Mittelstand im ganzen Land

Veranstaltungsreihe "Moderne Standortpolitik im ländlichen Raum"

Initiiert und getragen vom Landeswirtschaftssenat des BVMW Sachsen e.V. und dem Bildungswerk für Kommunalpolitik Sachsen e.V.

Der Landeswirtschaftssenat des BVMW Sachsen e.V. hat zusammen mit dem BKS e.V. dieses Veranstaltungskonzept entwickelt, das sich mit wesentlichen weichen und harten Standortfaktoren für Städte und Gemeinden in den zehn Landkreisen aus der Sicht des Mittelstandes (produzierendes Gewerbe, Handwerk, Freie Berufe) befasst. Die Veranstaltung kann als Paket gebucht werden. Die Kosten übernehmen des Bildungswerk für Kommunalpolitik Sachsen und der Landeswirtschaftssenat des BVMW Sachsen e.V. Gastgeber sollte ein Mitgliedsunternehmen des BVMW in der Gemeinde/ Stadt, ein anderer Mittelständler  oder ein Bürgermeister sein. Die Einbeziehung der Bürgermeister und der Kommunalverwaltung, insbesondere Wirtschaftsansiedlung und Ordnungsamt, sind wichtig und werden erbeten. Diese Veranstaltung ist sicherlich auch für im Jahr 2019 neu gewählte Stadt- und Gemeinderäte von Interesse.

Ziel:

Es soll gemeinsam ein auf die jeweilige Kommunen passend geschneiderter Plan entwickelt oder zumindest skizziert werden, wie man Menschen und Unternehmen  in der betroffenen Kommune halten und auch neu anziehen kann. Der Landeswirtschaftssenat wird die Ergebnisse in geeignet Form zusammen fassen und auswerten. Sie werden Gegenstand der Senatorenrunden im Jahr 2021 sein.

Format:

Nach einem Grußwort des Bürgermeisters und einer Vorstellung des Gastgebers, beginnt das eigentliche Format.

Gestellt wird von Seiten der Projektleiter ein kleiner „Einspieler“ 2 Minuten (Film) und ein genereller Vortrag mit best practise Beispielen, der in das Thema einführt. und von Antje Hermenau gehalten wird. Danach sind 60 Minuten intensiver Workshop und Zusammenfassung für alle geplant. Alle nötigen Utensilien werden gestellt. Der Gastgeber kann anschließend noch zu einer Führung durch sein Unternehmen oder ein get-together einladen. Ein kleiner Imbiss und Getränke sowie ein Fixbetrag von 200,00 € als Raummiete und Ersatz der Organisation im Vorfeld werden finanziert. Das Format eignet sich auch für Gewerbevereine.

Inhaltliche Akzente:

Ziel ist es, Menschen und Unternehmen in den ländlichen Regionen zu binden oder sie neu anzuziehen. Dazu gehören Standortfaktoren in den Bereichen Bildung (Schulen, Weiterbildung), Infrastruktur (Straßen, Öffentlicher Nahverkehr und Internet), Kultur, Kinderbetreuung (insbesondere für junge Familien und Alleinerziehende), Hausbau. Die Kommunen brauchen wahrscheinlich mehr frei verfügbares statt zweckgebundenem Geld und mehr Entscheidungskompetenzen (Bürokratieabbau).

Zeitfenster:

Ursprünglich sollte dieses Format nach der Kommunalwahl stattfinden. Es hat sich aber heraus gestellt, dass die Gründung der Kreistags- und Stadtratsfraktionen bis in den September hinzog. Nun sind alle Aufgaben verteilt und die Arbeit kann beginnen. Zwei Probedurchläufe haben wir 2019 gemacht: Stollberg (ERZ) und Eilenburg. Die inhaltlichen und medialen Ergebnisse für Eilenburg sind unten dokumentiert. Auch ein Einladungsfoyer für die lokale Wirtschaft liegt bei. Neue Veranstaltungen sind bereits für Olbernhau, Meißen und Oppach besprochen und in Planung.

Die Veranstaltungen sollten in der Woche an einem Abend von 17.00 - 20.00 Uhr stattfinden. Es ist auch mal ein Samstagvormittag möglich. Es sollten insgesamt 2 Zeitstunden eingeplant werden. Wenn der Verteiler zur Verfügung gestellt wird, übernimmt die Projektleitung auch die Einladungen.

Inhaltliche Leitung und Durchführung: Antje Hermenau  (antje.hermenau@bvmw.de)

Organisation: Britta Kick (britta.kick@bvmw.de)

Ich hoffe auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit für uns alle, mit herzlichen Grüßen,

Antje Hermenau

Mittelstand im ganzen Land - Allgemeine Informationen

Exemplarisch an der Erzgebirgsgemeinde Olbernhau und dem Oberzentrum Plauen im Vogtland arbeiten Senatoren mit der regionalen Politik und Verwaltung zusammen, um relevante Faktoren für die Stabilisierung ihres Standortes aus der Sicht des Mittelstandes zu erfassen und zu bewerten. 

Investitionen und Nachfolgeregelungen stehen in vielen mittelständischen Unternehmen an: die Gründergeneration nach dem Mauerfall geht in Rente. Die Senatoren brauchen natürlich eine auch mittel- und sogar langfristig verlässliche Perspektiven am aktuellen Standort, um das Unternehmen nicht nur zu übergeben und zu erhalten, sondern vielleicht auch wachsen zu lassen. 

Die Leuchtturmpolitik des Freistaates der letzten Jahrzehnte hat die drei kreisfreien Städte Chemnitz, Dresden und Leipzig gestärkt. Diese Standorte kommen inzwischen sehr gut allein weiter. Wichtig ist der Erhalt der mittelständischen Struktur in den mittleren Städten und im ländlichen Raum auch unter Rahmenbedingungen wie der demographischen Entwicklung, aktueller Unwägbarkeiten einer globalisierten Wirtschaft und einer wenig handlungsfähigen Europäischen Union sowie unserer gefährdeten Gemeinschaftswährung. Keiner erwartet von der Politik Wunder. 

Aber eine Fokussierung auf die materiellen Grundlagen unseres Staatswesens und eine zielgerichtete und entschlossene Aktivität der Landespolitik erwartet der Mittelstand schon. Er trägt auch selbst gerne zu positiven Entwicklungen bei.