Frankreich und das Finanzgesetz 2021

Der vorgelegte Finanzentwurf der Regierung soll die Wettbewerbsfähigkeit und die Unternehmenstransformation steigern: Jährlich sollen 10 Milliarden Euro für die Förderung der Produktion und Schaffung von Arbeitsplätzen eingespart werden.

In den kommenden Wochen will MEDEF die mit dem Finanzgesetz einhergehende Verpflichtung der Regierung zur Senkung von den obligatorischen Abgaben überprüfen. Das Gesetz wurde bereits am 29. Dezember 2020 endgültig verabschiedet.

Die wichtigsten Ziele des Gesetzes

Wesentliche Ziele dieses Vorhabens sind dabei die Senkung der Produktionssteuern sowie die Schaffung von Arbeitsplätzen in der Industrie. Im besonderen Fokus steht die Stärkung des Eigenkapitals von Unternehmen, vor allem bei den KMU. Hierfür sollen Einstellungsprämien für junge Berufseinsteiger eine wichtige Stütze darstellen. Allerdings müssen diese Unternehmensbeihilfen nachweislich die Einstellung bzw. die duale Ausbildung junger Absolventen beinhalten bzw. getätigte Investitionen des Unternehmens enthalten.

Darüber hinaus können Unternehmen mit einem Umsatz zwischen 7,63 Millionen Euro und 10 Millionen Euro für einen Teil des Gewinns einen ermäßigten Steuersatz in Höhe von 15 % gewährt bekommen. Auch für den ökologischen Wandel ist von der französischen Regierung ein Budget von 30 Milliarden Euro für KMU vorgesehen.
 

Zulassung einer Gruppenbesteuerung nach französischem Recht und Anpassung der Grundsteuer für Unternehmen

Ab 1. Januar 2023 können in Frankreich ansässige Steuerpflichtige, die wirtschaftlich, finanziell und organisatorisch in einem engen Verhältnis miteinander stehen eine gemeinsame Umsatzsteuer erbringen, die nur eines der Mitgliedsunternehmen dieser Gruppe als Ganzes zu zahlen hat.

Zudem soll der territoriale Wirtschaftsbeitrag, auch genannt die „contribution économique territoriale“ oder kurz „CET“ zusammen mit der Grundsteuer auf bebaute Grundstücke, der „taxe fonciére sur les propriétés bâties“ deutlich und spürbar gesenkt werden.

Auch bei der Gründung will man Betrieben die Möglichkeit geben sie für drei Jahre von der „CET“ zu befreien, sofern sie die Zulassung einer lokalen französischen Behörde erhalten.

 

Quellen: MOUVEMENT DES ENTREPRISES DE FRANCE  Rödl & Partner