Mittelstand im ganzen Land

Veranstaltungsreihe "Moderne Standortpolitik im ländlichen Raum"

getragen vom Bundesverband mittelständische Wirtschaft (BVMW) Sachsen e.V. und vom Bildungswerk für Kommunalpolitik Sachsen  (BKS) e.V.
 

Projekt:                      
Der Landeswirtschaftssenat des BVMW Sachsen e.V. hat zusammen mit dem BKS e.V.  ein Veranstaltungskonzept entwickelt, das sich mit wesentlichen weichen und harten Standortfaktoren für Städte und Gemeinden in den zehn Landkreisen aus der Sicht des Mittelstandes (produzierendes Gewerbe, Handwerk, Freie Berufe) befasst. Die Veranstaltung kann als Paket gebucht werden.  Kosten übernehmen des Bildungswerk und der BVMW.  Gastgeber sollte ein Mitgliedsunternehmen des BVMW in der Gemeinde/ Stadt sein. Die Einbeziehung der Bürgermeister und der Kommunalverwaltung, insbesondere Wirtschaftsansiedlung und Ordnungsamt, sind wichtig und werden erbeten.

Ziel:                           
Es soll gemeinsam ein auf die jeweilige Kommunen passend geschneiderter Plan entwickelt werden, wie man Menschen und Unternehmen halten und auch neu anziehen kann. Der BVMW wird die Ergebnisse, die verallgemeinert dokumentiert werden, in seinem Frühjahrsgutachten darstellen und allen in Sachsen Anfang Mai öffentlich zur Verfügung stellen.

Format                      
Gestellt wird von Seiten der Projektleiter ein kleiner „Einspieler“ 1 - 2 Minuten (Film) und ein genereller Vortrag mit best practise Beispielen, der in das Thema einführt. Diesen Vortrag hält ein BVMW Mitglied aus dem Vorstand oder aus der Region, gern individuell angepasst. Danach sind 60 Minuten intensiver Workshop und Zusammenfassung für alle geplant. Der Gastgeber kann anschließend noch zu einer Führung durch sein Unternehmen oder ein get-together einladen. Ein kleiner Imbiss und Getränke sowie ein Fixbetrag von 200 € als Raummiete und Ersatz der Organisation im Vorfeld werden finanziert.

Inhaltliche Akzente: 
Ziel ist es, Menschen und Unternehmen in den ländlichen Regionen zu binden oder sie neu anzuziehen. Dazu gehören Standortfaktoren in den Bereichen Bildung (Schulen, Weiterbildung), Infrastruktur (Straßen, Öffentlicher Nahverkehr und Internet), Kultur, Kinderbetreuung (insbesondere für junge Familien und Alleinerziehende), Hausbau. Die Kommunen brauchen wahrscheinlich mehr Geld und mehr Entscheidungskompetenzen (Bürokratieabbau).           

Zeitfenster:               
Die Veranstaltungen sollten zwischen dem 1.3. und dem 30.4.2019 stattfinden. Auch ein Samstagvormittag ist möglich. Ein beliebtes Format ist natürlich zwischen 17 und maximal 21 Uhr. wochentags. Es sollten mindestens 2 Zeitstunden eingeplant werden. Wenn der Bürgermeister auch sprechen möchte, kann er das gerne tun, es muss zeitlich aber extra eingeplant werden.

Wir würden gerne je eine Veranstaltung in jedem Landkreis machen.  Die  Kreise Erzgebirge und Vogtland sind schon vertreten, aber es gilt das Windhund - Prinzip: wer zuerst kommt, kriegt eine Veranstaltung. Fragen Sie uns an, ob in Ihrer Kommune BVMW - Mitglieder existieren und vereinbaren Sie sich miteinander. 

Anmeldung:             
Bislang gehen die Projektleiter von 15 - 18 Veranstaltungen im gewählten Zeitraum aus. Anmeldeschluß ist der 1. März 2019. Es sind schon Anmeldungen eingegangen. Wenn der Verteiler zur Verfügunggestellt wird, übernimmt die Projektleitung auch die Einladungen.

Organisation:            Britta Kick (britta.kick@bvmw.de)

Ich hoffe auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit für uns alle,

mit herzlichen Grüßen,

Antje Hermenau                                                       

Mittelstand im ganzen Land - Allgemeine Informationen

Exemplarisch an der Erzgebirgsgemeinde Olbernhau und dem Oberzentrum Plauen im Vogtland arbeiten Senatoren mit der regionalen Politik und Verwaltung zusammen, um relevante Faktoren für die Stabilisierung ihres Standortes aus der Sicht des Mittelstandes zu erfassen und zu bewerten. 

Investitionen und Nachfolgeregelungen stehen in vielen mittelständischen Unternehmen an: die Gründergeneration nach dem Mauerfall geht in Rente. Die Senatoren brauchen natürlich eine auch mittel- und sogar langfristig verlässliche Perspektiven am aktuellen Standort, um das Unternehmen nicht nur zu übergeben und zu erhalten, sondern vielleicht auch wachsen zu lassen. 

Die Leuchtturmpolitik des Freistaates der letzten Jahrzehnte hat die drei kreisfreien Städte Chemnitz, Dresden und Leipzig gestärkt. Diese Standorte kommen inzwischen sehr gut allein weiter. Wichtig ist der Erhalt der mittelständischen Struktur in den mittleren Städten und im ländlichen Raum auch unter Rahmenbedingungen wie der demographischen Entwicklung, aktueller Unwägbarkeiten einer globalisierten Wirtschaft und einer wenig handlungsfähigen Europäischen Union sowie unserer gefährdeten Gemeinschaftswährung. Keiner erwartet von der Politik Wunder. 

Aber eine Fokussierung auf die materiellen Grundlagen unseres Staatswesens und eine zielgerichtete und entschlossene Aktivität der Landespolitik erwartet der Mittelstand schon. Er trägt auch selbst gerne zu positiven Entwicklungen bei.