Spannende Senatorenrunde an der Hochschule Mittweida am 13.11.2019

Am 13.11.2019 folgten die Senatoren des Landeswirtschaftssenats Sachsen der Einladung von Antje Hermenau an die Hochschule Mittweida.

Am 13.11.2019 folgten die Senatoren des Landeswirtschaftssenats Sachsen der Einladung von Antje Hermenau an die Hochschule Mittweida. Ehrengast und Referentin Ingrid Ritt sprach zur Bildungsallianz des BVMW und der Bildungsinitiative 3xMehr:

Bildung bedeutet Freiheit!
Gute und differenzierte Schulbildung ist nicht nur der Grundstock einer mittelständischen Wirtschaft, sondern auch einer guten funktionierenden Demokratie. Neben der Vermittlung von Wissen und Kompetenzen ist sie die Grundvoraussetzung für eine selbstbestimmte Persönlichkeitsentwicklung.
Der BVMW will mit der Bildungsallianz einen Zukunftsplan für Bildung in Deutschland vorlegen.
Viele Unternehmen beklagen die unzureichende schulische Bildung. Der deutsche Mittelstand büßt an Wettbewerbsfähigkeit ein.
 
Dem Zukunftsplan Bildung liegen 7 Thesen zugrunde:
    1      Wir fordern differenzierte Bildungsgänge.
    2      Nur Leistung bringt Erfolg.
    3      Wir brauchen gute Master und gute Meister.
    4      Bildungsausgaben effizienter nutzen.
    5      Digitalisierung der Schulen endlich umsetzen.
    6      Unsere Lehrkräfte sind die wichtigsten Träger der Bildung.
    7      Vernetzung von Schulen und Wirtschaft stärken - muss unbedingt von den Bundesländern
            stärker gefördert werden.
 
Sachsen verteidigt 1. Platz im INSM- Bildungsmonitor vom Institut der Wirtschaft
Es hat gezeigt, dass die Länder am besten abschneiden, die ein differenziertes Schulwesen haben.
Sachsen hat einen sehr guten Anteil an MINT- Themen in der schulischen Bildung und liegt im deutschen Vergleich über dem Durchschnitt.
Jetzt noch mehr als je zuvor brauchen wir auch die äußere Differenzierung der schulischen Bildung. Einheitsschulen fordern weder Begabte noch fördern sie diejenigen, die gefördert werden müssen. Am Beispiel der Zuwanderer kann man sehen, dass man sie am besten schulisch integrieren kann, wenn die Bildung differenziert und individuell ist.
Unsere Gesellschaft funktioniert durch eine bestimmte Leistungs- und Sozialkultur. Gerechtigkeit in der schulischen Bildung entsteht nicht durch Gleichmacherei, sondern durch Chancengerechtigkeit und erfolgreiche Erwerbsbiographien.
Es geht immer darum die richtige Balance zwischen Fordern und Fördern zu finden. Das sei immer ein politischer Balanceakt.