar nicht zu reden.

Die Vorteile liegen auf der Hand. Als BVMW-Oberlausitz wollen wir dass die Perle Bautzen weiter entwickelt wird, weil das gut für die gesamte Region und alle Unternehmen ist.

In dem besagten Interview sind verschiedene Themen aufgeworfen, die Widerspruch erzeugen.

  1. Wenn die Gewerbesteuereinnahmen seit Jahren sinken, dann sollte sich ein Wirtschaftsförderer schon Sorgen machen, weil er gerade daran gemessen wird, wie wachsende Wertschöpfung (wirtschaftliche, soziale wie kulturelle) durch starke Unternehmen entstehen kann. Eine Blitzumfrage bei heimischen Steuerberatern zeigt allerdings, dass die meisten Mittelständler regelmäßig mehr Steuern zahlen. Von denen sollte die Wirtschaftsförderung wissen wo deren Schuh drückt. Seit der Wende hat Bautzen einen Hebesatz von 400% - das ist verlässliche Politik. Hier hat der Stadtrat verstanden einen Vorteil aufzubauen, der gerade zerredet wird.

  2. Die Ansiedlung von Großunternehmen im Landkreis ist nicht Hauptaufgabe der Stadt. Es ist sinnvoller sich am Erweiterungsbedarf der bestehenden Unternehmen zu orientieren, damit diese organisch weiter wachsen können. Dabei sollten auch in Kooperation mit Nachbargemeinden Angebote vorliegen, wenn die Möglichkeiten der Stadt nicht ausreichen.

  3. Den Standortnachteil Fachkräfte gibt es so allgemein nicht und schreckt auch keine Ansiedlungen ab. Die vielen Einpendler verschiedenster Art zeigen die Attraktivität der Stadt, diese gilt es auszubauen! Fachkräfte sind für Unternehmen auch weniger eine Frage der Masse, sondern eher der Qualität; damit auch die Unternehmen zukunftsfähig bleiben. Dazu gehört in städtischer Verantwortung auch das Angebot von Hausbau-Standorten, damit die Preise nicht in den Himmel steigen.

 

Wir könnten die Reihenfolge der unwirklichen Darstellungen fortsetzen. Es bleibt festzuhalten:

  1. Wie lange will sich der Stadtrat das noch bieten lassen?
  2. Nimmt das der Oberbürgermeister zum Anlass für Konsequenzen?
  3. Nehmen sich auch andere Städte das vor, um sich selbstkritisch zu hinterfragen?

 

Als BVMW Wirtschaftsregion Dresden sind wir jedenfalls bereit mitzuwirken über das Maß hinaus, was wir schon bisher leisten. 

Sachsen

Oberlausitz