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Kreisverbund Jena, Saale-Holzland-Kreis

 
 
 

Zu Besuch auf der 4. Thüringer Landesgartenschau in Apolda

Herrn Wierzbitzki blickte zunächst zurück auf die Geschichte des Areals. Vor über 100 Jahren ließ der wohlhabende Fabrikant Max Wiener auf einem Teil des heutigen Gartenschaugeländes einen Park mit einer Promenade errichten. Diesen schenkte er seiner Frau zur Silbernen Hochzeit. Er verfügte aber, dass dieser Park der Öffentlichkeit nicht vorenthalten werden darf. Darauf aufbauend wurde in den letzten Jahren die Landesgartenschau etabliert. Drei Jahre lang war das Gelände für die Öffentlichkeit deshalb nicht zugänglich - aber es hat sich gelohnt.

Seit 20 Jahren organisiert und konzipiert Herr Wierzbitzki Landesgartenschauen vor allem in Hessen und Thüringen. Aus den daraus resultierenden Erfahrungsschatz konnte er manche Anektode berichten. Jeder Standort habe seine Eigenheiten, aber Apolda sei doch etwas ganz Besonderes. Uns wurden die Anlagen erläutert. Beispielsweise benötigt der See kein Geländer, das nur störend wirken würde, weil dieser bis 2 Meter vom Rand weg höchstens 15 cm tief ist. Ist natürlich eine deutsche Vorschrift. Überhaupt gibt es bei der Erschaffung solcher Parks immer den Konflikt zwischen Denkmalpflege und Naturschutz.
Ein zentrales Anliegen ist es auch, die Kinder an die Natur heranzuführen und die Liebe zu ihr zu wecken. Dafür wurden „Mitmachgärten“ eingerichtet. Nicht wenige Kinder glauben immer noch, dass Kühe lila sind und die Milch aus dem Tetrapack kommt.
In 14 Schaugärten, die alle 10 mal 10 Meter groß sind, haben Gärtnereien und Landschaftsbetriebe ihrer Kreativität freien Lauf gelassen. Die Gestaltung ist sehr unterschiedlich, geben aber alle Ideen und Anregungen für den eigenen Garten.

Mit der Landsgartenschau, so das Fazit von Herrn Wierzbitzki, hat die Stadt Apolda einen weiteren großen weichen Standortfaktor erhalten. Die Anlagen sind so gestaltet, dass sie danach von der Öffentlichkeit genutzt werden können. (Diese Nachhaltigkeit war eine der Voraussetzungen für Fördermittel.) Weiterhin wurde das Wir-Gefühl der Apoldaer Bürger gestärkt. Insgesamt flossen 8,2 Mio Euro in die 15 ha in die reine Landesgarenschau, weitere 7,5 Mio Euro werden für die Durchführung benötigt.

Ein herzliches Dankeschön an Herrn Wierzbitzki für seine sehr interessante Führung, seine Ausdauer und das geduldige Beantworten der Fragen!

Text und Fotos: Dietmar Winter

Thüringen

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