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Kreisverbund Jena, Saale-Holzland-Kreis

 
 
 

BVMW-Mitglieder schauen im DHL-Luftfrachtzentrum hinter die Kulissen

Weltweite Frachtsendungen mit gesicherten Punktlandungen

... Der Vergleich mit einem Bienenstock und dem sprichwörtlichen Bienenfleiß drängte sich unweigerlich auf, ließ sich das System in dem geschäftigen Treiben insbesondere auf dem Vorfeld für Nichteingeweihte nicht durchschauen. Crewcars nahmen die jeweils siebenköpfigen Be- und Entladeteams auf und fuhren sie auf schnellstem Wege zu einem der 60 Parkplätze für die eingetroffenen Frachtmaschinen auf dem 600.000 Quadratmeter umfassenden Gelände. Und so werden zum Beispiel die 16 Frachtcontainer aus eine BOEING 755 innerhalb von 19 Minuten entladen. Meist verlassen die Flieger Leipzig bereits nach etwa 2 Stunden wieder in Richtung einer der 120.000 Zieladressen in 220 Ländern. Auf dem Vorfeld kreuzen Schlepper mit gefüllten Paketcontainern auf ihren Anhängern, pro Nacht werden so 1.900 Tonnen Fracht abgefertigt, bewegt und umgeschlagen. Bis zu 30 Stundenkilometer sind auf den meisten, strikt einzuhaltenden Transport erlaubt, wird die Fläche des Leipziger Geländes mit seinen 2 Lande-, den Rollbahnen und den Verbindungsstraßen im internationalen Vergleich sehr intensiv ausgenutzt.

Mit dem Neubau der Halle 2 und dem schrittweise gerade beginnenden Betrieb des zweiten Sortier- und Verladesystems die Leipziger Kapazitäten für das stetig steigende Aufkommen an Frachtgütern optimiert. Ein weltweit einzigartiges Transportsystem für Schwerlastsendungen, die bisher in Halle 1 aufwändig mit dem Stapler verfrachtet werden mussten, wird den Zeitaufwand dafür drastisch reduzieren. In Halle 1 hat auch der Zoll seine Dienststelle und kann die auf Landweg per LKW und Luftweg ankommenden Sendungen bei Bedarf direkt bearbeiten. Eine Lebendtier-Halle und ein Zentrum für zu versendende Gefahrgüter ergänzen die Voraussetzungen für einen umfassenden Versandservice. (Es wurden u.a. schon Haie für das Ozeaneum in Stralsund und ein ausgewachsenes Nashorn transportiert!)

Für die etwa 700 Mitarbeiter der Nachtschicht beginnt die Stoßzeit gegen Mitternacht mit dem Eintreffen der meisten Maschinen. Sie arbeiten nur nachts. So erklärte sich dann auch, dass im Foyer um 21.00 Uhr fast ausschließlich ein „Morgen“ oder „Guten Morgen“ als Gruß zu vernehmen war.

Energieeffizienz in den Hallen, dem Wartungshangar und für die Flugzeugflotte wird ernsthaft umgesetzt. So wird ein BHKW betrieben, Regenwasser wird als Brauchwasser gesammelt und genutzt und es wird durch den Austausch in der Flugzeugflotte die CO2-Effizienz bis 2020 um 30 Prozent verbessert werden.
Das Vertrauen in die Zuverlässigkeit von DHL/Deutsche Post als Versender, dass die eigene Fracht mit Punktlandung am darauffolgenden Tag ankommt, wurde bei den Besuchern mit diesem umfassenden Blick hinter die Kulissen weiter stark gefestigt.

Hinweis: Auf Grund von Vorschriften waren Aufnahmen direkt aus den Verteilstationen und den Terminals nicht erlaubt.

Ein herzliches Dankeschön an Frau Bieder und Herrn Sharichin für die sehr interessanten Führungen und die fachlich fundierten Informationen. Ebenso möchten wir uns bei Frau Müller bedanken, die uns mit dem Bus sicher hin- und wieder zurückgebracht hat.

www.dhl.com 
www.jena.bvmw.de

Text und Fotos: Karsten Seifert, FAKT KOMMUNIKATION

Thüringen

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