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Kreisverbund Jena, Saale-Holzland-Kreis

 
 
 

Probenaufbereitung in Scheckkartenformat - Labor in Schuhkartongröße

39. Arbeitsgruppentreffen „Präzision aus Jena“ bei der Jenaer Alere Technologies GmbH 

Höchste Präzision ist in der Mikrofluidik und Mikrosystemtechnik gefragt. Sie stellt damit eine unabdingbare Voraussetzung dar, beispielsweise für hochkomplexe und dennoch weltweit feldtaugliche Diagnostik-Systeme, die sich zudem äußerst einfach bedienen lassen. Das demonstrierte das Team der Jenaer Alere Technologies GmbH um Klaus Schindlbeck den knapp 50 Teilnehmern am 26. Oktober 2016 während des 39. Treffens von „Präzision aus Jena“, der Fachgruppe für produzierende Unternehmen im BVMW-Kreisverbund Jena/Saale-Holzland-Kreis. Eine mehrstufige Aufbereitung einer Blutprobe erfolgt in der Alere Pima Kartusche. Nach dem Andocken der Kartusche im Kreditkartenformat am Alere-Gerät Pima liefert dieses mobile Mini-Labor in Schuhkartongröße die Auswertung. Nach gerade einmal 20 Minuten kann auf Basis des festgestellten Stadiums der Infektion mit dem HI-Virus umgehend mit der geeigneten Therapie begonnen werden.

Mit einem Exkurs in die Virenkunde zum Verständnis der Funktions- und Wirkprinzipien der beiden Alere-Geräteserien Pima und Alere q leitete Alere-Entwickler Hanno Herrmann seinen Fachvortrag „Molekulare Diagnostik im Scheckkarten-Format“ ein. So ließen sich die nachfolgenden Erläuterungen zu den anspruchsvollen Arbeitsschritten der Aufbereitung der Blutproben für die beiden Messverfahren gut nachvollziehen. So bestimmt das seit 2010 von der Weltgesundheitsorganisation WHO zertifizierte Pima, übrigens zu der Zeit der weltweit einzige HIV-Test für die mobile Überwachung am „point of care“, also direkt vor Ort, indirekt den Status der HI-Vireninfektion über das Zählen der CD3- und CD4-Moleküle an den T-Helferzellen. Die Weiterentwicklung Alere q zählt direkt und damit noch genauer die ebenfalls in der Kartusche aus den anwesenden HI-Viren freigelegten RNA-Moleküle. Beide Systeme sind so konzipiert, dass durch Austausch der Reagenzien weitere Viren nachgewiesen werden können.
Mit der Ausgründung 1998 aus dem Jenaer IPHT und dem Eintritt in die Alere-Gruppe wuchs die Belegschaft der Alere Technologies GmbH auf die heute etwa 330 Mitarbeiter. Im Gewerbegebiet Jena-Nord im markant roten Gebäude in der Löbstedter Straße 82, im ehemaligen SCHOTT-Wacker-Komplex sowie in weiteren Gebäuden entwickeln und fertigen sie als Teil des weltweit etwa 7.000 Mitarbeiter beschäftigenden Alere-Konzerns Analysesysteme für die Biotechnologie und Medizintechnik.

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Die bewährte Kombination von Fachvortragsteil, ausgiebigem Firmenrundgang, der auf Grund der hohen Teilnehmeranzahl in zwei Gruppen durchgeführt werden musste, sowie Kurzvorstellung der Teilnehmer und des Gastgeberunternehmens und dem sich anschließenden breiten Freiraum für individuelle Gespräche bewies sich einmal mehr als offenes Geheim-Rezept dieses erfolgreiche und ungebrochen gefragte Veranstaltungsformat des Unternehmerverbandes. 
Ein herzliches Dankeschön an Herrn Schindlbeck, Herrn Kreling und das gesamte Team für eine sehr interessanten Nachmittag bzw. Abend und die Bewirtung!

Text und Fotos: Karsten Seifert, FAKT KOMMUNIKATION

Thüringen

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