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Kreisverbund Jena, Saale-Holzland-Kreis

 
 
 

Vom Ferritkernspeicher zum SMD-Bestückungsautomaten

„Präzision aus Jena“ zu Besuch in Lehesten (Saale-Orla-Kreis)

Zum ersten Mal lud die BVMW-Fachgruppe „Präzision aus Jena“ zu einem Treffen außerhalb ihres Kerngebietes Jena/Saale-Holzland-Kreis ein. Gastgeber war am 4. Mai 2017 die SUMIDA Lehesten GmbH tief im Süden des Saale-Orla-Kreises nahe der bayerischen Grenze.
Nach der Begrüßung durch Herrn Winter stellten sich die anwesenden Gäste kurz vor. Geschäftsführer, leitende Angestellte und Techniker u.a. aus Jena, Neustadt/Orla, Saalfeld, Hermsdorf und Neukirchen (Sachsen) wollten den Betrieb näher kennenlernen und Geschäftskontakte auch untereinander knüpfen. Dann stellte der Geschäftsführer Herr Rödel sein Unternehmern vor.
Der Betrieb wurde schon zu DDR-Zeiten im Jahre 1965 als Teilbetrieb der Keramische Werke Hermsdorf gegründet. Bis 1981 wurden Ferritkernspeicher gefertigt. Ab dann wurde planwirtschaftlich die Produktion von Unterhaltungselektronik, u.a. Kassettenrekorder, angeordnet. 1990 erfolgte die Privatisierung. 1991 wurde der Betrieb ein Teil VOGT electronic, die seinerseits 2006 vom japanischen SUMIDA-Konzern übernommen wurde. SUMDIA ist der weltweit zweitgrößte Hersteller induktiver Bauelemente mit einem jährlichen Gesamtumsatz von gut 600 Mio Euro (2016). Der Bereich EMS (Electronic Manufactoring Service), das heißt die Bestückung von Leiterplatten erfolgt im Konzern ausschließlich bei der SUMIDA Lehesten GmbH, die auch einen Teilbetrieb in Rumänien hat.
In Lehesten sind gegenwärtig 238 Mitarbeiter beschäftigt auf einer Produktions- und Lagerfläche von gesamt 3.800 qm. Hier stehen 5 SMT-Linien, im Teilbetrieb in Rumänien 2. Im Drei-Schicht-System wurde im vergangenem Jahr ein Umsatz von 35 Millionen Euro erwirtschaftet.
Das A und O, um auf dem stark umkämpften Markt bestehen zu können, ist die hohe Qualität. Mit welchen Maßnahmen diese gesichert wird erläuterte der Leiter Qualität, Herr Sebastian Milz in seinem Fachvortrag. Um Fehler genau zu lokalisieren, Mängel in der Prozesskette aufzudecken und die Rückverfolgbarkeit der eingesetzten Materialien zu gewährleisten werden große Anstrengungen unternommen. Der hohe Automatisierungsgrad, aber auch manuelle Prozesse können Ursachen von Fehlern sein, die erkannt und behoben werden müssen. Drei Hauptziele sollen damit erreicht werden: die Qualitätssicherung, die Produktsicherheit und die Optimierung der Fertigung.

Der Rundgang durch die Produktion wurde dann in kleinen Gruppen durchgeführt. (Leider waren hier keine Fotos erlaubt.) Fachkundig wurden einzelne Produktionsschritte erläutert und Fragen beantwortet. Zum Schluss wurde dann bei belegten Brötchen, Kaffee und Kaltgetränken das Gesehene diskutiert, weitere Fragen erörtert und natürlich Visitenkarten ausgetauscht. 

Vielen Dank an Herrn Rödel und sein Team für einen wieder sehr interessanten Nachmittag und die Bewirtung!
Ein besonderes Dankeschön an Frau Schenck für die unkomplizierte und perfekte Vorbereitung und Organisation.

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